Das Warten auf den Frühling ist immer voller Vorfreude. Die Sehnsucht nach sanften, warmen Sonnenstrahlen, dem leuchtend blauen Himmel, grünem Gras und zarten Blumen lässt uns mit dem Einzug der ersten Frühlingstage an die Frühlingsblüher denken. Schneeglöckchen sind genau die Blumen, bei deren Anblick man versteht — der Frühling ist da.
Sie erscheinen auf den ersten schneefreien Stellen, umgeben von schmelzendem Schnee, und trotz ihrer Zerbrechlichkeit und Zartheit ziehen sie die Aufmerksamkeit aller auf sich. Und fast alle von uns nennen alle Frühlingsblüher Schneeglöckchen, ohne sich besonders auf die Eigenheiten jeder Art einzulassen. Dabei gibt es viele Arten von Frühlingsblühern und nur eine von ihnen hat das Recht, Schneeglöckchen genannt zu werden. Diese Blume trägt den offiziellen Namen Galanthus. Ein bemerkenswerter Name, nicht wahr? Eine sehr elegante, erstaunlich galante Blume kann auf den von der Sonne erwärmten schneefreien Stellen sogar während der Februar-Tauwetter erscheinen.
Das echte Schneeglöckchen gehört zur Familie der Liliengewächse. Es stellt eine milchig-weiße Glocke mit länglichen Blütenblättern dar. Das Schneeglöckchen steht auf der Roten Liste und ist streng geschützt. Aber heute ist es nicht schwer, Schneeglöckchen-Galanthus im eigenen Garten zu züchten. Das Schneeglöckchen vermehrt sich durch Zwiebeln, die relativ klein sind — bis zu 3 Zentimeter im Durchmesser, und mit gelblichen Schuppen bedeckt sind. Den Boden bevorzugen Schneeglöckchen feucht und reich an Mineralstoffen. Für gutes Wachstum und Vermehrung von Galanthus muss der Boden nicht staunass sein, da Galanthus aufgrund übermäßiger Bodenfeuchtigkeit absterben kann.
Man sollte Schneeglöckchen-Galanthus nicht im Wald oder in Waldparkzonen ausgraben, denn gerade wegen des rücksichtslosen Umgangs mit diesen ersten Frühlingsblumen gelten sie als gefährdete Art. Am besten wendet man sich an einen spezialisierten Pflanzenladen und kauft dort Galanthus-Zwiebeln.
Viel Erfolg!