Diese Blume ist oft in den Gärten und Datschen der Russen zu sehen, wo sie sich wohlfühlt. Darüber, wie Clematis plötzliche Temperaturschwankungen übersteht, sprach mit der Leiterin der Abteilung Biotechnologie des IATE NIJAU MIFI, Swetlana Afonina.
Wie überstehen Clematis Frost?
Die Expertin erklärte, dass die Anfälligkeit der Clematis von der Sorte abhängt. Beispielsweise sind kleinblütige und wild wachsende Arten wie die Clematis tangutica sehr widerstandsfähig. Ihre Triebe können Fröste bis zu −3 °C aushalten.
«Großblütige Hybriden sind viel empfindlicher: Ihre jungen Triebe und besonders die Knospen werden bereits bei −1 °C beschädigt, und bei −2 °C stirbt oft die gesamte obere Pflanzenschicht ab. Clematis haben jedoch ein Ass im Ärmel — ihr kräftiges Wurzelsystem, das ziemlich tief reicht, sodass sich die Pflanze selbst nach erheblichem Erfrieren der oberirdischen Teile erholen kann. Allerdings verzögert sich dann die Blüte oder bleibt in der aktuellen Saison ganz aus», — erklärte die Biologin.
Wie schützt man Clematis vor Frost?
Eine von Gärtnern vielfach erprobte Methode ist die Abdeckung mit speziellen Materialien, Agrofasern oder Vliesstoff. Diese Methode eignet sich besonders gut für Sträucher und mehrjährige Pflanzen, die im Boden überwintern. Wenn Sie die Pflanze mit einem speziellen Material abdecken, bildet sich zwischen ihm und dem Boden ein Luftpolster. Dieses hilft, die Wärme zu bewahren und verhindert, dass Frost die Wurzeln und Stängel schädigt. Das Material lässt Luft und Feuchtigkeit durch, bietet aber gleichzeitig zuverlässigen Kälteschutz.
Zuvor empfahl die Expertin, Lilien durch Besprühen oder die Schaffung eines lokalen Mikroklimas mit Hilfe von Flaschen mit warmem Wasser oder Kerzen unter einer Abdeckung vor Frost zu schützen.