Derzeit gibt es mehr als 20 000 Rosensorten, die in den unterschiedlichsten Klimazonen der Erde angebaut werden. Es wurden ganze Industriezweige des industriellen Anbaus und der Züchtung neuer Sorten dieser schönen Blume geschaffen. Für den Hobbygärtner wird eine riesige Auswahl an Setzlingen für jeden Geschmack angeboten. Aber wenn die Erfahrung noch nicht ausreicht, um den eigenen Garten mit bunten Rosensträuchern zu schmücken, dann ist es am besten, mit einer sehr anspruchslosen Sorte zu beginnen: der Rose Robusta. Inhalt:
- Rosensorten
- Pflanzung und Pflege der Rose Robusta
- Vermehrung der Rose Robusta
Inhaltsverzeichnis:
Rosensorten
Das System zur Klassifizierung von Rosensorten ist sehr komplex, insbesondere wenn man nicht nur die phänologischen Merkmale der jeweiligen Pflanzenart, sondern auch ihre Herkunftsgeschichte zugrunde legt. So wurde die berühmte Rose Robusta, die erst vor kurzem der Klasse der Sträucher (Shrubs) zugeordnet wurde, als anspruchslose Sträucher für nördliche Gärten beschrieben. Manchmal werden sie als halbkletternde Rosen bezeichnet. Diese Sorte wurde auf der Grundlage der alten Rugosa-Rose oder Runzelrose in der Baumschule von Reimer Kordes im Jahr 1979 gezüchtet. In Deutschland wurde sie der Klasse der Rugosa-Hybriden zugeordnet. Die leuchtend roten Blüten zieren die ganze Saison über den riesigen, mit scharfen Dornen und dunklem, glänzendem Laub bedeckten Strauch. Es ist eine der auffälligsten Rugosa-Rosen.
Zunächst bildet sich eine längliche Knospe, dann Blütenbüschel mit kleinen Blüten in einer Anzahl von bis zu 10 Stück. Die erste Blütenwelle erscheint im Mai, danach noch mehrmals während der Saison. Die wiederholte Blüte der Rose zählt zu den großen Vorzügen der Pflanze.
Auf der Grundlage dieser Sorte wurde 1986 vom selben Züchter die Sorte Pink Robusta mit zartrosa Blüten, die in der Mitte einen weißen Fleck haben, gezüchtet. Die Höhe des Strauches und die Größe der Dornen sind geringer, während die Blüten dagegen einen Durchmesser von 10 cm erreichen. Sie sind sehr widerstandsfähig gegen Unwetter und Mehltau. Interessant ist die kanadische Sorte Cordeo Robusta. Alle Sorten der Rose Robusta sind frostbeständig und werden meist zur Schaffung einer schönen Hecke verwendet.
Pflanzung und Pflege der Rose Robusta
Die Rose Robusta kann selbst auf den ärmsten Böden wachsen. Damit sich der Strauch jedoch schneller entwickelt und eine große Anzahl leuchtender Blütenstände hervorbringt, wird empfohlen, den Standort vorher vorzubereiten:
- Als optimale Nahrungsfläche für die Rose gilt ein Pflanzloch von 0,7 mal 0,7 Meter.
- Es ist wünschenswert, mineralischen Dünger, z. B. Kemira Universal, in einer Menge von 100 g pro Pflanzstelle auszubringen.
Der Boden um den Setzling herum kann mit Vliesstoff abgedeckt werden, um ihn vor schnell wachsenden Unkräutern zu schützen, die die Anwachsrate der Rose verringern. Dies wirkt sich auch positiv auf die Feuchtigkeitsspeicherung im Boden aus. Die Pflanze ist schattentolerant und stellt keine besonderen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Ein wichtiger gärtnerischer Schritt beim Anbau der Rose ist ihr korrekter Rückschnitt, der im Frühjahr und Herbst durchgeführt wird. Im zeitigen Frühjahr werden kranke, ins Innere des Busches gerichtete und über den Winter beschädigte Triebe entfernt. Meistens lässt man an einem ausgewachsenen Busch 7, 8 kräftige Triebe stehen. Wenn der Busch jung ist, sollte die Anzahl der blühenden Zweige geringer sein.
Jeder Trieb wird um zwei Drittel seiner Länge eingekürzt. Der Herbstschnitt ist für das Wachstum des Busches im nächsten Jahr sehr wichtig. Die gesamte Pflanze muss sorgfältig untersucht werden, um Pilzkrankheiten nicht zu übersehen.
Unreife, schwächliche Triebe und solche mit Knospen müssen entfernt werden, obwohl die Robusta-Rose zu den winterharten und frostresistenten Pflanzen gehört. Die Triebe dürfen nicht kurz geschnitten werden. Dies schwächt die allgemeine Blüte des Busches. Besser ist es, sie zum Boden hin zu biegen. Ein starkes Abdecken ist nicht nötig. Im Gegenteil, bei einem relativ milden Winter kann dies zu Fäulnis und Absterben der Rose führen. Für jede Rosensorte gilt: Beim Rückschnitt ist eine gewisse Mäßigung ohne Übertreibung zu wahren, um die Harmonie des Busches und die durchdachte Komposition nicht zu stören. Da in der Abstammung der Robusta-Rose die Rugosa-Rose einen zentralen Platz einnimmt, muss der wichtige Punkt der besonderen Empfindlichkeit der Pflanze gegenüber flüssigen chemischen Düngemitteln berücksichtigt werden. Bei deren Überschuss werden die Blätter gelb, und der Busch verliert schnell seine dekorative Wirkung. Auch ein Überschuss an Stickstoff bei der Düngung mit organischen Düngemitteln wirkt sich so aus. Die einzig wirksame Methode, diesen Effekt zu verhindern, ist das vorherige Bewässern des Bodens unter dem Rosenbusch. Der Flüssigdünger wird nur in feuchten Boden eingebracht. Die Rose wird mehrmals pro Saison reichlich gegossen.
Vermehrung der Robusta-Rose

Die einfachste Methode, eine ausreichende Anzahl kräftiger Rosenstecklinge zu ziehen, ist die vegetative Vermehrung. Dazu kann man den Strauch teilen, stets vorhandene Ableger oder Stecklinge bewurzeln. Im zeitigen Frühjahr vor dem Austreiben der Knospen können einige Triebe mit Erde bedeckt werden. Sie bewurzeln leicht und haben bereits im Herbst ein eigenes Wurzelsystem, das ein aktives Wachstum des Büschchens im nächsten Jahr gewährleisten kann.
Das Abtrennen von der Mutterpflanze und das Umpflanzen an den endgültigen Standort sollte im Frühjahr des folgenden Jahres erfolgen.
Damit ein reichblühender Strauch der Robusta-Rose seinen Besitzer über viele Jahre hinweg mit leuchtend roten Blüten erfreut, müssen einige Pflegeanforderungen erfüllt werden. Dazu gehören ein richtig gewählter Standort, ein gesunder Setzling, Bewässerung, Düngung, Rückschnitt und Schädlingsbekämpfung. Außerdem mögen Rosen es sehr, wenn man einfach mit ihnen spricht. Video über die Blüte der Robusta-Rose: