Die Seidenpflanze oder Asklepios (nach dem antiken griechischen Gott der Heilkunst) wurde aufgrund ihrer hervorragenden Heileigenschaften so genannt. Der Anbau der Seidenpflanze ergibt reife Samen, die mit einem faserigen, watteartigen Flaum bedeckt sind.
Die Seidenpflanze gedeiht gut an offenen Standorten. Beim Anbau der Seidenpflanze ist zu beachten, dass einige Arten recht aggressiv wuchern. Ohne einen dichten Horst zu bilden, «schießen» neue Triebe manchmal fast einen Meter von der Mutterpflanze weg. Deshalb sollte die Pflanze zur Bildung eines kompakten Busches eingeschränkt werden, indem man sie in einem eingegrabenen Gefäß mit Drainagelöchern oder mit einer eingegrabenen Bordüre begrenzt. Der Anbau der Seidenpflanze am selben Standort ist bis zu 10 Jahre möglich.
Den Boden kann man jeden kultivierten wählen, aber bevorzugt wird ein fruchtbarer, schwach saurer Lehm. Die Syrische Seidenpflanze ist trockenheitsresistent, die Fleischfarbene Seidenpflanze ist feuchtigkeitsliebend.
Vermehrung der Seidenpflanze erfolgt durch Teilung, die Büsche wachsen sehr schnell. Teilen sollte man im Frühjahr oder in der zweiten Sommerhälfte. Die Seidenpflanze lässt sich auch leicht durch Samen vermehren. Es gibt keine besonderen Schwierigkeiten bei der Anzucht. Die Seidenpflanzen beginnen im 3. bis 4. Jahr zu blühen, daher blüht eine aus einem Rhizomstück gewonnene Pflanze schneller.
Es wird nicht empfohlen, die Seidenpflanze in der Nähe von kleinen Stauden zu pflanzen, da nicht jede Pflanze die Nachbarschaft einer so kräftigen Pflanze verträgt. Die Seidenpflanze lässt sich recht gut mit hohen Gräsern kombinieren: Hohes Perlgras, Reitgras, Chinaschilf, hohe Sorten der Schmielen, Rasen-Schmiele. Auch die Blüten der Seidenpflanze sehen gut neben Eisenhut, Sonnenhut, Physostegie, Veronikastrum und hohen Glockenblumenarten aus.