Kann man Dachpappe verwenden, um Apfelbäume vor Mäusen zu schützen?

Liebhaber, die im Winter an der leckeren Rinde von Apfelbäumen oder den Zweigen von Johannisbeeren naschen wollen — gibt es reichlich. Natürlich bemühen sich die Gärtner, alle Maßnahmen zu ergreifen, um ungebetene Gäste daran zu hindern, die Pflanzungen zu beschädigen. Den relativ günstigen Ruberoid verwenden viele gerne als Schutzschild, indem sie die Stämme damit umwickeln oder Barrieren errichten. Allerdings ist fraglich, ob er für die Objekte, die er schützen soll, auch nützlich ist.

Der Agronom Pjotr Sinkowski antwortet:

— Ruberoid scheint zwar ein zuverlässiger Schutz zu sein: Er ist ziemlich widerstandsfähig gegen die Schneidezähne von Nagetieren, und vor allem kann er sie durch seinen spezifischen Geruch abschrecken, der mit der chemischen Zusammensetzung seiner Imprägnierung zusammenhängt. Aber damit erschöpfen sich auch schon seine Vorteile. Und seine Nachteile sind weitaus größer. Der wichtigste — Ruberoid ist absolut luftundurchlässig, folglich kann er den Pflanzungen nicht den so notwendigen richtigen Luftaustausch ermöglichen, der für überwinternde Pflanzen äußerst wichtig ist, auch wenn sie sich in einem Ruhezustand befinden. Ein weiterer sehr wesentlicher Nachteil — die Farbe. Schwarzer Ruberoid kann an sonnigen Tagen die Luft in dem von ihm abgedeckten Raum merklich erwärmen. Und das, zusammen mit der oben erwähnten Luftundurchlässigkeit, schafft eine hohe Wahrscheinlichkeit von Fäulnis und — bei starken Temperaturschwankungen — von Frostrissen. Daher sollte man Ruberoid für den Schutz vor Nagetieren und überhaupt für eine winterliche Abdeckung über einen längeren Zeitraum besser nicht verwenden. 

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