Ende März können bereits Astern gepflanzt werden. Gärtner lieben diese Blumen wegen ihrer üppigen Blüte und ihrer Pflegeleichtigkeit. Aber ihr Anbau hat seine Tücken, über die die Gartenbloggerin «untypischer Landwirt» Anna Akinina berichtete.
Olga Saprykina: Der Legende nach wuchs die Aster aus einem Staubkorn, das von einem Stern fiel. Es heißt, wenn man nachts neben dem Blumenbeet steht, kann man ein kaum wahrnehmbares Flüstern hören — so unterhalten sich die Astern mit ihren Schwestersternen. Und Sie, Anna, warum lieben Sie diese Blumen?
Anna Akinina: Um ehrlich zu sein, habe ich Astern früher mit «Großmutters Datschen» assoziiert. Heute kann man unglaublich hohe Pflanzen mit großen Blütenständen züchten, die sehr modern und dekorativ aussehen. Ich züchte sie seit etwa drei Jahren.
Inhaltsverzeichnis:
Alles unter Kontrolle
— Wie pflanzen Sie normalerweise Astern — direkt in die Erde oder über Setzlinge?
— Über Setzlinge. So behalten wir alle Samen und verlieren sie nicht im Boden. Wenn man direkt in die Erde sät, können einige Samen austrocknen oder einfach im Boden verloren gehen, aber über Setzlinge ist alles unter Kontrolle.
Normalerweise säe ich Astern im April. Das kann man zu Hause — auf der Fensterbank oder einem Regal machen. Oder man kann Ende April bis Anfang Mai bereits im Gewächshaus in Zellen säen und die Pflanzen dann an ihren endgültigen Standort umsetzen.
Je früher Sie die Setzlinge säen, desto früher blühen die Astern. Aber ich rate, keine Eile zu haben. Im Frühling gibt es ohnehin viele Setzlinge, und es ist nicht immer günstig, den gesamten Platz mit Astern zu belegen.
Grüner Hintergrund
— Was sind die wichtigsten Pflegeprinzipien für Astern?
— Die Aster ist eine recht pflegeleichte Blume. Ich pflanze Astern gerne in großen Gruppen — so wirken sie viel effektvoller. Ich versuche, sie nicht durcheinander, sondern farblich gruppiert zu setzen. In Beeten dienen Astern hervorragend als Hintergrund, da sie recht hoch sind.
Davor können andere einjährige Blumen gepflanzt werden — wie Löwenmäulchen, Petunien, Zinnien. In den ersten zwei Monaten fungiert die Aster als grüner Hintergrund, schafft Volumen im Beet und beginnt dann zu blühen und erfreut bis zum Frost.
— Wie sollte die Erde sein?
— Für Astern eignet sich normale fruchtbare, lockere Erde. Es ist sehr wichtig, dass sie gut Luft und Wasser durchlässt. Astern mögen keine Staunässe, daher sollte die Erde leicht und strukturiert sein.
—Welche Düngungen sind nötig und welche unzulässig?
— Alle Blumenkulturen benötigen Düngung. Wenn ich Setzlinge ziehe, beginne ich fast sofort, sie mit einer schwachen Nährlösung zu gießen, und mache das bis zur Auspflanzung ins Freiland.
Und bereits in der Knospungs- und Blütezeit füge ich unbedingt Dünger mit erhöhtem Kaliumgehalt hinzu — genau Kalium ist für eine leuchtende und langanhaltende Blüte verantwortlich.
Die Hauptregel — die Pflanzen nicht überdüngen und das Gleichgewicht wahren.
— Vor welchen Krankheiten sollte man sich in Acht nehmen und wie bekämpft man sie?
— Das häufigste Problem bei Astern ist die Schwarzbeinigkeit. Es ist eine Pilzkrankheit, die am häufigsten bei Staunässe im Boden auftritt.
Um dies zu vermeiden, behandle ich den Boden immer mit einem biologischen Fungizid und versuche, die Setzlinge nicht zu überwässern. Es ist sehr wichtig, die Erde zwischen den Wassergaben austrocknen zu lassen.
Lieblingssorten
— Welche Tricks gibt es, die nicht jeder kennt?
— Das Hauptgeheimnis ist die richtige Sortenauswahl und Massenpflanzungen. Wenn Astern nicht einzeln, sondern in großen Gruppen gepflanzt werden, sehen sie viel eindrucksvoller aus.
Ein weiterer Punkt — Farben nicht chaotisch mischen. Es ist viel schöner, wenn eine Farbe in einer Gruppe wächst.
— Wie pflegt man sie nach der Blüte?
— Astern blühen bis zum ersten Frost, daher benötigen sie nach der Blüte keine besondere Pflege. Die Pflanzen werden in der Regel erst am Ende der Saison entfernt, wenn die Blüte vorbei ist.
— Welche Sorten sind Ihrer Meinung nach die schönsten?
— Meine Favoriten sind Welia, Kosma und Lydia. Sie sind hoch, haben große Blütenstiele und wirken in Blumenbeeten sehr beeindruckend.
— Haben Sie auf Ihrem Grundstück mehr Blumen, Beeren oder Gemüse?
— Früher hatte ich auf meinem Grundstück mehr Gemüse. Jetzt lege ich immer mehr Wert auf Ästhetik und pflanze viele Blumen, um vollwertige Blütenräume zu schaffen.
«Unkonventioneller Bauer»
— Alle kennen Sie als «unkonventionellen Bauern». Warum unkonventionell?
— Als ich mich mit Pflanzen beschäftigte, war ich etwa 20 Jahre alt. Meine Altersgenossen machten ganz andere Dinge, während ich einen Bauernhof aufbaute, Setzlinge zog und mich um den Garten kümmerte.
— Was bleibt heute noch unkonventionell an Ihnen?
— Ich versuche, mein Publikum ständig zu überraschen. Früher waren das groß angelegte Experimente — zum Beispiel der Anbau von Riesenkürbissen oder mehr als 100 Tomatensorten.
Jetzt lege ich mehr Wert auf die Gartenästhetik. Ich zeige, dass man selbst auf einem kleinen Grundstück in einer Saison einen blühenden Garten schaffen kann.