Unter den lästigsten und schnell große Flächen einnehmenden Unkräutern gehört die Wolfsmilch zu den Top Fünf. Ungefähr dieselbe Position behält sie auch bei den am schwierigsten zu beseitigenden. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass sie unbesiegbar ist. Allerdings wird man auch einiges an Mühe aufwenden müssen. Welche genau?
Es antwortet Agronom Wassili Jakowlew:
— Die Wolfsmilch gehört genau zu der Gruppe von Pflanzen, deren radikale Beseitigung nur durch mechanische Methoden möglich ist — also durch manuelles Entfernen: jedes Unkraut wird beharrlich und systematisch ausgegraben und mit der Wurzel aus dem Boden gezogen. Und je früher dies geschieht, desto größer ist die Wirkung. Dabei darf nicht das kleinste Fragment eines Teils der Wolfsmilch im Boden zurückbleiben (der Wurzel besonders), und das ist keine Redewendung, sondern eine strenge Notwendigkeit, da sich die Wolfsmilch leicht vermehrt — das ist eine Eigenschaft von 99 % der Unkräuter — aus jedem ihrer Teile.
Warum empfehle ich keine systemischen Herbizide? In einem aktiven Gemüsegarten sind sie absolut inakzeptabel, da sie zusammen mit der Wolfsmilch durchaus alles andere vernichten können. Und selbst wenn es sich um einen Rasen handelt, der sich jedoch auf demselben Grundstück wie der Gemüsegarten befindet, sollte man dennoch besser auf ihre Anwendung verzichten.
«Hausmittel» funktionieren bei Wolfsmilch nicht, und die meisten von ihnen — wie etwa die Verwendung einer konzentrierten Kochsalzlösung zum Gießen des Unkrauts — sind sogar schädlich.
Dennoch lässt sich der mechanischen Bekämpfungsmethode noch etwas hinzufügen. Eine Möglichkeit ist eine vorbeugende. Versuchen Sie, die mit Wolfsmilch «infizierten» Flächen eine Saison lang ruhen zu lassen und dort normalen Roggen zu säen. Es ist seit langem bekannt, dass dieser mit diesem Unkraut in Konflikt steht und es für lange Zeit aus seinem Lebensraum vertreiben kann. Sozusagen eine Gründüngung mit doppeltem Nutzen. Sie reinigt und bereichert den Boden, und die Wolfsmilch verschwindet für mehrere Jahre.
Und wenn sich beispielsweise eine der Wolfsmilcharten mit mehr oder weniger dekorativen Eigenschaften bei Ihnen angesiedelt hat (in Russland gibt es über 100 Arten dieser Pflanze, von denen viele sehr hübsch aussehen), kann man sie kultivieren — in eine Beetkomposition einfügen, oder noch besser — in ein Apothekerbeet, da die Wolfsmilch tatsächlich einige heilende Eigenschaften besitzt. Der Sinn des Manövers ist, das Wachstum kontrollieren und die Ausbreitung auf dem Grundstück leicht unterbinden zu können.