Wie der Bärenklau. Was ist das gefährliche Unkraut Böhmische Reynoutria und wie erkennt man es?

In Russland ist ein neuer aggressiver «grüner Eindringling» angekommen — die böhmische Reynutria. Dies erklärte die leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin des Hauptbotanischen Gartens Zizin der Russischen Akademie der Wissenschaften, Julia Winogradowa. Bedroht — sind die Datschen.

Der Eindringling der Gärten kam aus Europa

Diese äußerlich attraktive, aber extrem widerstandsfähige Pflanze bezeichnen Wissenschaftler als eine der gefährlichsten invasiven Arten. Jetzt ist sie aus Europa nach Russland gekommen und kann Gartenparzellen schlimmer überwuchern als der Bärenklau. wandte sich an Professor Dr. der Biowissenschaften und Direktor des Botanischen Gartens der Moskauer Staatlichen Universität Wladimir Tschub um Erklärungen.

Verdrängt jede Flora

«Es gibt einen Begriff wie invasive Pflanzen — das sind Arten, die sich aktiv in einem Gebiet ausbreiten, neue Flächen erobern und die einheimische Flora verdrängen, weshalb die Bekämpfung äußerst schwierig ist. Ein klassisches Beispiel ist der Bärenklau Sosnowskis», — erzählt Wladimir Wiktorowitsch. Die Reynutria — ist genau eine solche.

Wie sieht die böhmische Reynutria aus. Foto

Auf den ersten Blick mag die Reynutria wie eine harmlose Gartendekoration erscheinen: Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu drei Metern, hat dicke bambusartige Stängel mit charakteristischen Knoten, große herzförmige Blätter und flauschige Blütenstände aus kleinen weißen oder rosafarbenen Blüten.

Laut dem Professor entstand die böhmische Reynutria in Tschechien durch eine zufällige Kreuzung. Ursprünglich wuchsen ihre Vorläuferarten ausschließlich in Japan und auf Sachalin, doch eines Tages befanden sie sich nebeneinander in Böhmen, wo sie einen Hybriden bildeten, der sich als überlebensfähiger und widerstandsfähiger erwies als seine Vorgänger.

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Wie schadet die Reynutria den umliegenden Pflanzen

Worin besteht die Gefahr dieser Pflanze? Unter ihrer Decke überleben keine anderen Arten — sie erobert das Gebiet im Alleingang und verdrängt die gesamte übrige Vegetation. Durch Vermehrung über Rhizome kann sie bis zu einer Tiefe von vier Metern in den Boden eindringen.

«Glücklicherweise erweist sich nicht jedes Jahr in der gemäßigten Zone als günstig für diese Pflanze – sie bildet kaum Samen. Die Hauptausbreitungsart des Staudenknöterichs erfolgt über Erde: Beim Transport reicht es, wenn ein kleines Fragment des Rhizoms im Boden landet, und die Pflanze beginnt, neue Gebiete zu erobern. Manchmal pflanzen Menschen sie selbst, ohne sich der Gefahr bewusst zu sein – denn der Staudenknöterich hat tatsächlich schöne Blätter. Und dann breitet sie sich rasant aus und erobert das gesamte Grundstück», erklärt Wladimir Wladimirowitsch.

Injektion von Herbiziden

Um diese Pflanze auf dem Grundstück loszuwerden, hält der Doktor der Biowissenschaften den Einsatz von Herbiziden für zulässig. Im Botanischen Garten der Lomonossow-Universität Moskau verwendet man beispielsweise eine Spritze mit einer Herbizidlösung, die direkt in jeden Stängel der Pflanze injiziert wird. Danach stirbt sie ab und wird samt Rhizom ausgegraben. Doch die Arbeit ist damit noch nicht beendet – das Grundstück muss regelmäßig überwacht und neu aufkommende Triebe müssen rechtzeitig entfernt werden.

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