Viele nennen den Alpen-Mannstreu eine erstaunliche, geheimnisvolle, ungewöhnliche, ja sogar außerirdische und marsianische Pflanze. Was macht diesen Vertreter der Doldenblütler so beeindruckend?
Die Gattung Mannstreu umfasst etwa 200 Arten und ist in den gemäßigten Regionen der Erde verbreitet.
Ein erstaunliches Merkmal der meisten Mannstreu-Arten ist die Färbung der Blütenstände: von Blau und Blaugrün bis zu Amethyst in unterschiedlicher Intensität. Interessanterweise sind je nach Sorte nicht nur die Blütenstände, die Hüllblätter und der obere Teil der Triebe in verschiedenen Blautönen gefärbt, sondern die gesamte Pflanze, als ob man den Strauch in ein Gefäß mit metallisch schimmernder blauer Farbe getaucht hätte.
Die Blätter des Alpen-Mannstreu sind grün, grau, gestreift, mit marmorierten Mustern.
Entgegen dem Namen haben einige Sorten nicht blaue, sondern grüne Blütenstände. Die Intensität der Blaufärbung hängt übrigens von der Art, den Sortenmerkmalen und den Anbaubedingungen ab. Den Alpen-Mannstreu sollte man an sonnigen Standorten pflanzen, da Lichtmangel die Entwicklung beeinträchtigt, die Stängel lang und schlaff werden und die Pflanzen ihre charakteristische Färbung nicht entwickeln.
Die meisten Mannstreu-Arten bevorzugen trockene, durchlässige, nährstoffarme Böden; auf solchen Böden werden die Blütenstände am leuchtendsten. Es wurde festgestellt, dass die Färbung des Mannstreu am intensivsten ist, wenn dem Boden Kalk hinzugefügt wird.
Der Höhepunkt der Blüte vieler Arten ist die zweite Sommerhälfte, die Blüte selbst dauert bis in den späten Herbst. Sogar im Winter sind diese außergewöhnlichen Pflanzen mit ihrer ungewöhnlichen Färbung eine großartige Gartendekoration.