Welche ist die beliebteste Pfirsichsorte?

„Der Pfirsich — ein seltener Gast in den Gärten der mittleren Zone. Er wird selten angebaut, weil die Blüten bei einer Temperatur von −1 Grad absterben können. Und solche Frühlingsfröste sind bei uns nicht selten“, erklärt die Kandidatin der Agrarwissenschaften und Fernsehmoderatorin Oktjabrina Ganitschkina.

Laut der Expertin fühlen sich Pfirsiche nur in den südlichen Regionen wirklich wohl — dort, wo es einen langen heißen Sommer und einen milden Winter gibt. Aber auch in den nördlicheren Regionen Russlands ist eine Ernte dennoch möglich, wenn man die Anbautechnik beachtet und die richtige Sorte wählt.

Welche Sorte ist der Favorit unter den Pfirsichen?

Wenn man eine einzige Sorte auswählt, die wirklich die Aufmerksamkeit der Gärtner der mittleren Zone verdient, dann ist es zweifellos „Donskoi“. Sie vereint mehrere wichtige Eigenschaften in sich: frühe Reife, Widerstandsfähigkeit gegen ungünstiges Wetter und ausgezeichneten Geschmack.

„Sehr gute frühe Sorte. Die Früchte haben leuchtende Seiten, gelbes Fruchtfleisch, ausgezeichneter Geschmack. Hoher Gehalt an Carotin und Mineralsalzen“, bemerkt Ganitschkina.

Die Früchte des Pfirsichs „Donskoi“ sehen aus wie auf einem Bild: gleichmäßig, groß, mit einer leichten Röte auf der Schale. Das Fruchtfleisch ist sattgelb, aromatisch, süß, aber nicht aufdringlich. Sein Geschmack wird nicht nur wegen der angenehmen Süße geschätzt, sondern auch wegen der leicht erfrischenden Säure. Und dank des hohen Gehalts an Carotin und Mineralien gilt diese Sorte auch als gesund.

Der „Donskoi“ reift im Juli oder Anfang August — genau in der Saison, in der es besonders angenehm ist, eine Frucht vom Baum zu pflücken, anstatt sie im Laden zu kaufen.

Welche weiteren Sorten eignen sich für die mittlere Zone?

Außer „Donskoi“ gibt es auch andere Sorten, die sich ebenfalls gut für den Anbau im gemäßigten Klima bewährt haben. Die Hauptbedingung ist, frühreife Pfirsiche zu wählen, die vor dem Einsetzen der Kälte ausreifen.

Die Sorte „Kiewer frühe“ wird besonders wegen ihrer dekorativen Erscheinung und frühen Reife geschätzt. Die gelben Früchte mit zarter Röte sehen sehr hübsch aus. Sie sind süß, saftig, mit einer leicht samtigen Schale. Die Früchte reifen mitten im Sommer — genau zu der Zeit, in der man frische Früchte aus dem Garten möchte.

„Die Sorte mit der rosigen Backe — gut, lecker, wird rechtzeitig reif. Ihr Hauptvorteil ist, dass sie früh reift“, präzisiert die Expertin.

«Puschisty Rannij» — der Name spricht für sich: Diese Sorte bringt saubere, samtige Früchte mit angenehmem Aroma und ausgeprägtem Geschmack hervor. Sie reift etwas früher als August — je nach Wetter bereits Mitte Juli, erzählt Ganitschkina.

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«Mayski Zwetok» — eine weitere frühe Sorte, die sich auch bei instabilem Klima wohlfühlt. Die Früchte sind nicht so groß wie bei «Donskoi», dafür zeichnet sich diese Sorte durch erhöhte Widerstandsfähigkeit aus und kann auch in einem kühlen Sommer mit einer stabilen Ernte erfreuen.

«Der Pfirsich braucht sehr viele sonnige Tage. Wenn der Sommer kalt ist — gibt es keinen Geschmack. Die Früchte sind dann einfach ungenießbar. Wenn aber genug Sonne scheint, werden die Pfirsiche richtig lecker und zart», — betont die Expertin.

Wie baut man Pfirsiche in der Mittelzone an?

Selbst die beste Sorte bringt kein Ergebnis, wenn die Pflanztechnik nicht eingehalten wird. Der Pfirsich erfordert eine besondere Herangehensweise — angefangen vom Standort im Garten bis zur Auswahl des Setzlings.

«Pfirsiche sollten erst im Mai ausgepflanzt werden. Unbedingt ein Bäumchen mit geschlossenem Wurzelsystem nehmen, also im Container, nicht mit freien Wurzeln. Und besser, es sollten keine einjährigen, sondern zweijährige Setzlinge sein», — rät Ganitschkina.

Solche Pflanzen wachsen schneller an und können bereits im dritten oder vierten Jahr nach der Pflanzung Früchte tragen. Wichtig ist auch, einen windgeschützten, möglichst sonnigen Standort zu wählen, zum Beispiel an einer Hauswand, einem Schuppen oder einem Zaun. Der Pfirsich braucht viel Licht, sonst können die Früchte nicht genug Geschmack und Aroma entwickeln.

«Er ist wärmeliebend und lichtliebend. Nur an den sonnigsten Standorten wird er normale Früchte hervorbringen», — betont die Expertin.

Eine Sorte ist gut, aber zwei — besser

Obwohl die meisten Pfirsichsorten selbstbestäubend sind, rät die Expertin, gleich mehrere Bäume zu pflanzen, möglichst verschiedener Sorten. Das erhöht die Chancen auf eine Ernte und sorgt für geschmackliche Abwechslung.

«Er ist selbstbestäubend, er braucht keine zweite Sorte zur Bestäubung. Aber wenn Gärtner ernsthaft darüber nachdenken, Pfirsiche anzubauen, ist es besser, zwei oder drei Bäume verschiedener Sorten zu pflanzen», — rät sie.

Somit ist unter allen Sorten, die für die Mittelzone geeignet sind, der unangefochtene Spitzenreiter — «Donskoi». Er ist lecker, früh, widerstandsfähig und ziemlich pflegeleicht. Eine ausgezeichnete Ergänzung zu ihm sind Sorten wie «Kiewski Rannij», «Puschisty Rannij» und «Mayski Zwetok». Die Hauptsache ist, richtig zu pflanzen und einen sonnigen Standort zu wählen. Und dann kann man selbst in einem nicht ganz so südlichen Garten seinen eigenen aromatischen Pfirsich vom Baum pflücken.

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