Schädlinge oder Krankheit? Wer ist schuld und was tun, wenn Tomaten welken

In der Redaktion ging eine Frage ein: «Was tun, wenn Tomaten verwelken? Genug Wasser, sie blühen, aber sie sind schlaff». Wir fragten einen Experten, was zu tun ist.

Seinen Worten zufolge kann es viele Ursachen geben. Und leider wird kein Internet-Rat eine magische Antwort geben. Man muss sich selbst darum kümmern. Allerdings erklärte der Vorsitzende des Moskauer Gärtnerverbandes, Agronom Andrei Tumanow, wo man anfangen und worauf man zuerst achten sollte.

Schädlinge

Maulwurfsgrille

Eine der häufigsten Ursachen für das Welken von Tomaten kann die Maulwurfsgrille sein. Dieses große Insekt lebt unter der Erde, kommt nachts an die Oberfläche und beschädigt oft das Wurzelsystem der Pflanzen, was zu ihrem plötzlichen Welken führt.

Die Maulwurfsgrille ist recht einfach zu entdecken. Unter den Büschen erscheinen Löcher mit einem Durchmesser von 1–2 cm, nach Regen oder Bewässerung sieht man, dass unter der Erde Gänge angelegt sind. Abends ist ein charakteristisches Zirpen zu hören.

Bekämpfungsmethoden

— Chemische Pflanzenschutzmittel. In jedem Gartencenter erhältlich, aber die Zusammensetzung der Präparate kann bei Anhängern des ökologischen Landbaus Fragen aufwerfen.

— Hausmittel. In die Gänge der Maulwurfsgrille werden Kerosin, Öl, kochendes Wasser, Waschpulver gegossen. Die Wirksamkeit ist zweifelhaft.

— Abwehrende Pflanzen. Tagetes, Erle, Ringelblume.

Larven des Maikäfers (Engerlinge)

Ein weiterer verbreiteter Schädling sind die Engerlinge (Larven des Maikäfers). Sie leben drei bis vier Jahre im Boden und fressen aktiv die Wurzeln aller Kulturpflanzen, einschließlich Tomaten.

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Wie erkennt man, dass Tomaten von Engerlingen befallen sind? Laut dem Experten ist das recht schwierig. Eines der Symptome ist jedoch, dass die Pflanze plötzlich verwelkt, ohne Anzeichen von Trockenheit oder Krankheit.

Bekämpfungsmethoden

— Umgraben des Bodens. Im Sommer kommen die Larven näher an die Oberfläche. Sie können entdeckt und vernichtet werden.

— Abwehrende Pflanzen

— Mulchen. Holzspäne, Stroh, Rinde erschweren den Weibchen die Eiablage.

— Chemische Pflanzenschutzmittel.

Nematoden

Wurzelnematoden befallen am häufigsten Tomaten, die im Gewächshaus angebaut werden. Sie stören die Ernährung der Pflanze, indem sie die Wurzeln schädigen.

Leider ist es schwierig, Nematoden zu entdecken. Die Büsche welken tagsüber, besonders in der Sonne, und erholen sich am Abend. Nach ein bis zwei Wochen beginnen deformierte, geschwollene Wurzeln von weißer oder grünlicher Farbe aus der Erde zu kommen. An den Wurzeln treten Verdickungen und Wucherungen auf.

Bekämpfungsmethoden

— Entfernen und Verbrennen der befallenen Pflanzen.

— Vernichtung der benachbarten Büsche im Umkreis von bis zu einem Meter.

— Bodenbehandlung mit kochendem Wasser.

— Fruchtwechsel und Vorbeugung. Pflanzen Sie Tomaten nicht Jahr für Jahr am selben Ort.

Möglicherweise liegt es an der Agrartechnik

«Auch Pflegefehler sind nicht auszuschließen. Wenn jemand zum ersten Mal einen Garten anlegt, könnte er einfach den Boden falsch vorbereitet, eine für seine Region ungeeignete Sorte gewählt oder die Tomaten zu dicht gepflanzt haben. Tomaten können durch Überhitzung, schlechte Belüftung im Gewächshaus oder sogar durch falsches Gießen welken», — fasste der Agronom zusammen.

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