Wenn im Frühjahr die Rosenabdeckungen entfernt werden, entdecken viele Gärtner an den Trieben Anzeichen einer gefährlichen Krankheit – des Infektionsbrandes. Um dies zu vermeiden, sollte die Vorbeugung bereits im Herbst beginnen, wenn die Rosen für die Abdeckung vorbereitet werden. Aber auch im Frühling gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die helfen können, die Rosen zu heilen und eine flächendeckende Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
Es gibt keine wirksamen Hausmittel oder industriellen Mittel gegen den Infektionsbrand der Rosen; entscheidend sind Vorbeugung und rechtzeitiges radikales Handeln beim Auftreten von Krankheitszeichen.
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Was ist Infektionsbrand bei Rosen?
Infektionsbrand (Stängelkrebs der Rosen) ist im Klima der Mittelzone sehr verbreitet und wird leicht von Pflanze zu Pflanze übertragen. Verursacht wird er durch den Pilz Coniothyrium wernsdorffiae, der sich bei niedrigen positiven Temperaturen entwickeln kann.
Das Hauptmerkmal der Krankheit sind schwarze nekrotische Flecken mit rotem Rand, die an den Rosentrieben gut sichtbar sind. Im Verlauf der Krankheit trocknet die Rinde aus, bekommt Risse und löst sich ab; der befallene Trieb stirbt ab.

Infektionsbrand: Was tun, um Rosen zu retten?
1. Beim Beschneiden von Rosen
Desinfizieren Sie die Gartenschere, bevor Sie von einem Strauch zum nächsten wechseln. Der Erreger des Infektionsbrandes wird häufig von kranken Pflanzen auf gesunde durch Gartengeräte übertragen.
Seien Sie vorsichtig beim Beschneiden. Jede versehentliche Beschädigung der Rinde kann als Eintrittspforte für die Infektion dienen.
Spülen Sie die Wunden an der Rinde mit einer 1%igen Kupfersulfatlösung (1 gehäufter Esslöffel auf 1 Liter Wasser). Sie können sie auch mit einer in Apotheken erhältlichen Tetracyclin-Salbe bedecken.
Entfernen Sie unreife Triebe. Bei starkem Frost sterben sie ab, und während des Tauwetters werden die abgestorbenen Gewebe zu einem Herd für die Infektion.
Halten Sie die Schnitttermine ein. Rosen werden etwa in der zweiten Oktoberhälfte geschnitten, wenn die Nachttemperaturen unter Null fallen.
Entfernen Sie unbedingt die Blätter vor dem Abdecken. Andernfalls findet unter der Abdeckung weiterhin Verdunstung von den Blättern statt, und hohe Feuchtigkeit schafft Bedingungen für die Entwicklung von Pilzen.

2. Vor dem Abdecken der Rosen
Behandeln Sie die Rosen mit einer 3%igen Bordeauxbrühe (300 g Kupfersulfat und 450 g ungelöschter Kalk auf 10 Liter Wasser) zur Vorbeugung von Pilzbefall.
Häufeln Sie die Rosensträucher mit trockener Erde bis zu einer Höhe von 30 cm an. Das Anhäufeln hilft, die Knospen zu erhalten und die Basis des Strauchs vor dem Erfrieren zu schützen. Die Erde zum Anhäufeln darf auf keinen Fall um den Strauch herum zusammengescharrt werden: die Wurzeln könnten freigelegt werden. Statt Erde können Sie Humus oder Kompost verwenden, aber auf keinen Fall Torf, Sand oder Sägespäne: Diese Materialien neigen dazu, Feuchtigkeit zu speichern und können im Winter vereisen, was zu Schäden an der Rinde der Triebe führt. Der Boden zwischen den Sträuchern wird manchmal mit zerkleinerter Rinde oder altem strohigem Mist abgedeckt.
Entfernen Sie alle Pflanzenreste: Es darf nicht vorkommen, dass sie zusammen mit den Rosen unter der Abdeckung landen. Die Reste sollten verbrannt und nicht für den Kompost verwendet werden.
Wie und wann Rosen abdecken?
Zum Abdecken der Rosen wählen Sie geeignetes Wetter. Decken Sie Rosen nicht an regnerischen Tagen ab: Hohe Luftfeuchtigkeit unter der Abdeckung schafft ein günstiges Umfeld für die Entwicklung von Pilzen. Das Wetter sollte trocken, windstill und mäßig kalt sein (bis zu –7 °C, außer bei Stammrosen).
Arbeiten Sie vorsichtig. Ihre Aufgabe ist es, versehentliche Beschädigungen zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für Kletterrosen und Stammrosen. Kletterrosen werden in mehreren Schritten gebogen, um die Triebe nicht zu brechen. Stammrosen werden bei Temperaturen über Null abgedeckt, da das Holz bei Frost spröde wird und die Gefahr besteht, den Stamm zu beschädigen. Die gebogenen Rosen dürfen nicht direkt auf den Boden gelegt werden: Zwischen den Trieben und dem Boden muss unbedingt eine Schicht Reisig gelegt werden.
Sehen Sie die Möglichkeit vor, die Abdeckung im Winter zu belüften. Warmes Wetter und hohe Luftfeuchtigkeit sind genau die Bedingungen, unter denen der Erreger des infektiösen Triebsterbens am aktivsten ist.
Die Rosen sind doch krank geworden. Was ist zu tun?
In feuchten Wintern mit häufigen Tauwetterperioden kann sich der infektiöse Triebsterben trotz aller vorbeugenden Maßnahmen entwickeln, daher überprüfen Sie im Frühjahr so früh wie möglich den Zustand der Rosen. Wenn Sie Anzeichen der Krankheit entdecken, schneiden Sie die befallenen Triebe sofort bis auf gesundes Gewebe zurück. Bei starkem Befall wird der Trieb vollständig entfernt, anschließend werden die Rosen mit einer 1%igen Lösung von Kupfersulfat behandelt. Zur Vorbeugung von infektiösem Triebsterben wird empfohlen, im Frühjahr auf die ruhenden Knospen 3%igen Eisenvitriol oder 5%ige Bordeauxbrühe anzuwenden. Erfahrene Rosenzüchter empfehlen, die Rosen so früh wie möglich zu öffnen – sobald es das Wetter zulässt.
