Aus irgendeinem Grund mag niemand auch nur ein wenig Mühe mit dem Gießen haben. Das Gehen mit Gießkannen entlang der Beete und das Stehen mit dem Schlauch erscheint vielen Hobbygärtnern als übermäßige körperliche Anstrengung. Daher ist der Traum von einem Gemüsegarten, der sich selbst bewässert, jetzt aktuell und wird es noch lange bleiben. Allerdings ist das Wort «Traum» hier nicht ganz angebracht. Eine große Anzahl von Hobbygärtnern setzt ihn problemlos in die Praxis um. Zum Glück bietet der Markt heute viele solcher Bewässerungssysteme für jeden Geschmack und Geldbeutel. Aber wie kann man es selbst bauen, ohne viel auszugeben?
Antwortet Ingenieur Michail Kudrjaschow:
Das Wichtigste bei dieser Sache ist, die Wasserquelle richtig zu installieren. Die optimale Variante ist ein Kunststofffass von mindestens 100 Litern. Als nächstes muss ein Sockel in der richtigen Höhe dafür gebaut werden – davon hängt die Wasserdruckstärke ab. Wie die Erfahrung zeigt, beträgt diese Höhe mindestens 1,5, aber nicht mehr als 2 Meter. Nehmen wir dies als Grundlage.
Als nächstes wird es nötig sein, zumindest grob auf Papier einen Plan zu erstellen, wo die Rohre und Zuleitungen mit Tropfern verlegt werden sollen. So wird sich herausstellen, welche Länge des Zuführungsschlauches benötigt wird, wie viele Rohre und in welcher Länge, wie viele T-Stücke und Fittings, wie viele Mikroschläuche und Tropfer.
Nachdem man sich mit allem Notwendigen ausgestattet hat, beginnen wir. Der Zuführungsschlauch vom Fass zum System wird mit einem Absperrhahn verbunden. Damit sich gelegentlich am Boden des Fasses ansammelnder Schmutz die Hauptleitung nicht verstopft, versehen Sie die Ausgangsöffnung mit einem Siebfilter. Als nächstes werden mit Hilfe von T-Stücken vom Schlauch die Rohre montiert, die Wasser in die Reihenzwischenräume der Pflanzungen leiten. Auf beiden Seiten des Rohres in den Reihenzwischenräumen werden die Abzweigpunkte für die Mikroschläuche markiert. Dann werden in den Rohren Löcher gebohrt (mit einem Bohrer oder einer erhitzten Ahle, da die Rohre aus Kunststoff sind), in die die Mikroschläuche eingeführt werden, wobei jeder zu einer Pflanze führt. Am Ende der Mikroschläuche wird ein Kunststofftropfer eingesteckt (dies ist einfach eine schmale Spitze). Es ist besser, dass die Mikroschläuche nicht direkt auf dem Boden liegen, daher können Sie darunter einen Pflock aus beliebigem Material setzen.
Eigentlich alles. Im Durchschnitt beträgt die Leistung einer solchen Konstruktion 1 bis 4 Liter pro Stunde (je nachdem, wie weit der Hahn geöffnet ist). Eine solche Konstruktion arbeitet ununterbrochen bis zu 4-5 Tagen. Im Großen und Ganzen kann man sie in einem halben Tag montieren.