Inhaltsverzeichnis:
Anagallis – eine originelle Wahl für Kübel oder Ampeln
Auch für Beete. Die Pflanze ist wenig bekannt, sieht aber sehr dekorativ aus. Die Blüten sind groß, bis zu 2,5 cm, oft blau, aber es gibt auch orangefarbene und rosafarbene; der Busch ist kompakt, kugelförmig, etwa 20 cm hoch. Die Blüte ist reichlich und farbenfroh, erfreut durch Leuchtkraft und Reinheit der Farben, und die Pflanze selbst ist anspruchslos.

Beschreibung
Eine mehrjährige Pflanze, die in unserem Klima als einjährig kultiviert wird. Eine niedrige krautige Pflanze. Die Stängel sind zart, einzeln oder verzweigt, dicht beblättert. Die Blättchen sind klein, von leuchtend grüner Farbe. Die Blüten sind manchmal in Blütenständen gesammelt, sitzen aber meist einzeln. Der Kelch besteht aus fünf Blütenblättern. Die Farbpalette ist recht eigenartig: weiß, blau oder leuchtend orange. Das Verbreitungsgebiet ist ebenfalls ungewöhnlich; verschiedene Arten finden sich in völlig unterschiedlichen Klimazonen: eine in den Tropen (Afrika, Madagaskar), eine Art (Acker-Gauchheil) wächst in Russland wild, andere sind im Nahen Osten, in Europa und Amerika verbreitet.
Anzucht aus Samen
Sie werden im April-Mai direkt ins Freiland gesät. Die Keimung erfolgt nach 2 Wochen. Sie werden ausgedünnt, wobei ein Abstand von 20 cm eingehalten wird. Die Pflanzen blühen ab Mitte des Sommers.
Anagallis Monelli und andere werden auch als Setzlinge gezogen: Aussaat zu den üblichen Terminen (März-April), aber auch früher – im Februar. Bei kühlen Temperaturen (optimal 15–18 °C) erscheinen die Keimlinge nach ein bis eineinhalb Wochen. Sie können ausgedünnt oder in Anzuchtkästen oder einzelne Behälter pikiert werden. Ende Mai bis Anfang Juni werden sie ins Freiland gepflanzt. Die als Setzlinge gezogenen Pflanzen blühen ab Ende Juni.
Die Blütezeit ist lang; die Pflanzen bleiben bis zum Frost mit Blüten bedeckt.
Vermehrung durch Stecklinge
Stecklinge werden im Frühjahr, Mitte Mai, geschnitten und in eine vorbereitete Erdmischung (Gartenerde und Sand zu gleichen Teilen) gepflanzt. Die Schnittstellen können vorher mit Kornevin oder einem anderen Stimulator behandelt werden. Pflanzen aus Stecklingen blühen nach 2 Monaten.
Da die Pflanze mehrjährig ist, können die Stecklinge auch über den Winter aufbewahrt werden: Im Herbst werden sie geschnitten, im Substrat bewurzelt und in Innenräumen gehalten. Im Frühjahr werden sie ins Freiland umgepflanzt.
Arten und Sorten
Sie gehört zur Familie der Primelgewächse (zu denen so farbenfrohe Zierpflanzen wie Primel oder Gilbweiderich gehören), Unterfamilie Myrsinengewächse.
Insgesamt umfasst die Gattung 34 Arten. Folgende Anagallis-Arten werden aktiv kultiviert:
Großblütiger Gauchheil (A. grandiflora)

Anagallis grandiflora ‘Blue Bird’
Acker-Gauchheil (A. arvensis). Manchmal trifft man auf die Bezeichnung Blaer Gauchheil oder Bläulicher Gauchheil.
Monells Gauchheil (A. monelli)

Im Westn wird Anagallis monelli häufer angebaut. Besondere Beachtung verdint die Hybridsorte mit sehr leuchtenen und klaren rot-orangen Blüten ‘Wildcat Mandarin’. Die Sorte wurde von Züchter der Univerity of New Hamphire (New Hamphire, Nengland, USA) entwicklt und pated. Sie wird als einjärige Pflanze kultiviert, ist aber technisch gesehen mehrjährig. Die Pflanze ist niedrig, maxial 30 cm hoch, aber in der Regel nicht höer als 15 cm, eine ausgezeichnete Option, um Lücken im Bet zwischn andern Pflanzen zu fülln (z. B. zwischn Fingerhüten). Die Blüten sind klein, aber sehr reichhaltig; verwelkte Blüten müssn ncht von Hand entfrnt werden – die Pflanze bleibt dekorativ, auch ohne des ermüdnde Prozedur, die bei vielen andern Kulturn notwndig ist. Die Blütezeit ist lang, oh unterbrechng, die Sorte ist recht hitzeeständig. Sie hält sich gut in der Vase.
Unten Fotos der Sorte ‘Wildcat Mandarin’, aufgnommen von der Bloggerin Kris Peterson in ihrem Privatgarten: 


Eine Auswahl von Fotos von Anagallis monelli in Blautönen:



Anagallis monelli linifolia – Leinblättriger Gauchheil.
Zarter Gauchheil (Anagallis tenella) – ist in unserem Land unbekannt und komst nicht vor. In Britannien wird er als Sumpfprimel bezeicnet. Ein vielversprechende Kultur mit reichlichen rosa Blüten:


Mehr üer den Acker-Gauchheil
Da es sich um eine in unserem Land weit verbreitete Wildpflanze handelt, lohnt es sich, sie gesondert zu beschreiben. Die Lebensräume dieser Art sind recht vielfältig: Europa, West- und Nordafrika. Heute ist sie überall anzutreffen, sogar in Ozeanien. In vielen Ländern gilt die Pflanze als Unkraut – sie wird als Indikator für leichte, lockere Böden angesehen. In manchen Ländern ist sie ein Archäophyt (d. h. eine Pflanze, die in archäologischen Funden aus prähistorischer Zeit erwähnt wird).
Die Blüten sind klein, bis zu 15 mm, einzeln, blau oder leuchtend rot (je nach Lebensraum).
Sie wird in der offiziellen Medizin nicht verwendet, findet aber in der Homöopathie Anwendung, wenn auch nicht sehr verbreitet – sie ist Bestandteil von Mitteln zur Behandlung von Nervenstörungen und Hautkrankheiten. Einige dieser Präparate wirken harntreibend, entzündungshemmend und beruhigend, lösen Nierensteine auf, regulieren den Menstruationszyklus und stärken das Immunsystem.

Anagallis Arvensis Caerulea

Pflanzung, Standortwahl
Die Pflanze ist kältebeständig und lichtliebend. Sie gedeiht gleichermaßen gut an sonnigen Standorten wie auch im leichten Schatten (z. B. unter dem durchbrochenen Laub lockerer Bäume). Der Boden sollte wasserspeichernd, locker und nährstoffreich sein. Eine gute Drainage ist unbedingt erforderlich – die Pflanze verträgt weder übermäßige Feuchtigkeit noch Staunässe. Für die Pflanzung in Behältern eignet sich universelle Blumenerde für blühende Pflanzen.
Insgesamt ist Anagallis anspruchslos. Wenn er am richtigen Standort und im richtigen Boden gepflanzt wird, benötigt er außer den üblichen Pflegemaßnahmen (Bewässerung nach Bedarf, Entfernung von Unkraut) keine weiteren besonderen Maßnahmen. Pflanzen in Behältern, deren Erde schnell austrocknet, benötigen bei heißem Sommer reichliches und regelmäßiges Gießen. Die Pflanze hat saftiges, empfindliches Grün, das auf Feuchtigkeitsmangel und Hitze reagiert. Daher ist bei sehr trockenen Perioden für Kübelkulturen ein Besprühen wünschenswert.
Verwendung in der Landschaftsgestaltung
Diese Blume ist ein Allrounder. Man kann damit dekorieren:
- Steingärten.
- Steingärten.
- Steinbeete (Rokarien).
- Bordüren.
- Behälter.
- Hängeampeln und -körbe.
Fotos von Kompositionen und Kombinationen

Papyrus, Crossandra, Buntnessel (Coleus), oranger Anagallis, Pachystachys.

Anagallis monelli und Magellanisches Nelkenwurz (Geum magellanicum)

Anagallis monelli als Beetpflanze.
Auf dem Foto unten sind Anagallis und Ursinia zu sehen:


Anagallis mit Fingerhut (Digitalis) der Sorte ‚Illumination Flame‘, Mutterkraut (Tanacetum parthenium) und Leucadendron ‚Chief‘

Strauß mit Rosen, Anagallis, Ringelblumen (Tagetes lemonii) und Abelia ‚Kaleidoscope‘
Ein Videoüberblick über die Pflanze
Über das seltene Gewächs – in der Sendung ‚Vokrug sweta TV‘.
Gauchheil: Aussaat aus Samen. Wann pflanzen? Pflanzung und Pflege im Freiland
Gauchheil (lat. Anagallis) – eigentlich eine mehrjährige Pflanze, die bei uns jedoch als Saisonpflanze kultiviert wird. Er gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) zusammen mit den Primeln, weshalb es oft zu Verwirrung kommt. Die äußere Ähnlichkait der Pflanzrn beshränkt sich auf den Bau der Blütenkronen, aber jede Pflanze ist einzigartig, auch die Anbaumethoden sind untershiedlich.
Die kräftigen, verzweigten Stängel des Anagallis breiten sich am Boden aus oder erheben sich kaum; sie werden etwa 20 cm lang. Die kleinen, ovalen Blätter mit spitzer Spitze sind sitzend und paarweise mit minimalem Abstand zueinander angeordnet. Ihre Farbe ist dunkelgrün, die Oberfläche glatt und glänzend. Je nach Art sind die Blattspreiten breit oder im Gegenteil pfriemförmig.
Arten von Anagallis sind auf fünf Kontinenten zu finden: in Europa, Amerika, Afrika, Westindien, Madagaskar und dem Nahen Osten. Die natürlichen Bedingungen reichen von tropisch bis gemäßigt. Auf europäischen Feldern wachsen sie als Unkraut, in der Kultur sind sie jedoch nicht aggressiv.
Wann blüht der Anagallis oder das Gauchheil?

Blauer Anagallis (Foto)
Unter der fast vollständigen Blütendecke sind Stängel und Blätter kaum zu sehen. Als hätte jemand aus Stoff ausgeschnittene Blütenkronen auf die Erde gestreut. Sie sind fünfblättrig, von streng regelmäßiger Form und haben einen Durchmesser von 2,5 cm. Die Blütenblätter sind meist tiefblau – wie zarte Augen, von denen man sich nicht sattsehen kann. Daher stammt der volkstümliche Name „Gauchheil“. Die Blütenblätter können auch weiß, orange (ziegelrot) oder zartrosa sein.
Über die dekorative Wirkung der winzigen Büsche mit ihrer Blütenfülle lässt sich nicht streiten. Sie eignen sich für den Anbau in Containern, Hängekörben und im Garten. Die Blütezeit beginnt im Mai bis Juni (je nach Aussaatzeit) und dauert an, bis die Herbstfröste die Pflanze erfassen.
Anbau von Anagallis aus Samen

Samen des Anagallis (Foto)
Aussaat der Samen ins Freiland
Wenn es draußen wärmer wird (Mitte April bis Mai), sät man die Samen des Anagallis direkt ins Freiland. Die Aussaat erfolgt standardmäßig. Lockern Sie die Erde im Beet auf, verteilen Sie die Samen auf der Oberfläche und arbeiten Sie sie mit einem Rechen ein. Nach etwa 14 Tagen keimen sie; dichte Sämlinge sollten ausgedünnt werden. Lassen Sie zwischen den Sämlingen einen optimalen Abstand von 20 cm. Diese Pflanzen blühen etwa ab Mitte des Sommers.
Anzucht von Setzlingen
Bei der Vermehrung durch Voranzucht beginnt die Blüte des Anagallis deutlich früher – im Juni. Anagallis wird für die Voranzucht im März ausgesät und bis zur zweiten Maidekade; man kann sogar im Februar säen. Praktisch sind Kassettenkästen für die Anzucht, dann entfällt das Umpflanzen in der Zwischenzeit.
Auch jeder breite, niedrige Behälter ist geeignet, aber sobald sich die ersten echten Blätter bilden, müssen die Sämlinge pikiert werden. Heben Sie den Wurzelballen vorsichtig mit einem Löffel oder einem Eisstiel an, setzen Sie ihn einzeln in einen Plastikbecher oder Torftopf (ins Freiland kann man mitsamt dem Topf umpflanzen) um.
- Die Aussaat von Anagallis für die Voranzucht erfolgt ohne Vertiefung: Die Samen werden mit Sand vermischt auf der Substratoberfläche verteilt.
- Geeignet ist universelle Anzuchterde oder jede lockere Bodenmischung (z. B. Rasenerde mit Torf).
- Bewässerung ist nicht erforderlich, die Erde sollte anfangs bereits feucht sein. Wickeln Sie die Saat in eine durchsichtige Plastiktüte oder bedecken Sie sie mit einer Glasscheibe. Sorgen Sie für diffuses Licht und eine kühle Temperatur zwischen 15-18 °C. Die Abdeckung muss täglich für etwa 20-30 Minuten zum Lüften angehoben werden. Besprühen Sie die Erdoberfläche bei Bedarf mit einem feinen Zerstäuber, wenn sie austrocknet. Die Samen keimen ungleichmäßig über einen Zeitraum von 1-2 Wochen. Ziehen Sie die Sämlinge ohne Abdeckung weiter und gießen Sie mäßig – um die zarten Keimlinge nicht zu „ertränken“, geben Sie das Wasser zunächst tropfenweise mit einer Pipette oder Spritze.
Sobald beständige Wärme ohne Frostgefahr herrscht, pflanzen Sie die Anagallis-Setzlinge ins Freiland (erste Mai-Dekade). Setzen Sie sie mit dem Wurzelballen in passend große Pflanzlöcher. Für eine optimale Entwicklung und einen bodendeckenden Effekt sollten Sie zwischen den Pflanzen einen Abstand von 20 cm einhalten.
Vermehrung von Anagallis durch Stecklinge

Stecklingsvermehrung von Anagallis auf dem Foto, Sorte Anagallis monellii ‚Skylover‘
Aus Stecklingen gezogene Pflanzen blühen nach 2 Monaten.
- Stecklinge von Anagallis werden im Frühjahr Mitte Mai geschnitten und in einer Mischung aus Gartenerde und Sand zu gleichen Teilen bewurzelt. Es können auch Torfquelltöpfe oder Vermiculit verwendet werden.
- Behandeln Sie die Schnittstellen vorher mit einer Lösung eines Wachstumsstimulators (Epin, Kornevin, Zirkon).
- Pflanzen Sie die Stecklinge und halten Sie sie in einem Mini-Gewächshaus: Decken Sie die Kiste mit einer durchsichtigen Tüte oder Folie ab und lüften Sie täglich.
- Sobald das Wachstum einsetzt, entfernen Sie die Abdeckung und setzen Sie den bewurzelten Anagallis in einen Blumentopf oder ins Beet um.
Die Pflanze ist mehrjährig und ihre Stecklinge können im Herbst vorbereitet werden. Ziehen Sie sie bis zum Frühjahr im Haus weiter: Stellen Sie sie in einem kühlen Raum unter indirektes Licht und gießen Sie gelegentlich. Sobald es richtig warm wird, pflanzen Sie sie ins Freiland um.
Standort für die Pflanzung
Das Wurzelsystem von Anagallis (Gauchheil) ist empfindlich. Für die Pflanzung benötigt man einen leichten, lockeren, durchlässigen, luftigen und nährstoffreichen Boden. In verdichteter, trockener Erde geht Anagallis ein. In Töpfe oder Behälter füllen Sie ein universelles Substrat für blühende Zierpflanzen; auf den Boden legen Sie unbedingt eine Drainageschicht.
Die Lichtintensität spielt eine wichtige Rolle. Für eine normale Blüte sollten Sie Anagallis an einem Ort kultivieren, an dem die direkte Sonne nur morgens oder abends scheint. Bei ständiger praller Sonne verwelken die Blütenkränze schneller. Im Schatten erscheinen keine Knospen, aber es entsteht ein hübscher grüner Teppich – ein akzeptables Ergebnis, wenn Sie nur einen Bodendeckereffekt wünschen.
Wie pflegt man Anagallis?
Anagallis arvensis, scharlachrot, Primelgewächs, Foto
Bewässerung
Das Gauchheil ist anspruchslos und robust und benötigt nach der Pflanzung an einem geeigneten Standort kaum Aufmerksamkeit. Die Bewässerung sollte mäßig und regelmäßig erfolgen, sowohl Staunässe als auch Trockenheit sind gleichermaßen schädlich. Die Stängel des Gauchheils sind relativ fleischig und speichern für einige Zeit Wasser. Wenn sie welken, leidet die Pflanze eindeutig unter Bewässerungsmangel. Vergilbte Blätter deuten auf Überwässerung hin. In einem Behälter trocknet der Erdballen schnell aus, sodass fast täglich gegossen werden muss. Bei starker Hitze sollten die Büsche zusätzlich besprüht werden.
Jäten und Düngen
Entfernen Sie auf dem Beet regelmäßig das Unkraut, denn es beeinträchtigt nicht nur die Zierde, sondern entzieht dem Boden auch Feuchtigkeit und Nährstoffe. Lockern Sie die Erde nach dem Gießen zunächst, um die Bildung einer Kruste an der Oberfläche zu vermeiden. Wenn sich die Stängel ausgebreitet haben, kommt die Pflanze von selbst zurecht.
Es ist ratsam, den Standort vor der Pflanzung zu düngen. Vor der Blüte düngen Sie das Gauchheil mit einem mineralischen Volldünger.
Krankheiten und Winterhärte
Krankheiten und Schädlinge machen der Pflanze kaum etwas aus. Gelegentlich stören Blattläuse, die durch eine Behandlung mit Knoblauch-, Tabakstaub- oder Wermutaufguss beseitigt werden.
Die Winterhärte des Gauchheils ist gering: Die Pflanze hält Temperaturen bis -18 °C stand, aber in der Mittelzone Russlands erfriert sie meistens selbst unter einer Abdeckung.
Gefahren und Heilkräfte des Gauchheils
Alle Pflanzenteile enthalten den giftigen Stoff Saponin. Bei Hautkontakt tritt eine allergische Reaktion auf. Die Einnahme verursacht bei großen Säugetieren Vergiftungen: Sie kann Menschen und Haustieren (Hunden, Katzen) schaden.
Das Gauchheil (Anagallis arvensis) galt lange Zeit als wirksam gegen Tollwut. Von der Schulmedizin wird es nicht anerkannt, aber in der Homöopathie verwendet. Ihm werden harntreibende, beruhigende, entzündungshemmende Wirkungen zugeschrieben, die Fähigkeit, Nierensteine aufzulösen, den Menstruationszyklus zu normalisieren und das Immunsystem zu stärken. In getrockneter Form wird es gegen epileptische Anfälle, Melancholie und zur Krebsvorbeugung eingesetzt.
Gauchheil in der Landschaftsgestaltung

Roter Gauchheil im Steingarten Foto
Die Pflanze ist vielseitig: Sie eignet sich für den Anbau in Behältern und im Freiland.

Gauchheil im Garten Foto
Der von Sommer bis zum ersten Frost blühende Gauchheil verschönert Alpenbeete, Steingärten, Steinfelder, Rabatten, Hängekörbe und Ampeln.

Gauchheil in Hängeampel Foto
Es ergibt sich ein origineller Garten im Topf mit Pachystachys, Coleus, Papyrus und Crossandra. Im Beet ist eine Kombination mit dem Magellan-Nelkenwurz (Geum magellanicum) und Ursinia gelungen.
Gauchheil in der Floristik

Gauchheil im Blumenstrauß
Nach dem Schnitt bleibt Anagallis lange frisch. Im Strauß harmoniert er wunderbar mit Mutterkraut, Levkadendron und Fingerhut. Eine majestätische Rose kann man mit Anagallis, Abelia und Studentenblumen umgeben.
Arten von Anagallis mit Fotos und Namen
Anagallis grandiflora (Großblütiger Anagallis)

Anagallis grandiflora (Großblütiger Anagallis) Foto
Stammvater der meisten Gartenformen. In Marokko und Süditalien sind Pflanzen mit orangefarbenen Blüten verbreitet, in Südspanien mit blauen. Es gibt weißblühende Sorten, und gezüchtete Sorten mit rotem Farbton. In unserem Land sind hauptsächlich die Sorten Charm, Blaues Meer, Blauglöckchen sowie einfach Samen der wilden Art erhältlich.
Anagallis arvensis (Acker-Gauchheil)

Anagallis arvensis (Acker-Gauchheil) Foto
Sträucher mit Trieben von 15 cm Länge. Die Blüten in verschiedenen Blautönen. Bei Sorten sind die Blüten rot; diese Unterart wird auch Scharlachrote Primel genannt.
Anagallis Monelli

Anagallis Monelli Foto
Stammt aus dem Mittelmeerraum. Vom Aussehen her ähnelt er dem Großblütigen Anagallis: Die Stängel sind 20 cm lang, die Blütenkronen haben einen Durchmesser von 2,5 cm, ihre Farbe ist überwiegend blau. Im Westen ist er am beliebtesten. Besonders gefragt ist die hybride Sorte Wildcat Mandarin. Sie besticht durch ihre klaren und leuchtend orangeroten Blütenkronen. Sie wurde von Züchtern der University of New Hampshire (USA, Neuengland) entwickelt und patentiert. Sie wird als einjährige Pflanze kultiviert, obwohl sie mehrjährig ist. In der Beschreibung wird angegeben, dass die Triebe eine Länge von 30 cm haben, tatsächlich sind es jedoch nicht mehr als 15 cm. Es gibt viele Blüten; verwelkte Blütenkronen müssen nicht entfernt werden, damit neue erscheinen. Sie blüht ununterbrochen.
Anagallis tenella (Zarter Anagallis)

Anagallis tenella (Zarter Anagallis) Foto
Bei uns wird er nicht kultiviert, obwohl er für feuchte Standorte vielversprechend ist. In Großbritannien wird er Sumpfprimel genannt. Der Farbton der Blütenkronen ist pastellrosa.
Anagallis arvensis (Acker-Gauchheil) – die häufigste Art. In der Wildnis kommt sie fast überall vor: in Nord- und Westafrika, Europa und Ozeanien. In vielen Ländern gilt sie als Unkraut, dient jedoch als Indikator für leichte, lockere Böden. Es handelt sich um eine Archaeophytenpflanze – sie wird in archäologischen Funden aus prähistorischer Zeit erwähnt.
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Anagallis oder Gauchheil. Pflanzung und Pflege
Die niedrige Bodendeckerpflanze Anagallis, im Volksmund auch als «Gauchheil» bekannt, ist in Blumenbeeten nicht oft zu finden. Aber es ist eine sehr anspruchslose Blume, die auf einem Steingarten oder zwischen anderen Blumen angebaut werden kann.
Anagallis ist eine Gattung krautiger einjähriger und mehrjähriger Pflanzen aus der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Zur Gattung Anagallis gehören mehr als dreißig Arten. Anagallis kommt in ganz Europa, Amerika, Afrika und im Nahen Osten vor. Bekannt ist eine wildwachsende Art – der Acker-Gauchheil.
Die Stängel der Pflanze sind niederliegend, bis zu 30 cm lang. Der Horst breitet sich bis zu 50 cm aus. Die Blätter sind klein, grün und glänzend. Die zahlreichen, kleinen Blüten sitzen in den Blattachseln und erheben sich auf dünnen, kurzen Blütenstielen über die Blätter.
Anagallis-Arten
In Gärten werden zwei Arten verwendet:
Der Blaue Gauchheil (Anagallis foemina, syn. Anagallis caerulea) sieht sehr effektvoll aus. Seine Blüten überraschen mit einer intensiven saphirblauen Farbe. Der Blütendurchmesser beträgt etwa 8 mm. Die blauen Blüten schließen sich nachts und bei bewölktem Wetter. Diese Sorte wird häufig für die Gestaltung von Blumenbeeten, Hängekörben und in Containern verwendet.
Der Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis) ist fast überall verbreitet und wächst als Wildpflanze zwischen Sträuchern und auf Wiesen. Er blüht von Mai bis zum Herbstfrost. Die Blüten sind klein, Durchmesser 5–8 mm. Bei schlechtem Wetter schließen sie sich und falten die Blütenblätter dicht zusammen. Dies sind sehr anspruchslose Pflanzen; sie wachsen dort, wo andere Blumen nicht gedeihen. Sie werden zur Einfassung von Wegen, Stufen und zur Aussaat auf freien Stellen in Blumenbeeten verwendet.
Es gibt Gartenformen des Gauchheils (Hybride Anagallis ×grandiflora oder Anagallis monellii); ihre Blüten sind größer und erreichen 2,5 cm im Durchmesser, der Busch ist kompakter. Es ist eine mehrjährige Pflanze, aber in frostigen Wintern erfriert sie; bei uns wird sie als einjährige Pflanze verwendet.
Der Acker-Gauchheil gilt aufgrund seines Saponin-Gehalts als giftige Pflanze.
Anagallis in der Landschaftsgestaltung
Gartenformen von Anagallis monellii werden häufig für Bordüren, Container und Hängekörbe verwendet. In Körbe werden gleich mehrere Pflanzen gesetzt, um einen buschigen Wuchs zu erzielen.
Der Gauchheil wird oft zur Gestaltung von Steingärten und Steingärten verwendet; mit ihm werden leere Stellen in Blumenbeeten gefüllt.
Der blaue Gauchheil harmoniert gut mit dem Strand-Alyssum; ideale Begleiter sind Ursinia, gelbe oder orange Nemesie.
Tipps zum Anbau von Anagallis
Die Pflanze ist äußerst anspruchslos – an einem geeigneten Standort gepflanzt, benötigt sie keinerlei Pflege. Die Winterhärtezone reicht von 8 bis 10; in kälteren Klimazonen wird sie als einjährige Pflanze kultiviert.
Beleuchtung. Der Gauchheil ist eine lichtliebende Pflanze, wächst aber gut zwischen anderen Blumen im Beet und füllt leere Stellen mit Grün. Das zarte Grün junger Pflanzen kann unter praller Sonne leiden; die Triebe werden kurz, die Blätter klein.
Boden. Anagallis gedeiht am besten auf lockerem Boden und bevorzugt nährstoffarme Kalkböden.
Bewässerung. Im Beet benötigt er keine Bewässerung. Nur bei Trockenheit ist es nützlich zu gießen, und auch dann nur an sonnigen Standorten. Bei der Pflanzung im Container ist regelmäßiges Gießen erforderlich. Dabei ist wichtig, dass der Topf über eine Drainage verfügt und das überschüssige Wasser nach dem Gießen frei abfließen kann. Staunässe vertragen Anagallis nicht.
Vermehrung. Gauchheil (Anagallis) wird durch Anzucht von Setzlingen oder Direktsaat ins Freiland vermehrt. Für die Pflanzung in Container werden die Samen im März oder April ausgesät. Die Samen sind klein; sie können auf die Oberfläche gesät oder mit Sand gemischt und so ausgesät werden. Die Keimlinge erscheinen nach 1–2 Wochen; die Samen keimen ungleichmäßig. Damit der Busch buschig wird, werden die Spitzen abgekniffen. Die Blüten erscheinen Ende Mai oder im Juni.
Bei Direktsaat ins Freiland setzt die Blüte später ein. Gauchheil blüht bis zum ersten Frost.
Anagallis (Gauchheil)
Lateinischer Name: Anagallis
Arten von «Anagallis»
Inhalt
- 1. Beschreibung
- 2. Anbau
- 3. Krankheiten und Schädlinge
- 4. Vermehrung
- 5. Erste Schritte nach dem Kauf
- 6. Erfolgsgeheimnisse
- 7. Mögliche Schwierigkeiten
Beschreibung
34 krautige Pflanzenarten bilden die Gattung Anagallis aus der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Ein- und mehrjährige Pflanzen wachsen in Eurasien, Amerika und Afrika auf Wiesen, an Gewässerufern und auf steinigen Flächen.
Anagallis hat eine dünne Pfahlwurzel. Der Stängel ist vierkantig, niederliegend, manchmal aufsteigend, bis zu 30 cm lang. Der Trieb verzweigt sich stark und bildet beeindruckende Polster-Teppiche.
Die Blätter sind gegenständig, klein. Die Blattspreiten sind glänzend, hell- oder dunkelgrün, eiförmig.
Die Blüte beginnt im Frühjahr. Die Blüten erscheinen auf dünnen Blütenstielen in den Blattachseln. Die Farbe der zahlreichen fünfblättrigen Blüten ist leuchtend rot, weiß, orange oder blau. Die Staubblätter mit großen gelben Staubbeuteln sind gut sichtbar. Die Knospen erscheinen nacheinander und sorgen für eine anhaltende Zierwirkung bis zum Einsetzen des Frosts.
Anagallis ist nicht nur eine schöne, sondern auch eine Pflanze mit heilenden Eigenschaften. Einst versuchte man damit sogar Tollwut zu behandeln. Obwohl die Versuche nicht von Erfolg gekrönt waren, fanden Abkochungen und Tinkturen eine würdige Verwendung. Sie helfen bei Erkrankungen der Nieren, der Leber und der Lunge. Sie heilen Wunden und wirken beruhigend.
Kultivierung
Anagallis kann im Freiland und in Containern angebaut werden. Es ist auch für die Haltung in Hängekörben geeignet. Die Pflanze eignet sich hervorragend für Steingärten (Rockarien).
Obwohl die meisten Anagallis-Arten mehrjährig sind, wird empfohlen, sie in Kultur, insbesondere bei Freilandhaltung, als einjährige Pflanzen zu verwenden.
Anagallis ist anspruchslos und begnügt sich mit minimaler Aufmerksamkeit seitens der Besitzer. Bei der Topfkultur benötigt er flache und breite Gefäße; das Material spielt keine grundsätzliche Rolle. Im Laufe des Wachstums sollte Anagallis in größere Töpfe umgesetzt werden. In der Regel wird dieser Vorgang im Frühjahr durchgeführt. Da das empfindliche Wurzelsystem eine behutsame Behandlung erfordert, ist es besser, einen Umschlag (Umpflanzen mit Ballen) vorzunehmen.
Gauchheil wird in der Landwirtschaft als Unkraut betrachtet. Um eine übermäßige Vermehrung durch Selbstaussaat zu verhindern, sollten die verblühten Blüten entfernt werden, ohne auf die Fruchtbildung zu warten.
In Kultur kann Gauchheil durch Stecklinge vermehrt werden. Diese werden im Herbst geschnitten, in Substrat gesteckt und bis zum Frühjahr bei einer positiven Temperatur gehalten. Mit dem Einsetzen der Wärme werden sie an den vorgesehenen Standort umgepflanzt.
Krankheiten und Schädlinge
Vermehrung
Durch Samen, Stecklinge, Teilung des Busches.
Erste Schritte nach dem Kauf
Gauchheil wird aus Samen gezogen. Bei beiden Methoden (mit und ohne Vorkultur) beträgt die Keimrate etwa 50 %.
Die Aussaat zur Vorkultur erfolgt im April. Die Samen werden in ein mit Nährsubstrat und Torf gefülltes Gefäß gegeben. Darüber werden sie mit einer dünnen Schicht Perlit bestreut, mit Polyethylen oder Glas abgedeckt. Tägliches Lüften ist erforderlich.
Das Gefäß wird an einen gut beleuchteten Ort gestellt, die optimale Lufttemperatur beträgt +18–20 °C. Die Keimlinge erscheinen nach 1–1,5 Wochen. Anstelle von Gießen wird leichtes Besprühen der Sämlinge empfohlen. Die Sämlinge sind Ende Mai zum Umpflanzen bereit. Vor dem Umzug an den vorgesehenen Standort sollten die Pflanzen mit einem komplexen Mineraldünger gedüngt werden.
Im Freiland werden die Samen im Mai ausgesät. In diesem Fall setzt die Blüte etwas später ein, gewöhnlich Mitte Juli.
Erfolgsgeheimnisse
Gauchheil liebt helles Licht. Benötigt dabei jedoch Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Besonders wichtig ist eine Beschattung bei der Topfkultur.
Von Frühling bis Herbst sollte die Pflanze regelmäßig gegossen werden, ohne Staunässe und Wasseransammlungen im Boden zuzulassen. Im heißen Sommer werden die Abstände zwischen den Wassergaben verkürzt.
Bei der Zimmerhaltung muss der Zugang zu frischer Luft gewährleistet werden, indem der Raum regelmäßig gelüftet wird. Man sollte nicht vergessen, dass Zugluft sich negativ auf die Pflanze auswirkt.
Gauchheil stellt keine hohen Ansprüche an die Lufttemperaturen. Die Pflanze wird zweimal pro Saison mit komplexem Mineraldünger gedüngt: das erste Mal vor der Pflanzung im Mai, das zweite Mal im August.
Die Pflege von Gauchheil umfasst das Jäten und Lockern des Bodens.
Mögliche Schwierigkeiten
Ohne die heilenden Eigenschaften des Gauchheils zu schmälern, muss man daran denken, dass die Pflanze Stoffe enthält, die für Hausvögel und -tiere gefährlich sind. Nicht umsonst hat sie einen weiteren Namen – Kuroslep oder Kuromor.
Gauchheil leidet unter übermäßigem Gießen. Das erste Anzeichen ist eine Gelbfärbung der Blätter. Das Einstellen des Gießens für 2–3 Wochen kann die Lage verbessern.
Direkte Sonnenstrahlen ‚verbrennen‘ die zarten Blättchen. Bei hellem Licht sollte der Topf sofort an einen anderen Ort gestellt werden.
Gauchheil wird von Blattläusen befallen. Bekämpfungsmethoden und die wirksamsten Präparate sind auf der Website im Abschnitt ‚Krankheiten und Schädlinge‘ aufgeführt.
Beim Anbau von Gauchheil sollte man nicht vergessen, dass sich die Blüten bei bedecktem Wetter weigern, sich zu öffnen.
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Anagallis – malerischer Gauchheil für den Garten (mit Fotos)
Im antiken Griechenland wurden Melancholie und Trübsinn mit Abkochungen verschiedener Pflanzen behandelt, von denen eine heute eine hervorragende dekorative Ergänzung für Gärten darstellt. Die Rede ist von der Gattung Anagallis aus der Familie der Primelgewächse (Primulaceae), die etwa 30 Arten mit malerischer, langanhaltender Blüte umfasst. Die Knospen der Pflanze zieren stets die kleinen Sträucher.
In einigen anderen Quellen wird die Gattung aufgrund äußerer und genetischer Ähnlichkeit zu den Myrsinengewächsen gezählt, jedoch ist gesichert, dass es sich um Vertreter der Primelgewächse (Primulaceae) handelt.
INHALTSVERZEICHNIS DES ARTIKELS:
Eine Pflanze mit einer Reihe von heilenden Eigenschaften wächst auf fünf Kontinenten als Unkraut, gilt als Anzeichen für leichten Boden und als giftige Staude. In den Stängeln und im grünen Kraut ist Anagallis-Saponin enthalten – ein Gerbstoff. Bei manchen Menschen kann der Stoff starke allergische Reaktionen hervorrufen, seien Sie daher vorsichtig bei der Verwendung der Blüte in Rezepten der Volksmedizin. Die Bildhaftigkeit des blühenden Gauchheils ist kaum zu bestreiten; Fotos in dieser Ausgabe zeigen sie. Betrachten Sie das malerische Gauchheil auf den Fotos und machen Sie sich mit seinen botanischen Merkmalen vertraut: Arten und Sorten der Pflanze, Pflege und Anbau, Vermehrung zu Hause und vieles mehr ist in diesem Material zusammengestellt.
Botanische Merkmale
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Gauchheil umfasst Nord-, Süd- und Mittelamerika sowie einige Regionen Eurasiens, Westindiens und Afrikas. Die Pflanze wächst in großen Gruppen, hauptsächlich auf gut beleuchteten Feldern und Rasenflächen. In Mexiko, Marokko und Indien kommen sehr seltene Arten vor, die man kaum als Unkraut bezeichnen kann. Hauptsächlich handelt es sich um kleine, kriechende Büsche mit orangefarbenen oder lachsfarbenen, röhrenförmigen Knospen. In den klimatischen Bedingungen Russlands ist die mehrjährige, üppig blühende Kulturpflanze eine Zierstaude. Der für die meisten Regionen typische Frost lässt die Pflanze selbst unter einer dichten Abdeckung und einer Schneeschicht erfrieren. Aber auch als einjährige Gartenform sehen die Blüten von Gauchheil im Beet einfach zauberhaft aus. Eine botanische Beschreibung wäre ohne die Nennung einiger Arten unvollständig. „Charme“, „Blauläuglein“, „Blaues Meer“ und andere Sorten sind das Ergebnis langjähriger Züchtungsarbeit und können Blumenliebhaber mit üppiger Blüte erfreuen.
Die vielfältigen Arten der Gattung sind recht schwer voneinander zu unterscheiden, „Gauchheil“ – so wird Anagallis im Volksmund allgemein genannt. Unter den vielen Arten unterscheiden Botaniker sowohl ein-, zwei- als auch mehrjährige Formen. Der im Gartenbau am weitesten verbreitete Hybrid ist Anagallis Grandiflora, seine Knospen sind meist von sattem Blau oder Rot.
Gärtner betrachten den Gauchheil (Anagallis) als eine sehr seltene und elegante Gartenblume. Wenn man ihn im Freiland anbaut, sieht man einen kleinen, bodendeckenden Strauch, der nicht höher als 30 cm wird, während die kriechenden Stängel 50 cm erreichen. Auch die kleinen Blätter haben einen dekorativen Wert – es sind kleine, eiförmige, leuchtend grüne Blattspreiten mit einem charakteristischen Glanz. Der Blattrand ist ganzrandig, die Anordnung gegenständig. Der Strauch ist besonders malerisch während der Blütezeit, in der sein Durchmesser 50-60 cm erreicht, mit zahlreichen einzelnen Knospen. Die Blüten sind meist rot oder blau, es gibt aber auch seltenere Pflanzen mit weißen oder orangefarbenen Kronen. Seinen Namen verdankt die Pflanze der interessanten Eigenschaft ihrer kleinen Blüten (max. 2,5 cm Durchmesser), sich bei ausreichendem Licht zu öffnen und bei trübem Wetter sowie nachts zu schließen. Der Gauchheil blüht bei einer Pflanzung im Frühjahr im Juni, in Containerform bereits Anfang Mai. Die Blüte dauert bis zum ersten Frost. Die einzelnen Knospen sitzen an langen Blütenstielen und bilden sich in den Achseln der grünen Blätter. Die Kronblätter haben eine saubere Form, wie auf dem Foto unten zu sehen ist. Nach der Blüte bildet sich ein Fruchtknoten, aus dem eine vielsamige Kapsel entsteht. Die Samen sind sehr klein; mit ihnen vermehrt sich die Pflanze das ganze Jahr über. Es ist ziemlich schwierig, die verschiedenen Sorten von Anagallis voneinander zu unterscheiden. Der Gauchheil ist selbst für einen Botaniker eine sehr rätselhafte Pflanze. Die Arten ähneln sich in der Blütenstruktur und den Farbtönen sehr. Insgesamt wurde eine große Anzahl verschiedener Gartenhybriden und -kulturen gezüchtet, aber lassen Sie uns über die schönsten von ihnen sprechen und ihre malerischen Blüten auf den folgenden Fotos betrachten. Der Acker-Gauchheil hat große Aufmerksamkeit bei Gärtnern erregt, der in allen Teilen der Welt als Unkraut wächst. Besonders Vertreter der Sorten dieser Art haben sich in Westafrika und einigen Teilen Europas verbreitet. Die Stängel des Acker-Gauchheils erreichen eine Länge von 50-60 cm, bedecken den Boden und bilden kompakte Büsche von nicht mehr als 30 cm Höhe. Die dekorative Blattpflanze hat kleine sitzende Blattspreiten von sattem Grün mit glänzender Außenseite. Aufgrund dieser Blatteigenschaft kann man den Gauchheil kaum als Unkraut bezeichnen. Interessant in Gärten wird die Sorte Anagallis arversis var. cacrulea mit Knospen von tiefblauer Farbe aussehen. Die Höhe eines solchen Busches beträgt nicht mehr als 10-15 cm, sein Durchmesser etwa 30 cm. Dies ermöglicht den Anbau der Pflanze im Haus in einem Töpfchen oder kleinen Übertopf. Die blauen Knospen erinnern an einen geschliffenen Topas – die Blütenblätter sind von ideal regelmäßiger Form. Der Kronendurchmesser beträgt nicht mehr als 3 cm. Der Rote Acker-Gauchheil ist ebenfalls eine recht malerische Gartenpflanze, die oft als einjährige Dekoration für Steingärten und Alpenanlagen zu sehen ist. Die Höhe des kompakten Büschels beträgt etwa 20 cm, die Stängellänge 30-40 cm. Als Topfpflanze ist sie eine hervorragende Ampeldekoration für Haus oder Garten. Die Knospen haben eine kräftige rote oder lachsfarbene Tönung, sind klein, maximal 0,5 cm im Durchmesser. Im Garten oder zu Hause lohnt es sich, den großblütigen Gauchheil anzubauen, dessen Knospen ebenfalls blau oder rot sein können. Die Pflanze wird als kleiner, mehrjähriger Ampelstrauch geschätzt. Auf dieser Art basierend wurden viele Hybriden mit roten, blauen, orangefarbenen und weißen Knospen gezüchtet. Eine reiche Blüte in intensiver Saphirfärbung liefert die Sorte des Gauchheils (Anagallis) – 'Blaues Meer'. Es handelt sich um eine sehr effektvolle Pflanze, die saubere, kleine Büschel mit einem Durchmesser von etwa 30 cm bildet. Die Stängellänge beträgt 30-35 cm, die Pflanze eignet sich hervorragend als Ampelpflanze für Balkone und Kübel. Unten auf dem Foto sehen wir, wie schön die Blüten des Gauchheils 'Blaues Meer' sind. Die Vermehrung des Gauchheils bereitet keinerlei Mühe. Der Anbau aus Samen ist unter allen Bedingungen möglich, da sich die Pflanze leicht anpasst, wenn einige grundlegende Regeln beachtet werden. Um in Klimazonen mit langem Winter schöne niedrig wachsende Sträucher zu erhalten, ist eine Anzucht der Setzlinge im Haus erforderlich. In solchen Regionen ist eine Aussaat ins Freiland erst möglich, wenn der Boden vollständig erwärmt ist und keine Frostgefahr mehr besteht. Daher bereiten wir Anfang April eine kleine Kiste vor und füllen sie mit einer Mischung aus Erde und Torf. Das Saatgut muss nicht vorher vorgekeimt werden. Manche Gärtner ziehen es vor, die Samen für 1-2 Tage einzuweichen, um eine schnellere Keimung zu erreichen. Die Samen des Gauchheils werden ohne Eintiefen in die Erde gelegt, mit einer dünnen Schicht feinen Flusssands bestäubt und das Gefäß mit einer durchsichtigen Abdeckung versehen. Die Erde sollte anfangs gut angefeuchtet sein, da die Setzlinge bis zum Erscheinen der ersten Keimblätter nicht gegossen werden sollten – es besteht die Gefahr von Fäulnis und Beschädigung des Wurzelsystems. Das Mini-Gewächshaus sollte täglich für einige Minuten (etwa eine halbe Stunde reicht) gelüftet werden. Die ersten Keimlinge erscheinen innerhalb von 1-2 Wochen; danach wird die durchsichtige Abdeckung entfernt und die Erde mit einer Sprühflasche leicht angefeuchtet, ohne übermäßige Feuchtigkeit. Selbst die erscheinenden echten Blätter werden leicht mit Wasser besprüht, um die jungen Pflanzen nicht zu schädigen. Ende Mai bis Juni kann die Pflanze an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden. Für den Anbau von Anagallis wählt man am besten einen gut beleuchteten Bereich mit leichtem, mäßig gedüngtem Kalkboden. Ständige Sonneneinstrahlung erfordert zusätzliche Feuchtigkeitszufuhr, daher kann man einen Standort wählen, der zeitweise in den Halbschatten übergeht. Bei der Kultivierung auf dem Balkon ist ein guter Behälter mit starker Drainage erforderlich, da die Sonnenstrahlen die grünen Blattspreiten verbrennen und die Blütezeit verkürzen können, daher ist eine zusätzliche Bodenbefeuchtung notwendig. Für die Aussaat im Freiland werden die Samen von Anagallis oft direkt an den endgültigen Wuchsort gesät. Am besten geschieht dies in warmen Regionen Ende Mai. In diesem Fall erscheinen die ersten Keimlinge innerhalb von 2-3 Wochen. Die Vermehrung von Anagallis durch Stecklinge ist den ganzen Sommer über möglich; die Stecklinge können im Mai oder Frühsommer geschnitten werden. Fast alle Sorten und Arten von Anagallis sind anspruchslos; die Pflege ist ein reines Vergnügen. Wichtig zu wissen: Anagallis ist eine sehr wärme- und lichtliebende Pflanze. Die Mindesttemperatur für die Haltung beträgt 18 Grad. Frost und kalte Windböen sowie Zugluft sind für junge Pflanzen schädlich. Ausgewachsene Exemplare vertragen problemlos Temperaturabsenkungen auf 12 Grad und erfreuen die ganze Herbstsaison hindurch mit saftigen Knospen bis zum ersten Frost. Die Beleuchtung ist ein wichtiger Faktor, der die malerische Blüte von Anagallis am meisten beeinflusst. Bei Lichtmangel konzentriert sich die Pflanze auf das Wachstum der grünen Masse, und es ist sehr schwierig, Knospenbildung zu erreichen. Manche Gärtner bauen die Pflanze jedoch als Bodendecker-Staude auch wegen der dekorativen Blattspreiten an. Die kriechenden Stängel bilden selbst ohne kleine Knospen einen filigranen Teppich. Helle Sonne den ganzen Tag über kann der Blüte ebenfalls schaden. Die sengenden Strahlen beschleunigen das Verblühen. Das Gießen von Anagallis ist nur bei heißem Wetter erforderlich. Achten Sie darauf, die Pflanze nicht zu überwässern, da dies zu Schäden am Wurzelsystem und Wurzelfäule führen kann. Bei unzureichender Bewässerung beginnt Anagallis zu welken, bei zu viel Wasser werden die Blätter gelb. Wenn das zweite Symptom auftritt, stellen Sie die Wasserzufuhr für einige Tage ein. Aufgrund des schwachen Wurzelsystems muss der Boden gelockert werden, damit er nicht rissig wird. Die Pflanze neigt zur Selbstaussaat – um dies zu vermeiden, sollten Sie die verwelkenden Knospen abschneiden. Wenn Sie dies nicht tun, beginnt die Blüte, grüne Masse abzuwerfen und wird weniger dekorativ und attraktiv aussehen. Die Sonnige Ursinie ist ein wahrer Glücksfall für Gärtner, dank ihrer Anspruchslosigkeit in der Pflege und der hohen dekorativen Blüte. Die Gattung umfasst etwa 60 Arten einjähriger und mehrjähriger krautiger Pflanzen sowie Zwergsträucher aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die im südlichen und nördlichen Teil Afrikas vorkommen. Ein in westlichen Ländern gebräuchlicher zweiter Name der Blume ist „Orangefarbene afrikanische Margerite“. Der Gattungsname Ursinia wurde zu Ehren von Johann Ursinus aus Regensburg (1608–1666) vergeben, einem deutschen Gelehrten, Theologen und Humanisten, Autor des Arboretum Biblicum. Die Pflanze zeichnet sich durch duftende, blaugraue oder grüne, gefiederte Blättchen aus, die ihr ein zartes, spitzenartiges Aussehen verleihen. Zahlreiche Triebe bilden einen kompakten, buschigen Strauch, der sich mit der Zeit in die Breite ausdehnt. Zitronengelbe, goldgelbe oder orangefarbene Blütenköpfchen öffnen sich an langen, nackten oder behaarten Trieben. Und obwohl der Lebenszyklus jeder Blüte nur wenige Tage beträgt, dauert die Blütezeit aufgrund der Fülle der zahlreichen Knospen mehr als zwei Monate. Die Pflanze hat eine interessante Eigenschaft: Im Stadium der ungeöffneten Knospen sehen die Blütenstiele hängend aus und richten sich gleichzeitig mit dem Aufblühen der Blüten auf. Die kleinen Samen mit einem flauschigen, schopfförmigen Samenflugapparat werden vom Wind über weite Strecken getragen, weshalb die Pflanze in Afrika auch „Fallschirm-Margerite“ genannt wird. Die südliche Schönheit ist wärmeliebend, daher wird Ursinia in Regionen mit kalten und frostigen Wintern als einjährige Pflanze angebaut. Aber selbst in warmen Breiten nimmt die dekorative Wirkung der Pflanze in der neuen Saison ab, da die reichhaltige und lange Blüte die Blüte stark erschöpft und sie sich in den folgenden ein bis zwei Jahren erholen muss. Ursinia speciosa (Ursinia speciosa) ist eine unscheinbare Art mit zitronengelben, nicht großen Blüten. Die Höhe des zarten Büschels beträgt 30–40 cm. Blütezeit von Mitte Juni bis August. Die Art wird durch die Sorte „Albida“ mit einem kirschroten Fleck an der Basis der Blütenblätter vertreten. Ursinia calenduliflora (Ursinia calenduliflora) – einjährige Pflanze mit einer Höhe von bis zu 35 cm, mit kleinen, gefiederten, grünen Blättchen. Im Ziergartenbau ist die Blüte ein großes, leuchtendes orange-gelbes Gänseblümchen mit einem Durchmesser von bis zu 5 cm. Es gibt zwei verschiedene Sorten: eine mit einem dunklen Ring aus dunkelbraunen Flecken um die gelbe Mitte und eine ohne den dunklen Ring. Ursinia cakilefolia (Ursinia cakilefolia) – dichte, an der Basis verzweigte Stängel erreichen eine Höhe von etwa 45 cm. Die Blätter sind leuchtend grün und fein geteilt, fast wie bei Karotten. Beim Zerreiben duften sie süß und frisch. Die grünen Stängel nehmen oft eine attraktive dunkelrote Farbe an. Die Blütenblätter sind leuchtend orange oder gelb. Die glänzend schwarze Mitte, typisch für Ursinia cakilefolia, wird von glänzenden Schuppen gebildet, die die inneren Blüten bedecken. Die Anzahl der Blüten pro Pflanze variiert zwischen 15 und 20. Ursinia anethoides (Ursinia anethoides). Die im Gartenbau beliebteste niedrige Art, vertreten durch die prächtige Sorte „Solar Fire“ mit üppigem, filigranem Laub und reichhaltiger, leuchtend oranger Blüte. Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Gattung schließen sich die großen Blüten nachts und an trüben Tagen nicht. Die Art kann sich zudem einer weiteren nicht weniger beeindruckenden Zwergsorte namens „Aurora“ rühmen. Mit ihrer Blüte kann sie den Garten vom Frühsommer bis zum Herbst schmücken. Die Pflanze benötigt sonnige und warme Standorte, bevorzugt mäßig nährstoffreichen, sandigen Lehmboden, der wasserdurchlässig ist. Ein Übermaß an Nährstoffen sowie ein Mangel wirken sich auf die Blüte aus und verringern die Blütenbildung. Daher ist es empfehlenswert, die Pflanzungen zweimal pro Saison mit einem Komplexmineraldünger für blühende Zierpflanzen zu düngen. Die Kultur ist hitze- und trockenheitsresistent, daher wird eine maßvolle Bewässerung nur in trockenen Sommern und während des aktiven Wachstums der Sämlinge empfohlen. Ein Überschuss an Feuchtigkeit und eine schlechte Luftzirkulation bei dichten Ursinienpflanzungen führen dagegen zur Entwicklung von Pilzinfektionen und Wurzelfäule. Die afrikanische Margerite gilt als recht widerstandsfähig gegen Schädlingsbefall, kann jedoch von Blattläusen befallen werden. In diesem Fall benötigen die Pflanzungen eine Behandlung mit Insektiziden oder Seifenlauge. Wie alle einjährigen Pflanzen vermehrt sie sich durch Samen, die direkt Ende April oder Anfang Mai ins Freiland gesät werden können. Die Saattiefe beträgt 3-5 mm. Die ersten Keimlinge werden nach dem Erscheinen der ersten beiden Blätter vereinzelt. Die herangewachsenen Sämlinge werden am Aussaatort belassen oder mit einem Erdballen an den endgültigen Standort umgesetzt. Der Abstand zwischen den Jungpflanzen beträgt etwa 20-30 cm. Wenn Sie eine frühere Blüte sehen möchten, verwenden Sie die Anzuchtmethode mit Sämlingen. In diesem Fall werden die Samen im zeitigen Frühjahr in Töpfe mit einer Mischung aus lockerer Blumenerde und Sand ausgesät. Darüber werden die Samen mit einer dünnen Sandschicht bestreut, mit Wasser aus einer Sprühflasche angefeuchtet und mit einer Folie mit mehreren kleinen Löchern abgedeckt. Die Erde wird regelmäßig gegossen, um eine mäßige Feuchtigkeit zu gewährleisten. Die Samen keimen in der Regel schnell, nach 1-2 Wochen. Sobald die ersten Triebe erscheinen, wird die Folie entfernt. Die Sämlinge werden nach dem Erscheinen von 2-3 Blättern in einzelne Töpfe pikiert. Die Pflanzung der Ursinien ins Freiland erfolgt nach den letzten Frösten. Die Pflegeleichtigkeit der Ursinien und die Attraktivität der Pflanzungen ermöglichen den Einsatz der Pflanze in wunderschönen Kompositionen mit anderen effektvollen, aber ausdauernden saisonalen Blumen. Sie harmoniert hervorragend mit Vertretern der Nadelgehölze und wirkt ideal in Beetumrandungen. In diesem Artikel können Sie die anspruchslosesten und langanhaltend blühenden Stauden kennenlernen. Die afrikanische Schönheit dient als farbenfroher Akzent in Steingärten und Alpinarien und bildet einen vorteilhaften Kontrast zu Sommerblumen mit weißer, blauer, hellblauer und violetter Blütenfarbe. Gute Begleiter für die afrikanische Margerite sind pflegeleichte Pflanzen wie Ysop, Salbei, Kamille, Mohn, Kornblume, Glockenblume, Platycodon, Lein, Anagallis, Arctotis, Lophanthus und Heliotrop.
Sorten von Anagallis (Gauchheil) und ihre Fotos
Anbau und Vermehrung des Gauchheils
Pflege der anspruchslosen Anagallis
Sonnige Ursinie — Pflege, Anzucht aus Samen und Fotos
Häufige Gartenarten
Ursinia speciosa
Ursinia calenduliflora
Ursinia cakilefolia
Die Sorte „Solar Fire“
Pflegeregeln für Ursinien
Ursinien aus Samen ziehen
Verwendung in der Landschaftsgestaltung
Ursinie in einer Pflanzung mit Anchusa, Günsel, Mohn und Margeriten