Herbst oder Frühling? Die beste Zeit zum Umpflanzen von Bäumen wurde genannt – beeilen Sie sich.

Viele Gärtner verpflanzen Bäume traditionell im Frühling oder Herbst, wenn die Natur «erwacht» oder sich im Gegenteil auf die Ruhe vorbereitet. Allerdings gibt es dann viele andere saisonale Arbeiten. Oft haben sie erst im Winter Freizeit, und dann stellt sich die Frage: Kann man Bäume auch im Winter verpflanzen?

Wie die Praxis zeigt, kann der Winter entgegen den Erwartungen eine hervorragende Zeit für die Verpflanzung sein. Zu dieser Zeit verlangsamt sich der Stoffwechsel der Bäume, sie gehen in einen «Winter-Anabiose»-Zustand über. In diesem Zustand vertragen Bäume die Verpflanzung leichter, da das beim Umzug beschädigte Wurzelsystem keine intensive Nährstoffversorgung benötigt.

Mit Beginn des Frühlings können sich die Wurzeln allmählich erholen, indem sie Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen, was die Belastung der Pflanze verringert. Außerdem verringert das Fehlen von Blättern das Risiko des Feuchtigkeitsverlusts, was ebenfalls ein wichtiger Vorteil der Winterverpflanzung ist.

Technik der Winterverpflanzung von Bäumen

Trotzdem erfordert die Winterverpflanzung die Berücksichtigung einiger Nuancen. Zum Beispiel spielt die Temperatur eine entscheidende Rolle. Als optimaler Bereich gilt −3 bis −10 Grad. Das ist in der Regel der Dezember, wenn der Winter noch nicht in seine volle Phase eingetreten ist.

Starke Fröste (unter −15 Grad) machen die Äste der Bäume spröde, und sie können während der Verpflanzung leicht brechen. Auch eine Verpflanzung während Tauwetterperioden ist unerwünscht, da der Saftfluss beginnen könnte. Dies kann dazu führen, dass der Baum zu erwachen beginnt, und die Verpflanzung in diesem Moment kann ihm Schaden zufügen.

Wichtig ist natürlich auch das Alter der Pflanze: Die Verpflanzung verträgt ein Baum besser, der bis zu 10 Jahre alt ist. Er sollte gesund sein, mit starken Wurzeln und ohne sichtbare Schäden. Der Verpflanzungsprozess beginnt mit der Vorbereitung im Herbst oder Winter während Tauwetterperioden. Gefrorener Boden ist schwieriger zu graben, daher ist es wichtig, die richtige Zeit zu wählen.

Die Verpflanzungstechnik hat auch ihre Besonderheiten. Zunächst wird um den Baum herum ein Graben ausgehoben — etwa 120-130 cm vom Stamm entfernt, mindestens 60 cm tief und 30 cm breit. Dies ist notwendig, um den Wurzelballen vorsichtig zu trennen. Es ist wichtig, die Ausrichtung des Baumes bezüglich der Himmelsrichtungen beizubehalten, so wie sie am vorherigen Standort war. Dies liegt daran, dass sich das Wurzelsystem an die Lichtverhältnisse anpasst und eine falsche Ausrichtung bei der Pflanze Stress verursachen kann.

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Beim Ausgraben müssen die tief im Boden liegenden Hauptwurzeln durchtrennt werden, und dann muss der verbleibende Erdballen vorsichtig mit einem Hebel (z. B. einer Brechstange) oder speziellen Werkzeugen angehoben werden. Der ausgehobene Baum wird mit einer Seilwinde an seinen neuen Standort transportiert. Das Pflanzloch sollte etwas breiter und tiefer sein als der Wurzelballen, aber nicht zu groß, um ein Absacken des Bodens während des Tauwetters zu vermeiden, was die Bewurzelung erschweren könnte.

Es ist sinnvoll, auf den Boden des Pflanzlochs eine Mischung aus Humus und verrottetem Mist im Verhältnis 3:1 zu geben, da dies im Frühjahr zusätzliche Nährstoffe für die Wurzeln liefert. Allerdings muss das Loch vor dem Pflanzen nicht bewässert werden, da im Winter ausreichend Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist.

Nachdem der Baum in das Loch gesetzt wurde, muss er mit zuvor vorbereiteter, nicht gefrorener Erde aufgefüllt werden. Diese wird gründlich festgestampft und mit Stroh oder Sägemehl gemulcht. Um den Stamm herum wird empfohlen, einen Rand von 15-20 cm Höhe zu schaffen, um die Feuchtigkeit zu halten. Der Baum muss auch mit Spanndrähten fixiert werden, die an Pfählen befestigt sind, damit er auch bei starken Windböen senkrecht bleibt.

Nach dem Umpflanzen benötigt die Pflanze bis zum Frühjahr eine besondere Pflege. Die Spannung der Spanndrähte muss überwacht und bei Bedarf korrigiert werden. Das Gießen beginnt Ende März oder Mitte April und wird bis zum Ende der Saison regelmäßig einmal pro Woche durchgeführt. Bei Frost wird das Gießwasser erwärmt, um eine Unterkühlung der Wurzeln zu verhindern.

Die richtige Vorgehensweise beim Umpflanzen von Bäumen im Winter hilft, die Gesundheit der Pflanze zu erhalten und das Verlustrisiko zu minimieren. Wenn alles richtig gemacht wird, wird der Baum Sie bereits nach einem Jahr mit neuem Zuwuchs und möglicherweise sogar mit der ersten Ernte erfreuen. Die Winterverpflanzung — ist nicht nur eine Möglichkeit, einen Baum zu versetzen, sondern auch eine Möglichkeit, die Landschaft zu korrigieren, während die Harmonie und Gesundheit Ihres Gartens erhalten bleiben.

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