Die Mittelzone Russlands diktiert den Tomaten ihre strengen Bedingungen: kurzer Sommer, starke Temperaturschwankungen und hohe Luftfeuchtigkeit, die Krankheiten begünstigt. Agronom Nikolai Pokora hat drei führende Sorten ausgewählt, die sich bei Gärtnern gerade unter diesen Bedingungen bewährt haben — hinsichtlich der Kombination von Frühreife, Ertrag, Geschmack und Resistenz gegen ungünstige Faktoren. Und genau sie könnten Prognosen zufolge im Jahr 2026 zu den Spitzenreitern werden.
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«Rosa Honig» — Ersatz für «Ochsenherz» der neuen Generation
Nach meinen Prognosen wird im Jahr 2026 gerade «Rosa Honig» endgültig die Nische einnehmen, in der früher das «Ochsenherz» dominierte. Dies ist eine großfruchtige Salatsorte mit ausgeprägter Süße, fleischiger Struktur, ohne Hohlräume und minimaler Samenanzahl. Im Gegensatz zu den alten Linien der «Herzen» setzt er stabiler Früchte an im kühlen Sommer der Mittelzone, verträgt die Gewächshausfeuchtigkeit besser und platzt seltener bei Bewässerungsschwankungen. Der Ertrag ist nicht rekordverdächtig in Stückzahlen, aber aufgrund des Fruchtgewichts (oft 400–700 g) ist die Gesamternte beachtlich. Der Geschmack erfreut ebenfalls, es ist genau die Tomate mit dem Geschmack der Kindheit, für die Menschen wieder Sorten anbauen statt Hybriden. Im Süden zeigt sie sich noch besser, benötigt aber Schattierung, sonst können Verbrennungen an der Fruchtspitze auftreten.
«Mazarini»
«Mazarini» — eine der wenigen relativ «jungen» Sorten, die sich nicht wegen Werbung, sondern wegen ihrer Ausgewogenheit durchgesetzt hat. Es ist eine großfruchtige Tomate mit festem, aber saftigem Fruchtfleisch, die in Scheiben und bei der Verarbeitung ihre Form gut behält. Geschmacklich unterliegt sie dem «Rosa Honig» an Süße, punktet aber mit Ertragsstabilität und dem Aussehen der Früchte. Im Gewächshaus der Mittelzone zeigt sie auch in schlechten Jahren einen gleichmäßigen Ertrag, leidet weniger unter Blütenendfäule. Genau sie wird immer häufiger von denen gewählt, die sowohl Geschmack als auch «Zuverlässigkeit» wollen.
«Schwarzer Krim»
Die Sorte «Tschorny Krym» ist im Jahr 2026 bereits keine Exotik mehr, sondern eine bewusste Wahl. Man schätzt sie nicht wegen des Aussehens, sondern wegen des komplexen, intensiven Geschmacks mit Wein- und Fruchtnoten, den man von standardmäßigen roten Sorten nicht erhalten kann. Unter den Bedingungen der Mittelzone trägt sie stabil im Gewächshaus Früchte, und im Süden fühlt sie sich auch im Freiland bei mäßiger Bewässerung wohl. Der Ertrag ist mittel, aber jede Frucht ist marktfähig und „schmackhaft“. Die Sorte stellt hohe Ansprüche an die Anbautechnik: Bei Überdüngung mit Stickstoff vereinfacht sich der Geschmack drastisch, daher wird sie von erfahrenen Gärtnern geschätzt, nicht von Anfängern.