Die meisten Rosen benötigen sorgfältige Pflege, um richtig zu wachsen und zu blühen. Eine der häufigsten Ursachen für Misserfolge bei Rosen — ist die schlechte Kontrolle über Krankheiten und Schädlinge. Verpassen Sie nicht den Zeitpunkt für die optimale vorbeugende Behandlung im Rosengarten.
Jeden Herbst schwören Sie, keine einzige Rose mehr zu pflanzen, und im Frühling stürzen Sie sich wieder kopfüber in diesen Wahnsinn? Ja, das Leben eines Rosenfans ist sehr vorhersehbar :) — wir lieben und verfluchen sie gleichzeitig mit bewundernswerter Beharrlichkeit. Wenn Sie ein erfahrener Rosenzüchter sind, erwarten wir Ihre Korrekturen in den Kommentaren. Und wenn Sie ein Anfänger sind, hoffen wir, dass unsere vereinfachten Pläne Ihnen helfen, den richtigen Zeitpunkt für Behandlungen nicht zu verpassen.
Machen Sie sich keine Vorwürfe! Sowohl erfahrene Fachleute als auch Hobbygärtner stoßen früher oder später auf schwarze Flecken, Mosaik und Schimmel an Rosen. Das ist die Natur dieser Pflanze, sie zieht alle möglichen Krankheiten an. Natürlich sollte man den Garten nicht einfach in ein Testgelände für Präparate verwandeln. Aber wenn Sie etwas beunruhigt, ist es Zeit, das Sprühgerät in die Hand zu nehmen.

Echter Mehltau an Rosen
Inhaltsverzeichnis:
Frühlingsbehandlungen von Rosen gegen Krankheiten zur Vorbeugung
Die vier schwerwiegendsten Rosenkrankheiten in unserer Region: Schwarzfleckenkrankheit, Echter Mehltau, Rost und infektiöser Triebsterben (Absterben der Stiele).
Im Frühling hat man keine Zeit, jeden einzelnen Fleck genau zu diagnostizieren, dafür fehlt die Zeit. Zur Vorbeugung von Krankheiten (Rost, Fleckenkrankheiten, Falscher Mehltau, Echter Mehltau usw.) können Rosen behandelt werden:
Mit einem kupferhaltigen Präparat, zum Beispiel «Ordan». Auch die Verwendung des Fungizids «Strobi» ist möglich, das bei niedrigen Temperaturen gute Wirkung zeigt, die gerade für das frühe Frühjahr typisch sind.

Rosenrost
«Rakurs» — schützt vor Pilzen, die Rost und verschiedene Arten von Fleckenkrankheiten verursachen, und verhindert die Sporenbildung. Es hat sowohl heilende als auch vorbeugende Eigenschaften, wirkt systemisch und dringt schnell in alle Pflanzengewebe ein.
«Tschistozwet» — ein speziell zum Schutz mehrjähriger Blumenkulturen vor Krankheiten entwickeltes Präparat. Es bekämpft Fleckenkrankheiten, Echten Mehltau und Grauschimmel.
Im weiteren Verlauf der Saison helfen auch andere Präparate – «Falkon», «Profit Gold», «Revus», «Previcur Energy» usw.

Schwarzfleckenkrankheit an Rosen
Um Krankheiten im Frühling zu reduzieren, ist noch nötig
Im Frühling sollte sofort ein hygienischer Rosenschnitt durchgeführt werden. Kranke Triebe mit Krankheitsanzeichen werden nicht wachsen, Spritzen und Düngen helfen ihnen nicht. Solche Triebe werden gnadenlos herausgeschnitten. Wie man Rosen im Frühling richtig schneidet, lesen Sie hier >>>.
Nach dem Entfernen der Abdeckung kann sich an den Trieben Kondenswasser bilden. Lassen Sie die Stiele trocknen, führen Sie keine Spritzungen an feuchten Büschen durch. Führen Sie die Arbeiten morgens oder abends durch, wenn die Sonne nicht scheint oder zumindest keine direkten Strahlen auf die Pflanzen fallen. Dies hilft, chemische Verbrennungen beim Spritzen zu vermeiden. Wann man die Abdeckung von Rosen richtig entfernt, lesen Sie hier >>>>.
Entfernen Sie jeden Herbst und frühen Frühling die abgefallenen Blätter, um die Ausbreitung von Krankheiten zu minimieren.

Mehltau an Rosen
Achten Sie darauf, dass die Blätter trocken bleiben: Gießen Sie die Pflanzen nicht mit Wasser und verwenden Sie keine Überkopf-Bewässerung, besonders am Nachmittag oder frühen Abend. Tropfschläuche — eine hervorragende moderne Methode, um Rosen zu gießen und Wasser zu sparen. Setzen Sie neue Pflanzen weit genug voneinander entfernt, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.
Rosen sind besonders empfindlich gegen Glyphosat, daher ist bei der Unkrautbekämpfung Vorsicht geboten. Tragen Sie Herbizide mit einem Pinsel auf die Unkräuter auf, verwenden Sie kein Spray, das der Wind leicht verwehen kann. Glyphosatschäden führen zu verfärbtem, deformiertem Laub an Rosen. Mehr über Glyphosat lesen Sie in diesem Material >>>>.
Wählen Sie Rosen, achten Sie auf die Krankheitsresistenz der jeweiligen Sorte. Allzu oft gehen viele Gärtner davon aus, dass Strauchrosen tolerant oder resistent gegen Krankheiten sind, und treffen ihre Wahl ausschließlich auf dieser Grundlage. Tatsächlich gibt es innerhalb jeder Rosengartengruppe eine Reihe von Sorten, die sehr anfällig für schwere Krankheiten sind. Diese Materialien helfen Ihnen, geeignete Rosensorten auszuwählen >>>>.

Spuren von Schäden durch die Rosenzikade
Ein weiterer interessanter Fakt über Krankheiten ist, dass Pflanzen zwei Arten von Resistenz haben können: phänotypische und genotypische. Phänotypische Resistenz — das ist, wenn eine Sorte an einem Ort oder in einem Teil des Landes resistent gegen eine Krankheit ist, aber nicht an einem anderen. Genotypische Resistenz ist durch das Vorhandensein von Genen bedingt, die nicht durch Klima, Standort oder Pflege beeinflusst werden. Deshalb, wenn der Begriff «Resistenz» als allgemeiner Begriff verwendet wird und sich auf eine Sorte oder Klasse bezieht, kann er zutreffen oder nicht, je nachdem, wo Sie die Rose pflanzen.
Frühjahrs-Heilbehandlungen für Rosen gegen Krankheiten
Infektionsbrand: An den Trieben erscheinen gürtelartige schwarze Flecken mit rotem Rand. Bei starkem Befall schneiden Sie den Trieb vollständig heraus. Behandeln Sie den Strauch mit einer 1%igen Kupfersulfatlösung. Mehr über Infektionsbrand sehen Sie hier >>>.

Infektionsbrand an Rosen ist gleich zu Beginn des Frühlings leicht zu erkennen.
Schwarzfleckenkrankheit: Das Laub bekommt schwarze Flecken, die unteren Blätter vergilben und fallen ab. Mittel: «Skor», «Tschistozwet», «Rakurs», «Fitosporin».
Rost: Leuchtend orangerote Pünktchen auf den Blättern. Die befallenen Blätter werden abgepflückt und mit denselben Mitteln besprüht.
Echter Mehltau: Die Rosenblätter verformen sich und werden mit einem weißen mehligen Belag überzogen. Im frühen Stadium werden die Büsche mit Wasser besprüht und mit Asche bestäubt. Mittel: «Topas», «Skor», «Tschistozwet», «Rakurs».
Falscher Mehltau: Auf den Blättern und Trieben erscheinen violette Flecken von unregelmäßiger Form. Es werden die Mittel «Profit» und «Ridomil Gold» verwendet.
Es ist wichtig, Präparate verschiedener Gruppen abzuwechseln, damit die Krankheitserreger keine Resistenzen entwickeln. Ebenso wichtig ist es, die vom Hersteller angegebenen Fristen zwischen den Behandlungen einzuhalten.
Frühjahrsbehandlungen von Rosen gegen Schädlinge
Natürlich muss der Rosenzüchter nicht nur mit Krankheiten kämpfen, sondern auch mit Schädlingen (Blattläuse, Rosensägewespe, Zikaden, Spinnmilben und andere «Liebhaber» von Rosen). Normalerweise treten die Schädlinge auf und beginnen die Rosen während ihrer aktiven Vegetation zu belästigen. Es ist besser, proaktiv zu handeln und etwa eine Woche nach der vorbeugenden Frühjahrsbehandlung gegen Rosenkrankheiten auch ein Mittel gegen Schädlinge anzuwenden, z. B. «Aktara». Solange die Rosenbüsche noch nicht zugewachsen sind, ist der Verbrauch des Mittels minimal, was besonders bei großen Rosenpflanzungen wichtig ist. Im Laufe der Saison stehen Insektizide wie «Iskra», «BI-58 new», «Komandor» und andere zur Verfügung. Gegen Milben können «Apollo», «Oberon», «Masai» usw. eingesetzt werden.

Raupe der Rosensägewespe
«Biotlin» hilft, die Schädlinge loszuwerden: ein Mittel, das die Pflanze umfassend vor verschiedenen Insektenarten schützt. Sein Wirkstoff führt bei den Schädlingen zu keiner Resistenzbildung, und das Mittel beginnt schnell zu wirken – bereits wenige Stunden nach der Anwendung. Es schützt auch vor versteckt lebenden Insekten, die sich auf der Blattunterseite verbergen.
Wenn der Rosengarten von Blattläusen befallen wird, werden alle verfügbaren Insektizide eingesetzt: «Iskra-M», «Intavir», «Aktara», «Biotlin», «Zwetolux Bau», «Kinmix», sowie die Biopräparate «Agrawertin», «Fitowerm». Achtung, Biopräparate wirken nur bei positiven Temperaturen. Kleine Ansammlungen können durch Abspülen mit einem Hochdruckschlauch entfernt werden, dies muss jedoch alle zwei bis drei Tage wiederholt werden. Auch Sprays mit Chili und/oder Knoblauch sind wirksam, wobei Knoblauch als Repellent gegen weiteren Blattlausbefall wirkt. Diese Behandlung muss wiederholt werden.

Blattlausbefall an Rosen
Im Frühling schwirren Schmetterlinge nicht nur anmutig über den Erstblühern. Sie legen ihre Eier auf die Blätter der Pflanzen. Bald darauf fressen die Raupen die Blätter ab, was den gesamten Busch schädigt und das Erscheinungsbild der Rosen beeinträchtigt. Ein solches Verhalten ist beispielsweise für Blattwickler typisch. Um die Rosen vor Raupenfraß zu schützen, hilft „Gerold“, ein Mittel, das die Eier und Larven der Schmetterlinge abtötet und ihre Entwicklung verhindert. Das Präparat hat eine lange Nachwirkungszeit und ist zudem unbedenklich für Bienen und andere Nützlinge: Es wirkt ausschließlich auf die schädlichen Raupen.
Das Präparat „Batraider“ ist recht interessant – es erkennt den Schädling selbst, Sie müssen kein Siebengscheiter sein und lernen, sie zu unterscheiden. Wenn Sie von den Käfern und Kakerlaken keine Ruhe haben, behandeln Sie Ihre Rosen mit diesem Mittel.
Noch mehr Möglichkeiten, Ihre Rosen gesund zu erhalten:
- Düngen Sie richtig
- Befreien Sie sich von Blattläusen
- Behandeln Sie den Mehltau
- Kontrollieren Sie die Schwarzfleckenkrankheit