Viele Gärtner zeigen großes Interesse an der Kultur der Schisandra. Diese Pflanze wächst wild im Fernen Osten, auf Sachalin, in Japan, China, Korea. In unserem Land ist eine Art verbreitet – die Chinesische Schisandra.
Ihren Namen verdankt diese Pflanze dem charakteristischen Zitronengeruch, den Blüten und Früchte sowie Blätter und Rinde beim Zerreiben verströmen.
Biologische Besonderheiten der Chinesischen Schisandra
Die Chinesische Schisandra ist eine kletternde mehrjährige Pflanze mit einer Länge von 5–8 m (in freier Wildbahn kann sie 12 m oder mehr erreichen), die vom Wurzelhals aus in mehreren Stängeln wächst.
Die Pflanze ist einhäusig, getrenntgeschlechtig, d. h. an einer Pflanze gibt es männliche und weibliche Blüten (häufig gibt es Pflanzen nur mit männlichen Blüten). Sie trägt im 4.–6. Jahr Früchte. Die Früchte sind leuchtend rot, saftig, in dichten Trauben gesammelt (im Aussehen an rote Johannisbeeren erinnernd); der Geschmack ist sauer, zusammenziehend. Der Ertrag beträgt 2–3 kg pro erwachsener Pflanze. Die Früchte der Schisandra enthalten die Vitamine C, P, E, fette und ätherische Öle, organische Säuren, Gerbstoffe, Mineralsalze und wertvolle anregende Substanzen; letztere sind auch in den Samen, Stängeln, Blättern und Rhizomen enthalten.
Präparate aus der Schisandra werden in der Medizin als Mittel zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems, zur Regulierung des Blutkreislaufs und zur Anregung des Atemzentrums eingesetzt. Schisandra-Präparate steigern die Leistungsfähigkeit, lindern geistige und körperliche Müdigkeit, Schwäche und Schläfrigkeit.
Die Beeren der Schisandra werden zur Herstellung von Getränken, Säften, Sirupen und Kompotten verwendet. Blätter, Triebe und Beeren werden getrocknet. Getrocknete Blätter werden zur Teezubereitung verwendet (bei Bluthochdruck kontraindiziert).
Die Schisandra ist dank ihres zarten, grünen, filigranen Laubs, der schönen Früchte und ihrer Fähigkeit, an Stützen zu ranken, eine hervorragende Zierpflanze.
Die Kultur der Schisandra ist lichtliebend und trägt bei Beschattung keine Früchte. Sie benötigt fruchtbare, gut durchlässige, leichte Böden mit neutraler oder schwach saurer Reaktion. Auf staunassen Standorten wächst sie nicht. Sie benötigt eine erhöhte Luftfeuchtigkeit.