Anbau der Aktinidie

Aktinidien vermehren sich gut durch grüne und verholzte Stecklinge, Absenker und Samen. Am geeignetsten für Gärtner ist die Vermehrung durch verholzte Stecklinge und Absenker.

Es ist zu beachten, dass Stecklinge und Sämlinge eine Beschattung benötigen. Außerdem sollte man wissen, dass junge Aktinidienpflanzen häufig von Katzen beschädigt werden: Sie werden vom ätherischen Duft angezogen, daher muss man für einen Schutz der Pflanzen vor ihnen sorgen.

Standortwahl für die Pflanzung

Aktinidien sollten am besten in der Nähe von Gebäuden auf der Südseite oder an warmen Standorten im Garten gepflanzt werden. Für ein gutes Wachstum benötigen Aktinidien fruchtbare, lehmige, ausreichend feuchte, aber nicht staunasse Böden; sie vertragen keinen hohen Grundwasserstand. An zu hellen, sonnenüberfluteten Standorten werden die Pflanzen in den ersten 2–3 Jahren beschattet.

Die Pflanzen werden in einem Abstand von 2 m zueinander bei Buschform und 1,0–1,5 m bei Spaliererziehung gepflanzt. Bei der Pflanzung ist die Zweihäusigkeit der Aktinidie zu beachten; auf fünf bis sieben weibliche Pflanzen reicht eine männliche.

Wann ist die beste Zeit zum Pflanzen von Aktinidien?

Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr. Die Pflanzung erfolgt in Gruben von 60×60 cm Größe, auf deren Boden eine 10 cm dicke Drainageschicht gelegt wird, dann wird eine mit 10 kg Humus vermischte Erdschicht aufgeschüttet, 200 g Superphosphat und 300 g Asche werden zugegeben, direkt unter die Wurzeln des Setzlings wird eine lockere Erdschicht oder Humus ohne Dünger gegeben. Die Pflanztiefe entspricht dem Wurzelhals.

Nach dem Pflanzen werden die Pflanzen gegossen (10 Liter Wasser pro Pflanze), und dann wird der Boden um die gepflanzten Pflanzen mit einer mindestens 5 cm dicken Schicht gemulcht.

Pflege der Aktinidie

Die weitere Pflege der Aktinidie besteht aus Unkrautjäten und Auflockern (10–12 cm tief), Düngen, Mulchen des Bodens (nach dem Frühlingslockern) und Gießen in Trockenperioden.

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Organische Dünger in einer Dosis von 3–5 kg pro 1 m2 werden alle 2 Jahre ausgebracht; mineralische Dünger jährlich: Superphosphat (40 g) und Kalisalz (15 g pro 1 m2) im Herbst, Ammoniumnitrat (15–20 g pro 1 m2) im Frühjahr. Eine späte Ausbringung von Stickstoffdüngern ist nicht zulässig, da sie ein verlängertes Wachstum verursachen können, was die Winterhärte verringert.

Die Aktinidie benötigt wie alle Kletterpflanzen eine Stütze, kann aber auch ohne diese wachsen. Dazu verwendet man verschiedene Arten von Spalieren, Pfählen, Rohren, Pfosten usw. Zwischen den Pfosten wird Draht in 3–4 Reihen gespannt. Die Höhe der Spaliere beträgt 2 m.

Schnitt und Formgebung des Busches

Um den Ertrag und die Winterhärte der Kiwi-Pflanze zu erhöhen, sollte sie beschnitten und geformt werden. Die Formungsmethoden hängen von der Anbaumethode ab: als Buschform oder an einem Spalier. Der Schnittzeitpunkt unter unseren Bedingungen ist die erste Junihälfte (ein früher Frühjahrsschnitt wird nicht empfohlen).

Beim Anbau von Kiwi in Buschform (ohne Stütze) wählt man drei bis vier der stärksten Triebe aus und kürzt sie auf 30–40 cm, die restlichen werden entfernt. Jährlich werden die langen Wachstumstriebe um die Hälfte ihrer Länge gekürzt und auch verdichtende, abgebrochene, trockene Äste entfernt. Nach 7–10 Jahren werden die alternden Äste herausgeschnitten und durch junge ersetzt.

Rückschnitt beim Anbau an einem Spalier

Beim Anbau an einem Spalier wird ein Trieb ausgewählt und senkrecht nach oben geführt, indem er an das Spalier gebunden wird, die restlichen werden entfernt. Dieser Trieb beginnt sich zu verzweigen, und aus den Seitenzweigen werden die zwei stärksten ausgewählt und horizontal in entgegengesetzte Richtungen vom Haupttrieb geführt, ihre Länge wird durch Abklemmen begrenzt.

Dann erscheinen an diesen horizontalen Ästen die Fruchtzweige. Die Haupttriebe werden nach 4–5 Jahren ersetzt.

Die Früchte der Kiwi reifen ungleichmäßig, daher müssen sie in mehreren Durchgängen geerntet werden. Reife Früchte fallen leicht ab.

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