Lohnt es sich, organische Dünger wie Humus auszubringen, wenn ich die Beete mit komplexem Mineraldünger dünge? Übertreibe ich es dann nicht, verderbe ich die zukünftige Ernte?
Es antwortet der Vorsitzende des Moskauer Gärtnerverbandes, Agronom Andrei Tumanow:
— Organische Dünger schaden im Gemüse- und Obstgarten nie, und es lohnt sich, sie auch dann anzuwenden, wenn Sie Mineraldünger verwenden. Es ist nicht nötig, nur einer Richtung anzuhängen, man kann sie klug und geschickt kombinieren.
Wählen Sie universelle komplexe Mineraldünger für die jeweilige Pflanzenart. Das ist der zuverlässigste Weg, um Ungleichgewichte bei der Düngung zu vermeiden. Auf der Verpackung ist angegeben, welche Strategie und Dosierung in jeder Entwicklungsphase der Pflanze anzuwenden sind.
Organische Substanz nährt den Boden, macht ihn nährstoffreich, während mineralische Düngungen auf die Pflanzen wirken. Aber Vorsichtsmaßnahmen sind zu beachten. Folgen Sie in allen Fällen dem Prinzip: Lieber zu wenig düngen als zu viel.
Kaufen Sie niemals Humus oder Kompost von zweifelhafter Qualität, verwenden Sie keinen frischen Mist – das ist der Tod für die Beete! Oft stoße ich darauf, dass unter dem Deckmantel organischer Dünger einfach irgendein Dreck verkauft wird, von dem der Gemüsegarten keinerlei Nutzen hat. Am besten bereitet man den Kompost selbst aus organischen Abfällen zu – aus Schalen und Häuten. Das ist recht einfach zu machen, außerdem sind Sie dann völlig sicher in der Qualität des organischen Düngers.