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Technologie des Brunnenbohrens
Ein Brunnen auf einem Gartengrundstück oder Wochenendgrundstück ist eine stabile Quelle für Trinkwasser. Die traditionelle Methode des Brunnenbaus ist das manuelle Graben. Dies ist ein arbeitsintensiver Prozess, der körperliche Anstrengung und Zeit erfordert. Die Arbeit kann durch Mechanisierung beschleunigt werden. Das Brunnenbohren mittels Rotations- oder Schneckenverfahren unter Einsatz einer Spezialanlage hilft, einen Brunnen schnell, präzise und mit Qualitätsgarantie zu errichten.
Arbeitsablauf
Das Bohren erfolgt auf Grundlage eines Projekts, das die hydrogeologischen Besonderheiten des Grundstücks berücksichtigt. Die Arbeiten werden in der folgenden Reihenfolge durchgeführt:
- Es wird eine Fläche für schwere Geräte vorbereitet.
- Es wird ein Probebohren zur Suche der wasserführenden Schicht durchgeführt.
- Nach Bestimmung der Tiefe wird ein Bohrer oder eine Schnecke mit großem Durchmesser auf der Anlage montiert und die Ausrüstung eingestellt.
- Es wird das Schachtbohren mit periodischem Herausziehen des Bohrers zur Kontrolle der Bodenbeschaffenheit und Entfernung von Gestein durchgeführt.
- Nach Erreichen der geplanten Tiefe wird am Boden ein Kies- und Schotterbett als Filter gebildet.
- Es werden Betonringe eingebaut.
Nachdem der Brunnen mit Wasser gefüllt ist, wird solange gepumpt, bis klares Wasser erscheint. Das Abpumpen erfolgt mit Drainagepumpen, die für Flüssigkeiten mit hohem Schwebstoffgehalt ausgelegt sind. An der Oberfläche um den Schacht wird ein Lehmsiegel gebildet.
Rotationsverfahren
Bei der Arbeit wird ein Rotor verwendet, der in Drehung versetzt wird. Zur Entfernung des Bodens wird Spülflüssigkeit eingesetzt. Wasser wird unter Druck in die Bohrzone geleitet, zerstört das Gestein und kühlt den Arbeitsbereich. Die Methode eignet sich für verschiedene Bodentypen und gewährleistet eine hohe Projektdurchführungsgeschwindigkeit. Zu den Nachteilen der Technologie gehört der Bedarf an Wasserverfügbarkeit.
Schneckenverfahren
Zum Lockern und Fördern des Bodens wird eine Wendelschnecke verwendet. Die Technologie wird auf weichen Böden wie Sand- und Lehmböden eingesetzt. Das Verfahren zeichnet sich durch eine hohe Bohrgeschwindigkeit aus; es ist keine Wasserzufuhr erforderlich. Die rotierende Schnecke verdichtet die Schachtwände gut und verhindert einen Einsturz des Gesteins. Zu den Nachteilen zählt die begrenzte Tiefe (20-30 Meter, abhängig von der Bodendichte).
Vorteile des maschinellen Bohrens
Unabhängig von der gewählten Methode zeichnet sich das maschinelle Bohren durch hohe Geschwindigkeit aus. Während der Arbeiten entsteht ein Schacht mit präzisen geometrischen Abmessungen. Dies vereinfacht den Einbau der Ringe. Das Projekt zur Schaffung einer unabhängigen Wasserquelle mit schwerem Gerät kann zu jeder Jahreszeit realisiert werden. Die Ausrüstung bewältigt das Bohren in jeder Bodenart schnell und effizient. Bei Verwendung der Maschinen besteht kein Risiko des Schachteinsturzes oder von Verletzungen beim Heben des Erdreichs, wie sie beim manuellen Graben typisch sind.
Nachteile des Brunnenbohrens
Für die Arbeiten wird schweres Gerät benötigt. Die Bohranlage benötigt Platz für Manöver. Bei dichter Bebauung kann der Einsatz von Maschinen unmöglich sein. Der Durchmesser der Brunnen ist oft kleiner als bei manuellem Graben. Dies kann den Bedienkomfort negativ beeinflussen.

Abschluss der Arbeiten
Nach dem Abpumpen des Brunnens und dem Anlegen einer Lehmabdichtung wird auf Wunsch des Kunden ein schützendes und dekoratives Brunnenhäuschen installiert und eine Abdeckung angebracht. Die Schüttung der unabhängigen Wasserquelle wird gemessen und die technische Dokumentation ausgefüllt. Nach Abschluss dieser Arbeiten ist der Brunnen betriebsbereit.