Als Wilden Wein bezeichnet man in der Regel die Jungfernrebe oder Fünfblattrebe.
Auf Latein lautet der Name dieser Art Parthenocissus, wobei «Parthenos» «Jungfrau» bedeutet und «Cissus» «Efeu».
Laut dem Vorsitzenden der gesamtrussischen Organisation «Gärtner Russlands» Andrei Tumanow ist dieser Wein eine unterschätzte Kultur für die Begrünung von Städten, weil er überall wächst, keine Abgase und tiefen Schatten fürchtet.
«Die Jungfernrebe wächst in jedem Schatten und kriecht schön an der Wand entlang, besonders wenn man ihr eine Stütze, ein Seilchen reicht», — sagt Tumanow.
Es ist nicht einfach, die Jungfernrebe loszuwerden. Es hängt alles davon ab, wie viele Jahre man der Liane erlaubt hat, frei und ohne Schnitt zu wachsen.
Wie Tumanow sagt, vermehrt sich die Jungfernrebe leicht, wächst schnell, ist anspruchslos, und man muss sie öfter einschränken, als ihr beim Wachsen zu helfen. Die Pflanze kann sogar an einer rauen Wand hochkriechen. Der Gärtner rät, den Wein mit einer Gartenschere oder einer elektrischen Astschere zu schneiden.
Da die Pflanze sich schnell entwickeln kann, kann sie das gesamte Grundstück wie ein Unkraut überwuchern.
Inhaltsverzeichnis:
In welchen Fällen sollte man den Wilden Wein entfernen?
Die Jungfernrebe sollte vom Grundstück entfernt werden, wenn:
- die Pflanze beginnt, in Wandrisse einzudringen;
- die Ranken die Wege überwuchern, in die Regenrinne eindringen und sie verschmutzen und verstopfen;
- die Gefahr von Pilzbefall und Schimmel bei anderen Pflanzen entsteht;
- das Wurzelsystem alle Nährstoffe aus dem Boden zieht und ihn unfruchtbar macht;
- der Wein die Bäume umrankt und die Photosynthese blockiert, was letztendlich zum Austrocknen der Obstkulturen führt.
Was kann man tun, um den Wilden Wein loszuwerden?
Die Jungfernrebe ist sehr widerstandsfähig und lässt sich nur schwer vollständig entfernen. Experten empfehlen, zunächst mechanische Entfernungsmethoden anzuwenden, und zwar mit einer Säge, einer Handsäge, einer Axt und einer Gartenschere.
Um den Wilden Wein loszuwerden, müssen die Haupttriebe entfernt und mit einer Handsäge abgesägt werden. Für alte Triebe kann man eine Axt verwenden. Junge Triebe werden abgerissen oder mit einer Gartenschere abgeschnitten.
Danach müssen alle Triebe des Weins und die jungen Schösslinge eingesammelt und verbrannt werden. Nachdem die Triebe und Schösslinge beseitigt sind, müssen mit einer Schaufel die Wurzelausläufer zerstört und die Erde umgegraben werden. Das Ausgraben der Wurzeln sollte im Frühjahr wiederholt werden, falls neue Triebe erscheinen. Die Wurzeln der Jungfernrebe sind sehr stark und können bis zu 15 m breit wachsen.
Welche chemischen Mittel können Sie verwenden?
Um Zierranken auf dem Grundstück loszuwerden, können Sie Herbizide — «Uragan», «Germes», «Granat» und «Roundup» verwenden.
Sie sollten sie an einem trockenen und windstillen Tag anwenden. Bei der Arbeit müssen Sie unbedingt Schutzkleidung, Gummihandschuhe, eine Schutzbrille und eine Atemschutzmaske tragen.
Welche weiteren Methoden gibt es, um wilden Wein zu bekämpfen?
Damit der Wein seine Wurzeln und Triebe nicht über das Grundstück ausbreitet, sollten Sie den Boden so mulchen, dass kein Sauerstoff eindringen kann. Dazu sollten Sie um die Wurzeln herum eine Mulchschicht aus Blättern, Nadeln und Zweigen auftragen und alles fest mit Plastikfolie abdecken.
Einige Gärtner empfehlen die Verwendung von kochendem Wasser. Sie sollten die Wurzeln des Weins ausgraben und mit heißem Wasser übergießen. Nach einiger Zeit beginnt das Wurzelsystem von selbst abzusterben, da keine Pflanze eine Behandlung mit kochendem Wasser überleben kann.