Der Anbau von Süßkirschen ist nicht nur in den südlichsten Regionen möglich, denn die weltweite Züchtung umfasst etwa 4.000 Sorten. Alle werden je nach den wichtigsten Eigenschaften in zwei Untergruppen unterteilt: Bigaro und Gini.
Inhaltsverzeichnis:
Sortenwahl
Die Sorten der Bigaro-Gruppe zeichnen sich durch eine feste, elastische Schale und farblosen Saft aus und haben eine mittlere bis späte Reifezeit.
Diese Süßkirschen eignen sich gut zum Frischverzehr oder zur industriellen Verarbeitung zu Säften, Kompotten usw.
Frühe Süßkirschensorten der Gini-Gruppe haben saftiges und zartes Fruchtfleisch, daher sind sie nicht für den Langzeittransport geeignet und verderben schnell. Solche Süßkirschen reifen früh und gelten als Tafelsorten. Anhand der Beschreibung der Gruppen kann man die Sortenwahl treffen. Nun betrachten wir, wie man diese Pflanze anbaut.
Die Süßkirsche ist eine fremdbestäubende Pflanze, obwohl es auch selbstfruchtbare Sorten gibt, aber wenige. Daher werden für maximale Erträge verschiedene Sorten dieser Kultur im Garten gepflanzt. Eine gute Nachbarschaft mit Sauerkirschen ergibt gute Ergebnisse, vorausgesetzt die beiden Bäume blühen gleichzeitig.
Standortwahl für den Anbau
Beim Anbau von Süßkirschen muss der Baum zunächst am richtigen Standort gepflanzt werden. Da der Baum eine geringe Winterhärte hat, pflanzt man ihn besser in den Schutz eines Zauns oder einer Gebäudewand, wählt die Südseite und schützt die Kultur vor dem Einfluss kalter Nordwinde.
Die Süßkirsche gedeiht gut auf sandigen Lehmböden oder Lehmböden. Die Böden sollten fruchtbar sein und eine gute Luft- und Wasserdurchlässigkeit aufweisen. Senken und Gebiete mit hohem Grundwasserspiegel sind für den Anbau von Süßkirschen ungeeignet.
Vorbereitung des Pflanzlochs
Das Pflanzloch für die Süßkirsche wird im Herbst bis zu einer Tiefe von 80 Zentimetern ausgehoben. In diesem Loch wird die fruchtbare Erde mit mehreren Eimern Humus vermischt. Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr vor dem Austrieb, wobei im Frühjahr ein Kilogramm Asche und 300 Gramm Superphosphat in die Erde gegeben werden.
Alle Komponenten werden gründlich vermischt, danach kann der vorbereitete Setzling gepflanzt werden. Die Vorbereitung besteht darin, die Wurzeln der Pflanze 6-8 Stunden in Wasser einzuweichen sowie die Spitzen gesunder und beschädigter Wurzeln zu beschneiden. Nach dem Bedecken der Wurzeln der Süßkirsche mit Erde wird die Pflanze mit warmem Wasser gegossen.
Pflege von Süßkirschen
Die Süßkirsche treibt während der Entwicklung schnell neue Triebe aus, daher muss zur Erhaltung der gewünschten Kronenform ein Schnitt durchgeführt werden. Der Baumschnitt erfolgt am Ende des Winters, wenn er mild ist, oder im Frühjahr vor dem Aufbrechen der Knospen. Einjährige Bäume werden um 1/5 zurückgeschnitten, dabei werden beschattende, kranke und trockene Äste entfernt. Die Schnittstellen werden mit Baumwachs behandelt.
Beim Anbau von Süßkirschen werden sie nicht selten von Schädlingen befallen, die die Ernte völlig zerstören können. Zum Schutz des Baumes vor Schädlingen (Ameisen, Blattläuse) wird der Baum im Frühjahr und Herbst gekalkt. Hauptschädlinge (Blattwickler, Raupen usw.) werden vor der Blüte mit verschiedenen chemischen Mitteln bekämpft.
Der Boden unter dem Baum sollte locker gehalten werden, was einen guten Luftaustausch fördert. Zur Feuchtigkeitsspeicherung kann unter dem gelockerten Boden eine Mulchschicht ausgebracht werden.