Wie bewahren Sie Setzlinge auf, wenn Sie sie nicht vor dem Einsetzen des Frosts auspflanzen konnten?

Die Rückkehr von Minustemperaturen in Verbindung mit Schnee und Hagel hat für eine gewisse Zeit den wichtigsten Gartenprozess ausgebremst – das Einbringen der Setzlinge an ihren endgültigen Standort und in unbeheizte Gewächshäuser, geschweige denn ins Freiland. Und nun das Problem: Richtig gezogene Setzlinge von Tomaten, Paprika, Auberginen, Blumen waren bereits praktisch darauf eingestellt, ihre Wohnfläche zu vergrößern, und nun diese plötzliche Verzögerung. Was können Gärtner in diesem Zusammenhang unternehmen? Wir klären das mit einem Experten.

Der Agronom antwortet:

— Eigentlich ist die Verzögerung gar nicht so groß. Spätfröste verschieben den Umzugstermin in der Regel um eine Woche, im äußersten Fall um zwei, aber das ist, betone ich, wirklich der äußerste Fall. Dennoch müssen die Setzlinge diese nicht gerade günstige Zeit irgendwie überstehen, und dabei gibt es eine Reihe von Problemen.

Wenn Ihre Setzlinge normal sind, also nicht langgezogen, nicht blass und nicht brüchig, dann bleibt in diesem Fall nur, sie bei einer angenehmen Temperatur zu halten, aber nicht zu vergessen – und Kälte ist dabei kein Hindernis – sie regelmäßig zu lüften, ohne sie jedoch direkt der frischen Luft auszusetzen. Dabei ist es besser, nicht zu gießen, sondern sich auf das Besprühen zu beschränken. Wenn sich der Umpflanzzeitpunkt jedoch noch länger hinauszögert, müssen die Setzlinge gedüngt werden. Am besten mit einem Volldünger, aber sehr sparsam – gerade so viel, dass die Pflanzen nicht hungern und gleichzeitig keine Tendenz zu schnellem Wachstum zeigen. Denn wahrscheinlich ist das Gefäß mit Erde nicht sehr groß, und weder Stängel noch Wurzeln benötigen Wachstum. Andererseits dient dieser Platzmangel in diesem Fall als Bremse gegen unerwünschtes in die Länge ziehen.

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Wenn die Setzlinge zum Zeitpunkt des plötzlichen Kälteeinbruchs aus irgendeinem Grund bereits übermäßig langgezogen sind, muss man das Problem lösen, sie nicht verhungern zu lassen und gleichzeitig zu verhindern, dass sie noch weiter in die Höhe schießen. Der Ausweg: Blattdüngung – ja, auch sie fördert das Längenwachstum, aber nicht in kritischem Maße, also muss man angesichts dieser höheren Gewalt das kleinere Übel wählen. Und es bleibt nur, den Moment abzupassen, an dem das Wetter günstig für die Umpflanzung wird. Leider muss man sie dann auf einmal bewältigen, ohne den Prozess zeitlich zu strecken, sonst gibt es Probleme mit der Anwachsquote und folglich auch mit der Ernte.

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