Was Ihre Blumen tötet. 5 Fehler bei der Winterpflege von Zimmerpflanzen

Die Winterperiode ist für die meisten Zimmerpflanzen — nicht nur die «kalte Jahreszeit», sondern eine Phase der biologischen Verlangsamung. Der verkürzte Tag verringert die Intensität der Photosynthese, und bei den Pflanzen gerät das Gleichgewicht zwischen Energiebildung und -verbrauch aus dem Gleichgewicht. In der Natur wird diese Zeit durch niedrige Temperaturen ausgeglichen, die die Pflanzen in tiefe Ruhe versetzen. Aber unter den Bedingungen einer modernen Wohnung verändert sich die Umgebung anders: Wir schließen die Fenster, schalten die Heizung ein, und das Mikroklima bekommt die Züge einer heißen, trockenen Wüste.

Genau dieser Kontrast verursacht am häufigsten Probleme im Winter. Die Pflanzen wachsen weiter, erhalten aber nicht die volle Beleuchtung im richtigen Rhythmus. In der Folge beobachtet man Verlängerung und Verformung der Triebe, Verkleinerung und Brüchigkeit der Blätter, Verlangsamung der Wurzelbildung. Dies führt oft zum Verlust der Zierde und zu Krankheiten, besonders wenn die Bewässerung auf dem «Sommer-Niveau» bleibt. Daher ist es wichtig, die 5 häufigen Fehler zu vermeiden. Darüber berichtete ein Agronom.

1. Übermäßiges Gießen

Der häufigste Fehler. Bei trübem Wetter und noch mehr bei kühler Überwinterung verbraucht die Pflanze ein Minimum an Feuchtigkeit, und selbst eine geringe Überwässerung führt zu anaeroben Prozessen im Boden und zum Absterben der Wurzeln. Im Winter wird die Bewässerung um das 2- bis 3-fache reduziert, und bei Sukkulenten — fast auf Null.

2. Heiße Fensterbänke und Übertrocknung der Wurzelzone

Heizkörper erhöhen die Temperatur des Substrats, während die Wurzeln kühler als die Krone sein sollten. Dies verursacht Stress und führt zu Wachstumsstillstand. Eine Wärmedämmende Unterlage oder das Umsetzen des Topfes auf eine weniger heiße Oberfläche hilft.

Denken Sie auch daran, die Luft zu befeuchten. Für die feuchtigkeitsempfindlichsten Arten (Fittonia, Calathea, Maranta, Banane, einige Bromelien) werden im Winter Mini-Gewächshäuser geschaffen. Das ist ganz einfach: Man stellt die kleinen Pflanzen einzeln oder in Gruppen in einen durchsichtigen Beutel, lässt ihn leicht geöffnet, um die Belüftung zu regulieren. Bei großen Pflanzen stülpt man einfach einen passenden Beutel darüber. Die Pflanze gibt selbst Feuchtigkeit ab, und im Beutel entstehen schnell die Bedingungen eines tropischen Regenwaldes. Die anspruchsvollen Pflanzen in Bezug auf Luftfeuchtigkeit beginnen dann merklich besser zu wachsen.

Siehe auch:
Hefe, Säure, Bor. Der Gärtner Tumanow nannte Fehler bei der Düngung von Setzlingen.

3. Starke Temperaturschwankungen

Bad, Küche oder der Platz neben der Eingangstür — die schlechtesten Überwinterungszonen. Dort sind Schwankungen von +5… +10°C möglich, was bei tropischen Arten Stress verursacht.

4. Falsche Kombination von Licht und Wärme

Wenn der Raum warm ist, und es wenig Licht gibt — wird die Pflanze lang und dünn. Wenn es kalt ist, aber das Licht schwach ist — ist dies für die Überwinterung durchaus tolerierbar, da die Pflanze in der Kühle kaum wachsen wird. Die Balance — ist das Schlüsselprinzip. Generell leiden Pflanzen im Winter häufig unter «Lichthunger». Daher ist eine zusätzliche Beleuchtung wünschenswert.

Wenn eine Zusatzbeleuchtung nicht möglich ist, muss das Wachstum künstlich verlangsamt werden: durch Senkung der Temperatur, Einschränkung der Bewässerung und Umsetzung der Pflanze in einen kühleren Raum. Dies ist besonders wichtig für Arten wie Zwerggranatapfel, Lorbeer, Myrte, Hoya, Oleander und Kakteen — sie überwintern bei niedrigen positiven Temperaturen viel besser als bei warmer, aber dunkler Haltung.

5. Häufiges Umstellen der Pflanzen

Jedes Umstellen — bedeutet einen Wechsel des Mikroklimas. Im Winter sollten Sie jegliche Bewegungen minimieren, besonders bei Pflanzen mit empfindlichem Wurzelsystem.

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