Die Quecke zeichnet sich selbst unter den Unkrautverwandten durch besondere Widerstandsfähigkeit aus, übertrifft den berühmten Löwenzahn und die nicht weniger berühmte Saudistel. Sie von dem Grundstück zu vertreiben erfordert enorme Mühen, und oft verlieren Gärtner den Kampf gegen sie. Jedoch — nicht über Nacht, natürlich, — ist es durchaus möglich, sie vom «kultivierten» Gelände zu vertreiben. Wie genau macht man das?
Der Agronom antwortet:
— Die Quecke mag trotz ihrer Zähigkeit und Widerstandsfähigkeit keine starken Konkurrenten im Kampf um Lebensraum. Sie kann zwar viele unterdrücken, doch gibt es auch ein Mittel gegen sie. Allerdings wird man bei der Vertreibung der Quecke Zeit opfern müssen — mindestens eine Gartensaison, aber die Sache lohnt sich.
Man kann natürlich den Kampf gegen sie durch sorgfältiges Ausstechen und Vernichten von Pflanzenresten führen, aber das ist erstens sehr arbeitsintensiv und zweitens — das Ergebnis ist keineswegs garantiert.
Man kann Herbizide einsetzen, bis hin zu den stärksten, systemischen, jedoch — besonders wenn die Quecke aus dem Gemüsegarten entfernt werden muss, wo Sie Gemüse anbauen, — rate ich davon kategorisch ab. Gift — es ist und bleibt Gift, und die Folgen seiner Anwendung können sich in der unerwartetsten (und nicht sehr angenehmen) Weise auswirken.
Daher ist es besser, doch die Methode mit gewöhnlichen Gründüngungspflanzen anzuwenden. Genau unter ihnen gibt es durchaus mächtige Konkurrenten für die Quecke, die dem Gärtner gleichzeitig keine ähnlichen Probleme bereiten. Die einfachste davon zur Gründüngung ist Senf. Sehr gut erstickt die Quecke Phacelia, hervorragend unterdrückt sie auch Winterroggen, sowie Klee, aber letzterer — ist ein ziemlich beachtliches Risiko: Klee kann ohne angemessene Kontrolle selbst schnell zu einem Unkraut werden, und dann werden Sie sich mit seiner Vernichtung beschäftigen müssen, und das ist auch nicht so einfach.
Die genannten Pflanzen werden an Stellen mit starkem Queckenwuchs gesät, durchlaufen ihren Lebenszyklus und werden dann, wie es sich für Gründüngungspflanzen gehört, in den Boden eingearbeitet. In dieser Zeit verderben sie der Quecke dank ihres verzweigten und kräftigen Wurzelsystems das ganze Spiel und verdrängen das Unkraut von dem zuvor besetzten Gebiet. Ein weiterer Pluspunkt der Methode — natürlich der gut ausgeruhte Boden und die Aussicht auf eine große Ernte.