Zeit für Entschlossene. Was Sie im Garten jetzt noch erledigen sollten

Antwortet der Agronom Pawel Laguta.

Wie Sie jetzt arbeiten, bestimmt die Herbsternte. Richtige Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz und eine fachgerechte Pflanzung neuer Kulturen schaffen einen gesunden Garten. Es ist Zeit für Aktive und Entschlossene!

Reinigung und Umgraben

Wenn der Boden locker wird und nicht mehr am Werkzeug klebt, wird das Grundstück von den über den Winter angesammelten Pflanzenresten befreit. Abgefallene Blätter, trockene Äste und anderer organischer Müll werden mit dem Rechen zusammengeharkt. Am besten verwendet man sie zur Herstellung von Kompost – einem wertvollen organischen Dünger.

Vor dem Umgraben ist es sinnvoll, organische Dünger auszubringen – Humus oder Kompost. Im Frühjahr benötigen die Pflanzen besonders Stickstoff, der das aktive Wachstum junger Triebe und Blätter fördert.

Rasenpflege

Nach dem Winter wirkt der Rasen oft geschwächt. Auf der Grasnarbe bleiben trockenes Gras, Moos und vorjährige Blätter liegen. Daher ist einer der ersten Pflegeschritte das Vertikutieren des Rasens.

Der Rasen wird gründlich mit einem scharfzinkigen Rechen oder speziellen Vertikutierern ausgeharkt. Dieser Vorgang wird in mehreren Richtungen durchgeführt, um trockenes Gras zu entfernen und die Luftzufuhr zu den Wurzeln zu verbessern.

Nach der Reinigung wird der Rasen mit Stickstoffdünger versorgt. Üblicherweise verwendet man Harnstoff in einer Menge von 25–35 g pro Quadratmeter. Die Düngung wird alle zwei Wochen wiederholt, bis der Rasen sich vollständig erholt hat.

Krankheitsschutz

Eine der gefährlichsten Krankheiten von Obstbäumen ist die Monilia, die besonders häufig an Aprikosen vorkommt.

Der Pilz befällt Blüten und junge Triebe. Befallene Zweige verbräunen schnell und vertrocknen.

Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, werden befallene Triebe entfernt und vernichtet. Der Schnitt erfolgt unterhalb der Schadstelle.

Zur Vorbeugung wird im Stadium der Rosenknospe eine Spritzung mit Biopräparaten oder Fungiziden durchgeführt.

Schädlingsbekämpfung

Mit dem Einsetzen der Wärme werden Schädlinge aktiv: Apfelblütenstecher, Rüsselkäfer, Blattroller und Blattläuse.

Im zeitigen Frühjahr wird die mechanische Bekämpfungsmethode angewandt – das Abschütteln der Insekten von den Zweigen auf eine Unterlage.

Darüber hinaus führen Sie präventive Behandlungen des Gartens mit Insektiziden oder biologischen Präparaten durch.

Beerensträucher — Johannisbeeren und Stachelbeeren — behandeln Sie oft mit heißem Wasser (etwa 70°C), um die überwinternden Eier der Schädlinge zu vernichten.

Rindenreinigung und Weißanstrich

Nach dem Winter bilden sich oft Moose, Flechten und abgestorbene Rinde an den Baumstämmen. Diese entfernen Sie vorsichtig mit einer Drahtbürste.

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Nach der Reinigung kalken Sie die Stämme und Hauptäste. Für die Zubereitung der Lösung verwenden Sie Kalk und Kupfersulfat.

Der Weißanstrich schützt die Bäume vor Sonnenbrand, starken Temperaturschwankungen und einigen Schädlingen.

Behandlung

Fröste und Nagetiere beschädigen oft die Rinde von Obstbäumen. Alle Wunden müssen Sie rechtzeitig behandeln.

Zuerst entfernen Sie die abgestorbene Rinde und reinigen die Beschädigung bis auf das gesunde Holz. Dann desinfizieren Sie die Oberfläche mit einer Lösung aus Kupfersulfat.

Nach der Behandlung verschließen Sie die Wunde mit Baumwachs oder einer Mischung aus Ton und Kuhmist.

Wenn sich eine Baumhöhle gebildet hat, reinigen Sie diese von morschem Holz, füllen sie mit Ziegelbruch und vergießen sie mit Zementmörtel.

Blumenbeete

Im Frühjahr benötigen auch die Blumenbeete Pflege. Zuerst entfernen Sie trockene Blätter und Pflanzenreste, dann lockern Sie vorsichtig die Erde.

Einige Pflanzen mit oberflächlichem Wurzelsystem, wie Maiglöckchen und Bergenien, lockern Sie sehr vorsichtig, nicht tiefer als 3 cm.

Im Frühjahr düngen Sie die Zierpflanzen mit Stickstoffdüngern, die das Blattwachstum fördern.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern Rosen. Nach dem Entfernen der Winterabdeckung führen Sie einen Rückschnitt der Sträucher und die erste Düngung durch.

Frühlingspflanzung

Ende März und April eignen sich für die Pflanzung vieler Obstkulturen.

Vor der Pflanzung bereiten Sie Löcher mit einem Durchmesser von etwa 70–80 cm und einer Tiefe von 60–70 cm vor. In diese geben Sie Humus oder Kompost.

Es ist sehr wichtig, den Wurzelhals richtig zu positionieren — er sollte sich etwas über dem Bodenniveau befinden. Nach dem Gießen setzt sich die Erde und die Pflanze nimmt die richtige Position ein.

Nach der Pflanzung gießen Sie die Setzlinge reichlich und mulchen den Boden mit Torf oder Humus.

Himbeeren pflanzen Sie normalerweise in Reihen mit einem Abstand von etwa 50 cm zwischen den Sträuchern. Dafür bereiten Sie am besten Pflanzgräben vor.

Johannisbeeren pflanzen Sie mit einer leichten Vertiefung — etwa 3–4 cm unter dem vorherigen Niveau. Der Abstand zwischen den Sträuchern beträgt etwa einen Meter.

Erdbeeren setzen Sie nach einem Schema von 60–70 cm zwischen den Reihen und 15–20 cm zwischen den Pflanzen.

Übrigens

Es ist Zeit für aktive und entschlossene Maßnahmen. Obwohl es noch kühl ist, gehen Sie in den Garten — die meisten vorbeugenden und wiederherstellenden Arbeiten, die zu dieser Zeit durchgeführt werden sollten, sind äußerst wichtig. Die richtige Bodenbearbeitung, der Schutz der Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen, sowie eine fachgerechte Pflanzung neuer Kulturen ermöglichen es, einen gesunden Garten zu schaffen.

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