Eines der Hauptprobleme des überwinternden Gartens — der Befall von Nagetieren. Dabei nicht nur kleine Mäuse, die es irgendwie geschafft haben, sich auf dem Gelände des Gartengrundstücks festzusetzen, sondern auch ausgewachsene und große Hasen aus den benachbarten Wäldern. Letztere richten im Garten besonderen Schaden an, indem sie mit Vergnügen die süße Rinde und die Zweige der Beerensträucher fressen. Es gibt theoretisch viele Schutzmethoden, aber welche sind am praktischsten und effektivsten?
Antwortet Agronom Pjotr Sinkowski:
— Viele Gärtner verwenden heute beim Schutz der Stämme von Apfelbäumen, Birnen usw. entweder Metallkonstruktionen oder Umhüllungen aus hochmodernen synthetischen Materialien. Das ist natürlich, je nachdem, was der Geldbeutel erlaubt, aber die alten Methoden dabei zu vergessen, ist nicht immer ratsam. Dabei können gerade alte Nylonstrumpfhosen den Zähnen von Hasen, Ratten und sogar Rehen und Hirschen standhalten, nicht schlechter als Zäune aus Stahlgeflecht oder anderen Materialien.
Die Nylonhülle lässt sich nicht durchbeißen — aufgrund der strukturellen Besonderheiten des Gewebes — und somit kann man nicht an die begehrte Rinde gelangen. Darüber hinaus können Nylonstrumpfhosen bei Nagetieren einen Würgereflex auslösen, der die Lust nimmt, sich dem Futterobjekt erneut zu nähern. Gleichzeitig schaden sie der Gesundheit der Tiere nicht. Daher ist es mehr als vernünftig, sie für den Winterschutz des Gartens zu verwenden, und, was nicht unwichtig ist, praktisch kostenlos — man würde sie sowieso wegwerfen, also sollen sie wenigstens dienen!
Strumpfhosen zeigen sich sowohl an Baumstämmen als auch beim Umwickeln der Basen von Beerensträuchern effektiv. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass sie bei Tauwetter nicht zur Reifung beitragen, da die Nylonstruktur einen normalen Luft- und Feuchtigkeitsaustausch für die Pflanzen ermöglicht:, was man zum Beispiel von synthetischen Folien nicht behaupten kann.