Welche Methoden helfen Ihnen, Ihre Beete vor Spätfrösten zu schützen?

Die Frage der Bekämpfung von Mai- (oder sogar Juni-) Spätfrösten ist für Gärtner vieler Regionen unseres Landes — praktisch ewig. Jede Saison müssen Kräfte und Mittel aufgebracht werden, um den tückischen Kälteeinbrüchen zu trotzen, damit man nicht mindestens ein Drittel der Ernte aller Gemüse, Obst und Beeren verliert. Gibt es also universelle Methoden, die zuverlässig vor solchen Unannehmlichkeiten schützen, oder ist ihre Entwicklung — eine Sache der fernen Zukunft? Wir klären das mit einem Experten.

Antwortet Agronomin Jelena Gorbunowa:

— Lassen Sie uns zunächst klar festhalten, welche Fröste für welche Pflanzenteile wirklich kritisch sind. Für Fruchtansätze genügen -1 °C, um abzusterben. Geöffnete Knospen können bis zu -4 °C aushalten. Für Blütenknospen sind -3 °C schädlich, und für geöffnete Blüten — -2 °C, wobei, wenn der Frost beispielsweise im Endstadium der Blüte eintritt, bereits -1 °C ausreichen.

Jetzt muss man verstehen, welche Kulturen diese Naturerscheinung wirklich fürchten und welche — nicht so sehr. Extrem negativ auf Spätfröste reagieren Tomaten, Paprika, Auberginen, Erdbeeren, Zucchini, Patissons, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren, Apfelbäume, Birnen, Kirschen, Süßkirschen und Aprikosen.

Temperaturabfällen bis zu leichten Minusgraden (-5…-7 °C) können Zwiebeln, Petersilie, Sauerampfer, Spinat, Dill, Sellerie, Karotten standhalten.

Diese Liste ist notwendig, um genau zu wissen, wen man zuerst schützen muss und wer auch einmal warten kann.

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Nun zu den Methoden selbst. In der Praxis bewähren sich wirklich nur zwei. Das sind, verständlicherweise, Abdeckmaterialien sowie Beregnung.

Abdeckmaterialien jeglicher Art — am besten Folie — sollten zu dieser Zeit immer griffbereit sein. Damit werden Beete im Freiland und unter Schutzabdeckungen abgedeckt, man kann sie über Bäume und Sträucher werfen, kurzum, nichts Kompliziertes.

Aber die Effektivität der Abdeckung wird drastisch steigen, wenn man sie mit Beregnung vorbereitet. Einige Stunden vor dem vorhergesagten Frost wird eine Bewässerung der Pflanzen durchgeführt. Es ist sehr empfehlenswert, dies nachts zu tun — da die Kältespitze am Morgen eintritt. Es ist ganz einfach: Die Feuchtigkeit verdunstet und erwärmt dadurch die Luft, neutralisiert den Frosteffekt und verhindert, dass der Frost bis zum Boden absinkt.

Darüber hinaus können Sie Obstbäume und Sträucher — ebenfalls am Vortag — gründlich mit Wasser gießen (Temperatur +10 °C). Pro Baum — 10 Eimer, pro Strauch — 5. Wenn Sie anschließend den Wurzelbereich desselben Apfel- oder Kirschbaums mit Folie abdecken, wird die Schutzwirkung noch verstärkt.

Sie sollten auch den Bodenschutz nicht vergessen. So werden Kartoffelpflanzungen durch das Anhäufeln fast bis zur Stängelspitze gerettet, andere — durch eine Mulchschicht aus Kompost in Kombination mit Stroh oder Torf.

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