Das Unkrautjäten — wohl eine der unbeliebtesten Arbeiten im Garten. Es ist schwer und mühsam, die Ergebnisse sind entweder kaum sichtbar oder verschwinden schnell, und alles muss von vorne begonnen werden. Kurz gesagt — wie man es vermeiden kann, ohne dem Garten zu schaden und dennoch eine einigermaßen anständige Ernte zu erzielen, beschäftigt sehr viele. Ist dieser unbescheidene Traum erreichbar?
Der Agronom antwortet:
— Ehrlich gesagt, ganz ohne Unkrautjäten (und noch dazu ohne Ertragseinbußen) kommt man nicht aus. Aber man kann es auf ein völlig unbelastendes und fast müheloses Minimum reduzieren.
Und das ist nicht schwierig. Allen bekannt ist die Methode der Aussaat und Pflanzung im Freiland unter schwarzer Folie oder schwarzem Vliesstoff. Viele kennen sie, aber in der Praxis wenden sie nur wenige an. Und das völlig zu Unrecht. Die schwarze Abdeckung unterdrückt das Unkrautwachstum recht effektiv, und der Garten wird für mindestens einen, wenn nicht sogar zwei Monate davon befreit. Ja, später ist ein Auftreten von Unkraut nicht völlig ausgeschlossen, aber erstens wird es völlig unkritisch sein, und zweitens kann es sogar ganz ausbleiben, wenn auch andere Maßnahmen ergriffen werden.
Sehr hilfreich im Kampf gegen aggressive Unkräuter ist die gewöhnliche Tropfbewässerung. Die Konzentration der Feuchtigkeit an vorher festgelegten Stellen mit zuvor gereinigtem Boden minimiert die Wahrscheinlichkeit ihres unkontrollierten Auftretens, was bei der normalen Bewässerung — mit dem Schlauch oder Gießkannen und Eimern — ausgeschlossen ist.
Übrigens ist erwiesen: Die Einhaltung grundlegender Regeln der Fruchtfolge kann die Unkrautpopulationen — selbst so mächtiger wie Wolfsmilch, Vogelmiere, Gänsedistel, Quecke, Brennnessel — um 90 Prozent reduzieren. Eine durchdachte Fruchtfolge entzieht dem Unkraut unter anderem die Nahrungsbasis und ermöglicht es den Kulturpflanzen, aggressiver als gewöhnlich der Expansion biologisch stärkerer Konkurrenten entgegenzutreten, und genau das sind Unkräuter.
Nun und natürlich die barriereschaffende Mulchung. Die unkrautunterdrückende Wirkung verschiedener Mulcharten ist unterschiedlich, und Sie können geeignete Varianten auswählen. Von schwachem Impost bis hin zu undurchdringlicher Rinde.
Und noch eine sichere Methode — Mehl mit hohem Glutengehalt. Für den menschlichen Körper ist Gluten schädlich, aber für den Garten ist es sehr nützlich. Dieses Mehl unterdrückt die Keimung der Samen vieler Unkräuter sehr gut. Es reicht, es dünn in die Reihenzwischenräume zu streuen und dann leicht mit dem Rechen zu lockern.