Antwortet Kandidat der Landwirtschaftswissenschaften, Dozent am Lehrstuhl «Botanik, Physiologie und Pflanzenschutz» der Staatlichen Agrotechnologischen Universität Nischni Nowgorod benannt nach L.Ja. Florenjew, Jewgeni Michaljow:
— Bei guter Pflege können Steinobstkulturen mit Frösten recht gut umgehen. Im Gegensatz zur Sauerkirsche ist die Süßkirsche beispielsweise widerstandsfähiger gegen Kälte, da sie mehr Zucker enthält und die Blüten dichter und gleichmäßiger angeordnet sind. Bei der Sauerkirsche — die Stempel und Staubblätter sind nackt. Wenn Frost eintritt (-1…-2 °C), wird das Innere sofort schwarz. Die Süßkirsche kann bei −2…–3 °C durchhalten. Die äußeren Blüten können natürlich erfrieren und absterben, aber die inneren bleiben zu etwa 70 % erhalten. Zudem hat die Süßkirsche — im Gegensatz zur Sauerkirsche — eine dichtere Krone. Wenn die Blüten vor dem Frost von Insekten bestäubt wurden, leiden sie weniger als unbestäubte Knospen.
Frühlingsfröste — ein gewöhnliches Phänomen. Daher bereiten sich erfahrene Gärtner rechtzeitig darauf vor. Im Frühling wirft der Baum alle Zucker (alle aus Luft und Boden gewonnenen Kräfte) in die Blüte. Und wenn die Überwinterung der Süßkirsche schlecht verlief (schlechte Pflege im Sommer und Herbst), wird die Pflanze schnell erschöpft. Die Nährstoffreserven reichen einfach nicht aus, um der Kälte zu trotzen. Im besten Fall ernten Sie ein Glas Beeren statt eines Eimers. Im schlimmsten Fall — gibt es erst im nächsten Jahr wieder eine Ernte.
Man sollte bereits im Herbst organisches Material in den Boden einbringen, im Frühjahr den Vorgang unbedingt wiederholen und nicht vergessen zu gießen. Das hilft dem Baum, widerstandsfähiger zu werden. Bei ungünstigen Prognosen kann auch das Verräuchern helfen, die Süßkirsche vor Frost zu retten (in ein Fass etwas Reisig und verrottete Blätter werfen). Wenn man beispielsweise die ganze Nacht raucht, kann man die Temperatur um 3-4 Grad erhöhen. Dann fühlen sich die Bäume trotz der allgemeinen Kälte relativ wohl.