Primeln – Pflanzen, die blühen?

Frühlingsblüher — die ersten Frühlingsblumen.

Bergenie (Bergenia cordifolia) — Diese immergrünen, mehrjährigen, seltener einjährigen Pflanzen werden 6–35 cm hoch. Die Rhizome sind dick, horizontal. Die Blätter sind grundständig, gestielt, groß, dunkelgrün, glänzend, ledrig, in einer Rosette angeordnet. Die Blüten sind kelchförmig, rot, rosa oder weiß, in dichten rispenförmigen Blütenständen. Blütezeit: Frühling bis Frühsommer.
Das Einsatzspektrum der Bergenie in Pflanzungen ist breit: Nachahmungen natürlicher Landschaften im Garten (Waldränder, Lichtungen, Wiesenflächen, Ufer von Gewässern, Bachläufe, Steingärten), artreine Pflanzengruppen auf Rasenflächen und Rabatten. Mit ihrer ornamentalen Form, Blattfarbe und Blütenständen schaffen sie von Frühjahr bis Spätherbst malerische Kompositionen in verschiedenen Pflanzentypen.

Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum) — Mehrjährige Zwiebelpflanze. Die Zwiebel ist mehrjährig (zwei Jahreszyklen), eiförmig, mehrgipflig, tunikat, mit hellbraunen Außenschuppen, Durchmesser 2–2,5 cm und Höhe 3–3,5 cm. Blätter grundständig, linealisch, 12–15 cm lang und 1,5 cm breit, glänzend, hellgrün; erscheinen gleichzeitig mit den Blüten, wachsen nach der Blüte bis zu 30 cm und sterben im Hochsommer ab.
Der Blütenstiel ist blattlos, 12–15 (35) cm lang, leicht abgeflacht. An der Spitze trägt er einen doldigen Blütenstand aus einer, selten zwei hängenden Blüten. Das Deckblatt der Blüte (des Blütenstandes) befindet sich an der Basis. Die Blüten stehen an langen Stielen, weiß, mit angenehmem Duft. Die Blütenhülle ist breitglockig, ohne Krone, alle 6 Kelchblätter der Blütenhülle sind gleich, bis zu 25 mm lang, mit einem kleinen grünen oder gelben Fleck an der Spitze.
Blütezeit: April bis Mai.
Verwendung für Gruppenpflanzungen, in Alpinarien und Steingärten (Schatten). Wie die meisten Zwiebelpflanzen eignet sie sich als Topfpflanze und für den Schnitt. Im Wasser behalten die Blüten ihre dekorativen Eigenschaften 8–10 Tage.

Winterling (Eranthis hyemalis) und E. cilicica — schön blühende Frühlingspflanzen. Sie werden oft in Gemeinschaftspflanzungen mit anderen Frühlings-Ephemeroiden verwendet, um leuchtende Blütenteppiche zu schaffen. Sie finden auch Verwendung in Gruppenpflanzungen zwischen Sträuchern, in Kompositionen auf Alpensteinanlagen.

Wald-Windröschen (Anemonen) (Anemone sylvestris) — mehrjährige krautige Pflanze. Stängel 15-15 cm hoch, oben fast weißfilzig. Blütentragender Stängel mit einem Quirl aus 3 gestielten Blättern, beidseitig behaart, in 3 Segmente geteilt. Rhizom aufrecht. Grundblätter 2-6, lang gestielt, mit 3-5 rautenförmigen, 3-teiligen Segmenten. Blütenstiele einzeln, lang. Blüten 3-7 cm Durchmesser. Blütenhüllblätter meist reinweiß, 5, außen behaart.

Hyazinthe (Hyacinthus orientalis) — mehrjährige Zwiebelpflanzen, die Zwiebel dicht, bestehend aus fleischigen Niederblättern, deren Basen den gesamten Umfang des Zwiebelbodens einnehmen.
Die Blüten sind an der Spitze des Stängels in einer Traube angeordnet. Ihre Blütenhülle ist glockenförmig-trichterig, leuchtend gefärbt und mit zurückgebogenen Zipfeln.

Gelbstern (Gagea) — eine Gattung krautiger Zwiebelpflanzen. Pflanzenhöhe von 3 bis 35 cm. Die Pflanzen können eine Zwiebel haben, oft bilden sich aber auch mehrere Tochterzwiebeln, die durch Ausläufer mit der Mutterzwiebel verbunden sind. Grundblätter ein oder zwei, schmal, lang, flach, ihre Höhe übersteigt meist die des Blütenstandes. Anzahl der Blätter an den Blütentrieben ein bis fünf.
Blütenstände doldenförmig, mit wenigen Blüten. Blüten klein, gelb, sternförmig. Blütenhülle einfach, kronblattartig, aus sechs, in zwei Kreisen angeordneten Blättchen (Segmenten).
Bald nach der Blüte stirbt der oberirdische Teil ab.

Frühlingsblühende Schwertlilien (Iris cristata, I. reticulata, in der russischen Tradition — Iridodictyum) — mehrjährige Rhizompflanzen. Die Blüten der Schwertlilien sind sehr eigenartig: Sie haben weder Kelch- noch Kronblätter. Die Blütenform ähnelt dem Aufbau einer Orchidee. Die Blütenhülle ist röhrenförmig mit einem sechsteiligen Saum. Die Basen der Blütenblätter sind zu einer Röhre verwachsen, in deren Innerem sich Nektar befindet.

Krokus (Crocus) — in der gärtnerischen Literatur verwendete Bezeichnung für die Pflanzengattung Safran (lat. Crocus). Knollen bis 3 cm Durchmesser, rund oder abgeflacht, von Schuppen umhüllt, bilden ein Büschel von Wurzelfasern, deren Struktur und Färbung je nach Art variieren. Stängel entwickelt sich nicht. Blätter grundständig, linealisch, unten von scheidigen Schuppen umfasst, erscheinen während oder nach der Blüte.
Blüten einzeln, manchmal 2-3 aus einer Knolle, von häutigen Schuppen umgeben. Blütenhülle groß, lang trichterförmig, der Saum besteht aus 6 Zipfeln, die in eine lange zylindrische Röhre übergehen. Staubblätter am Schlund der Blütenhülle befestigt, kürzer als diese; Staubfäden kurz; Staubbeutel aufrecht, linealisch, meist länger als die Staubfäden. Griffel fadenförmig mit drei Narben.
Nach Blütenfarbe werden die Arten in zwei Gruppen eingeteilt: gelbblühende (Farbe von gelb bis orange) und blau blühende (Farbe von helllila bis dunkelviolett); auch albinotische Formen kommen vor – häufig bei blau blühenden, seltener bei gelbblühenden.

Kandyk (Erythronium) (Erythronium, Erythronkim) — mehrjährige krautige Zwiebelpflanze. Die Pflanze wird 10–30, selten bis zu 60 cm hoch. Die Zwiebel ist eiförmig-zylindrisch, einjährig. Die Blätter am Grund des Blütenstiels sind zu zweit; gegenständig, gestielt, eiförmig bis länglich-lanzettlich, einfarbig oder mit braunen Flecken übersät. Die Blüte ist meist einzeln (selten mehrere), die Blütenhülle ist groß, hängend, aus 6 Blättern, an der Basis glockig genähert, oben auseinanderlaufend und nach außen gebogen. Die Blütenhüllblätter sind rosapurpur, gelb oder weiß, ziemlich lang (18 bis 20 mm). Blütezeit Ende April bis Anfang Mai.

Muscari (Mäusehyazinthe, Vipernzwiebel) (Muscari)

Blumen, die im Frühling erblühen

Gärtner fügen gerne neue Arten von Frühlingsblühern zu ihren Sammlungen von Gartenpflanzen hinzu. Denn sie blühen als erste und bereiten im zeitigen Frühjahr besondere Freude, während die anderen Blumen im Garten noch fest schlafen.

  1. Besonderheiten früher Blumen
  2. Zwiebelblumen
  3. Anemone
  4. Belozwetnik
  5. Zwerg-Iris
  6. Krokusse
  7. Schneeglöckchen
  8. Puschkinie
  9. Chionodoxa
  10. Eranthis
  11. Krautige Pflanzen
  12. Stiefmütterchen
  13. Alpen-Gänsekresse
  14. Immergrün
  15. Brunnera
  16. Faden-Ehrenpreis
  17. Vergissmeinnicht
  18. Primel

Besonderheiten der Frühblüher

Im botanischen Dialekt sind Primeln Pflanzen, die zur Familie der Primelgewächse gehören. Im Volksmund versteht man unter diesem Begriff alle Pflanzen, die als erste im zeitigen Frühjahr blühen. Die meisten von ihnen sind völlig anspruchslos und erfordern keine besonderen gärtnerischen Maßnahmen. Mehrjährige Frühlingsblumen können lange Zeit am selben Standort wachsen, ohne dabei ihre dekorativen Eigenschaften zu verlieren.

Bei der Auswahl, welche frühen Blumen Sie pflanzen möchten, sollten Sie die Besonderheiten ihres Wachstums kennen. So erscheinen im Frühjahr am häufigsten zuerst Zwiebelpflanzen. Sie verblühen schnell, danach müssen ihre Zwiebeln ausgegraben und eingelagert werden, um im Herbst wieder eingepflanzt zu werden. Auch unter den ersten Blühern gibt es viele Ephemeroiden. Das sind Pflanzen mit einer kurzen Vegetationsperiode. Nach der Blüte verschwinden ihre oberirdischen Teile recht schnell. Solche Pflanzen bereiten keinerlei Mühe – sie müssen nicht ausgegraben und umgepflanzt werden. Es gibt auch unter den Frühblühern solche, die nach der üppigen Frühlingsblüte während der gesamten Sommersaison wachsen und die Beete mit leuchtendem Grün schmücken.

Zwiebelblumen

Die Vielfalt der Zwiebelpflanzen ist sehr groß. Sie zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie früh und sehr eindrucksvoll blühen. Von der gesamten frühlingsblühenden Liste sind die frühesten Chionodoxa, Schneeglöckchen und Eranthis.

Anemone

Ein anderer Name dieser Vertreterin der Hahnenfußgewächse ist Windröschen. In Russland gibt es in der freien Natur mehrere Arten und Sorten dieser Staude. Aber in den Gärten wächst meist die Gartensorte. Die Höhe der Anemone beträgt bis zu 15 cm, die Blütenstände sind je nach Sorte vielfältig: gefüllte und mehrschichtige, von weiß bis dunkelrot.

Knotenblume

Beluschka, so werden diese zarten Blumen auch genannt. Sie blühen am Ende des Winters auf. Die Blütenstände sind glockenförmig und milchig weiß, jedes Blütenblatt ist mit grünlichen Flecken verziert. Die Pflanze ist im Vergleich zu anderen Frühblühern hoch – sie erreicht 30 cm. Die Blätter sind schön dunkelgrün, länglich und schmal. Die Frühlings-Knotenblume breitet sich schnell durch Rosetten aus, ähnlich den Narzissen.

Zwerg-Iris

Eine hervorragende Option zur Gestaltung der vorderen Beetkante. Die nicht hohen, bis zu 30 cm großen Zwerg-Iris breiten sich in dichten Horsten aus und bilden einen hellen Rand für das Beet. Aus einer Rosette wachsen in einer Saison viele lange Triebe mit einem oder mehreren Blütenständen. Die Blütezeit liegt in der Mitte des Frühlings und dauert 2 bis 3 Wochen an, während das Grün der Zwerg-Iris die ganze Saison über dekorativ ist. Die Färbung der Blütenstände ist sehr vielfältig, von schneeweiß bis bläulich-schwarz.

Krokusse

Die zarten Krokusse ähneln in der Blütenform den Schneeglöckchen. Sie gehören jedoch zur Familie der Schwertliliengewächse, und ihre Zwiebeln ähneln denen der Tulpen. Die Höhe beträgt bis zu 15 cm, und die Auswahl an Farbtönen ist sehr reichhaltig. Für die Gestaltung eines farbenfrohen und stilvollen Frühlingsbeetes kann man bereits Krokusse in verschiedenen Farbtönen verwenden. Frosthart und anspruchslos eignen sie sich für jeden Gartenbereich.

Schneeglöckchen

Eine andere Bezeichnung für die Staude ist Galanthus. Die Besonderheit der Pflanze ist, dass Blätter und Blüten gleichzeitig erscheinen, direkt nach dem Schnee oder auf den ersten aufgetauten Stellen. An hohen Stielen (15-20 cm) öffnen sich schneeweiße Blüten. Eine blühende Wiese schmückt den Garten für 3-4 Wochen. Ende Mai stirbt das gesamte Grün ab, ohne eine Spur zu hinterlassen. Die kleine Zwiebel bleibt unter der Erde und erwacht in der nächsten Saison mit neuer Kraft.

Puschkinia

Diese Frühblüher blühen nach den Schneeglöckchen auf. Der oberirdische Teil ähnelt Hyazinthen, weshalb Puschkinia auch als Zwerghyazinthe bezeichnet wird. Die Blüte ist sehr effektvoll: An einem 15-20 cm hohen Stiel sind himmelblaue Blüten zu einem dichten, kerzenartigen Blütenstand vereint. Die Blattspreiten sind linealisch mit schmal zulaufenden Spitzen und von sattern, dunklem Grün. Puschkinia ist eine hervorragende Wahl für Steingärten in Kombination mit anderen Pflanzen, die ebenfalls früh im Frühling blühen.

Chionodoxa

Der oberirdische Teil der Pflanze ähnelt äußerlich etwas den Narzissen. Aber in der Größe sind sie viel kleiner, nicht mehr als 10 cm hoch. Die zarten Büsche erscheinen gleichzeitig mit den Schneeglöckchen aus der Erde. Die Blüte kann je nach Sorte schneeweiß, violett, lila oder rosa sein. Chionodoxa wachsen viele Jahre an einem Ort und vermehren sich schnell durch Teilung der Zwiebeln.

Eranthis

Leuchtende Sonnenstrahlen auf dem noch schneebedeckten Beet – so beschreiben Gärtner den Eranthis, der mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings erblüht, ohne Frost zu fürchten. Die Pflanze wird nicht höher als 10 cm, der unterirdische Teil besteht aus Knollen. Die gelben Blüten mit einem Durchmesser von 2-3 cm zeigen sich nur tagsüber, nachts und bei Regen schließen und verstecken sie sich. Die Blütezeit beträgt drei Wochen.

Krautartige Pflanzen

Ein Garten, in dem krautartige Pflanzen wachsen, die im zeitigen Frühjahr blühen, ist besonders schön. Ihre Blütenstände sind nicht so auffällig wie die der Zwiebelpflanzen, sondern zart, zerbrechlich und anmutig.

Stiefmütterchen

Mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von bis zu 18-20 cm. Der wissenschaftliche Name ist Veilchen, im Volksmund oft als Viola bezeichnet. Die üppige Blüte beginnt im zweiten Jahr nach der Pflanzung. Die Farbtöne der Blütenstände variieren je nach Sorte: von schneeweiß bis dunkelblau, einfarbig, gefleckt, gestreift. In der Form gibt es gefüllte, großblumige und gewöhnliche Stiefmütterchen. Die anspruchslosen Vergissmeinnicht wachsen gut sowohl in der Sonne als auch im Schatten.

Alpen-Gänsekresse

Eine frühlingsblühende Staude mit einer Höhe von 15 cm, mit überwinternden silbergrauen Blättern und weißen oder rosafarbenen Blüten in lockeren Trauben. Sie blüht Ende April bis Anfang Mai etwa 15 Tage lang. Alle 2-3 Jahre ist eine Verjüngung durch Stecklinge an einem festen Standort in den ersten Septembertagen erforderlich. Dieses Verfahren ist nicht mühsam, da die Bewurzelungsrate der Stecklinge 100 % beträgt.

Immergrün

Von Natur aus anspruchslos, gedeiht es auch im Schatten gut. Das Immergrün wächst schnell zu einem grünen Teppich heran. Aus der Vielzahl der Sorten wählen Landschaftsarchitekten am häufigsten Atropurpurea und Alba. Die langen, verzweigten Stängel mit kleinen glänzenden Blättern bilden eine dichte Decke. Die Blütenstände von Atropurpurea sind violett-purpurfarben, die von Alba einzeln und weiß. Die Blüte dauert 2-3 Wochen, beginnend Ende April. Beide Arten vertragen frostige Winter ohne Schutz.

Brunnera

Eine krautige Staude, die in der Mitte des Frühlings blüht. Ausgewachsene Büsche erreichen eine Höhe von 50-60 cm und einen Durchmesser von 1-1,5 m. Die Blattspreiten der Brunnera sind ungewöhnlich herzförmig, groß und dekorativ. Die Blüten sind klein, violett und bilden sich an langen, aufrechten Stielen. Die Brunnera blüht in der Mitte des Frühlings. Im Herbst blüht sie oft ein zweites Mal.

Faden-Ehrenpreis

Die Ende April blühende Veronica schmückt das Grundstück mit winzigen blauen Blüten mit dunklen Adern. Die Pflanze breitet sich schnell aus und wird daher meist unter Bäumen oder Sträuchern gepflanzt. Eine interessante Eigenschaft der Veronica ist, dass sie in Trockenperioden den Nachbarpflanzen keine Feuchtigkeit entzieht, sondern sie im Gegenteil mit ihnen teilt. Wenn es im Garten einen schattigen Platz mit wenig nährstoffreichem Boden gibt, ist dies der beste Standort für den Faden-Ehrenpreis.

Vergissmeinnicht

Bodendeckende Vergissmeinnicht sind äußerlich sehr zart, aber von aggressivem Wuchs. Wenn man ihr Wachstum nicht überwacht und einschränkt, erobert sie jeden freien Platz. Während der Blütezeit (April-Mai) verwandelt sich die Wiese mit Vergissmeinnicht in einen lebendigen Teppich aus zartem Blau. Sie bevorzugt schattige Standorte mit gut feuchtem Boden.

Primel

Das Grün der Primeln sprießt, sobald der Schnee schmilzt. Üppige, regelmäßig runde Rosetten aus runzligen, behaarten Blättern schmücken die Beete bis zum Herbst. Die Blütezeit ist im April, frühe Sorten blühen bereits im März. Die Primel liebt sonnige Standorte, kann aber ohne Verlust an Zierwert auch im Schatten wachsen, zum Beispiel unter Obstbäumen. Für eine jährliche üppige Blüte wird empfohlen, die großen Rosetten regelmäßig zu teilen und umzupflanzen.

Frühblüher – Pflanzen, die als erste blühen?

Mit dem Frühlingsanfang warten wir sehnsüchtig darauf, dass die Schneedecke schmilzt und die Frühblüher erblühen. Die frühesten Blumen blühen Ende März bis April, je nach Klima in der Region und Wetter.

Die ersten Blumen sind die sehnlichst erwarteten und erstaunlichsten. Frühe Frühlingsblumen sehen zerbrechlich und zart aus, ertragen aber standhaft das wechselhafte Frühlingswetter. Sie leuchten wie helle Sternchen auf dem leblosen Boden und sind die Pioniere der erwachenden Natur nach dem langen Winterschlaf.

Welche Blumen blühen im Frühling als erste:

1. Schneeglöckchen oder Galanthus erscheint buchstäblich unter dem Schnee; in den Schneeschmelzen durchbricht das zarte Grün den restlichen Schnee. Über den smaragdgrünen Blättern öffnen sich bald weiße Glöckchen, die beim leisesten Windhauch schwanken. Das Schneeglöckchen wirkt rührend und elegant; die Blüten haben drei lange Blütenblätter und ein kurzes Röckchen. Schneeglöckchen blühen nur kurz, etwa 10 bis 20 Tage. Das Schneeglöckchen ist eine mehrjährige Pflanze mit einer kleinen Zwiebel, die sich durch Tochterzwiebeln und Samen vermehrt. Es dauert einige Jahre, bis eine einzelne Pflanze einen üppigen Busch bildet; nach 5-6 Jahren wird empfohlen, die Zwiebeln auszugraben und zu verpflanzen. Schneeglöckchen gedeihen gut unter den Kronen hoher Laubbäume, wo sie im Frühling, wenn noch keine Blätter da sind, genug Wärme und Sonne bekommen.

2. Märzenbecher haben ähnliche Merkmale wie Schneeglöckchen, aber ihre Blüten sind etwas größer und haben eine regelmäßige Glockenform. Diese beiden Pflanzen blühen fast gleichzeitig. Die Zwiebeln des Märzenbechers sollten im September gepflanzt werden, um im Frühling die Blüte zu sehen. Die Pflanztiefe der kleinen Zwiebeln hängt von den Bodeneigenschaften ab; in schwerem Lehmboden werden sie 5 cm tief gepflanzt, in leichtem Sandboden wird empfohlen, die Zwiebeln 10 cm tief zu setzen.

3. Lerchensporn – üppige Frühlingsblumen, die ihren Namen aufgrund der originellen Form ihrer Blüten mit einem langen Sporn erhalten haben. Lerchensporn blüht in Gelb, Rosa und Lila. Die Blüten sind in einer dichten traubigen Blütenstand über dem filigranen Laub angeordnet. Das Laub ist hell mit einem bläulichen Schimmer. Lerchensporn ist eine anspruchslose Pflanze, die keine Angst vor Frost, Schädlingen oder Krankheiten hat. Die Blütezeit beträgt 2–3 Wochen. Die Pflanze kann sich durch Selbstaussaat vermehren, wodurch dichte Blütenbestände entstehen. Bei der Samenvermehrung sollte man frische, im selben Jahr geerntete Samen verwenden und noch vor dem Winter aussäen.

4. Erythronium sieht originell aus. Diese Pflanze hat charakteristische breite Blätter und große Blüten. Je nach Art sind die Blüten des Erythronium weiß, gelb oder rosa. Die Blütezeit beträgt etwa zwei Wochen, im Sommer stirbt der oberirdische Teil ab. Erythronium ist eine Zwiebelpflanze, kann aber auch durch Samen vermehrt werden, wenn die Aussaat sofort nach der Ernte erfolgt, da die Samen schnell an Keimfähigkeit verlieren. Erythronium gedeiht gut in lockerem, feuchtem Boden. Diese originellen Frühlingsblumen machen sich gut in Steingärten zwischen Steinen.

Siehe auch:
Pastinak – gesunde Eigenschaften

5. Blausternchen – eine frühe Frühlingsblume, die oft als "blauer Schneeglöckchen" bezeichnet wird. Das Blausternchen blüht unmittelbar nach der Schneeschmelze. Die kleinen blauen Glöckchen wirken leuchtend, wenn eine große Gruppe von Zwiebeln gepflanzt wird. Die kleinen blauen Blüten des Blausternchens harmonieren gut mit anderen Frühlingsblumen und sehen auf dem Frühlingsrasen, unter Baumkronen und zwischen Sträuchern schön aus. Das Blausternchen hat eine kleine Zwiebel und kann sich auch durch Selbstaussaat vermehren.

6. Auf dem obigen Foto bildet die Puschkinie mit ihren hellblauen Blüten eine Begleitung für das blaue Blausternchen. Dies ist eine weitere kleine Zwiebelpflanze, die früh blüht. Die Puschkinie macht sich hervorragend auf dem Frühlingsbeet zusammen mit anderen Frühlingsblumen. Die Pflanze bringt ein Paar linienförmiger Blätter und einen niedrigen Blütenstiel mit einer Traube kleiner, weit geöffneter Glöckchen hervor.

7. Krokus (Frühlingskrokus oder Safran) hebt sich im Beet durch seine großen glockenförmigen Blüten ab. Seine leuchtenden Blüten wirken in Gruppenpflanzung auffällig und ziehen von weitem die Blicke auf sich. Die Blüten des Krokus sind 10–13 cm lang und 7–9 cm im Durchmesser, dabei wachsen an der Basis nur ein paar kurze schmale Blätter. Krokusse blühen im April und sind gelb, lila oder weiß. Die Knollen werden im September in 8–10 cm Tiefe gepflanzt, vorzugsweise an einem sonnigen, offenen Standort, an dem das Wasser im Frühjahr nicht stagniert.

8. Buschwindröschen – eine schöne Waldpflanze, die im zeitigen Frühjahr Gärten schmückt. Nach der Schneeschmelze treibt das Buschwindröschen schnell filigranes Grün aus, und über dem gefiederten Laub öffnen sich bald große zarte Blüten, die an Gänseblümchen erinnern. Das Buschwindröschen fühlt sich unter den Kronen hoher Bäume und zwischen Sträuchern wohl und bevorzugt halbschattige Standorte mit lockerem Boden. Das Rhizom breitet sich allmählich aus und bildet einen üppigen Horst; die Pflanze kann auch durch Selbstaussaat Samen verbreiten.

9. Nieswurz – die größte Pflanze, die gleich nach der Schneeschmelze blüht. Zunächst öffnet die Nieswurz große Blüten, die bis zum Sommer erhalten bleiben, wobei sie nur ihre Farbe ändern. Im Sommer wachsen der Nieswurz große Blätter, die grün unter den Schnee gehen. Nieswurzen sind anspruchslose Blumen, gedeihen gut im Halbschatten, mögen keinen sauren, ständig feuchten Boden.

Natürlich sind hier längst nicht alle Blumen aufgelistet, die früh im Frühling blühen. Es gibt noch Netz-Schwertlilien, Leberblümchen, Kuhschellen und andere Pflanzenarten. Jede Frühlingsblume hat ihre eigene Schönheit und ihren Charme. Die Auswahl an Frühlingsblumen ist groß genug, damit Ihr Garten bereits im April mit Blumen geschmückt ist.

Frühblüher in der freien Natur: Wer erwacht am frühesten?

Die Menschen sind es gewohnt, Pflanzen, die als erste erblühen, als Frühblüher zu bezeichnen. Aber nur wenige wissen, dass die eigentlichen Frühblüher Bäume sind. Und das Schneeglöckchen ist nicht das, was im Schnee erblüht ist. Über das Bemerkenswerteste an jedem der Frühblüher erklärte sich Arkadi Skuratowitsch, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für experimentelle Botanik der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus, benannt nach W. F. Kuprewitsch, gegenüber dem Grünen Portal zu berichten.

Und Sie, kennen Sie sich gut mit Frühlingsblühern aus? Machen Sie den Test

Frühblüher in der Natur: Bäume, dann Kräuter und erst danach Blumen

Die ersten Wochen der Blüte wilder Frühblüher bemerkt kaum jemand — diese Blüte ist nicht sehr auffällig, versichert man in der Akademie der Wissenschaften.

Und Frühblüher sind eigentlich nicht die Blümchen, die die Menschen im Gras bemerkt haben. Es sind Bäume!

«Am frühesten blühen windbestäubte Arten, die benötigen, dass während der Blütezeit möglichst wenig Blätter vorhanden sind, dann schwebt der Pollen frei in der Luft und gelangt leichter zu den unscheinbaren weiblichen Blüten», — sagt Arkadi Skuratowitsch. Darüber, welche Pflanze von ihnen als erste blüht, streiten sich die Wissenschaftler bis heute:

«Ich denke, dass als erste die Erle blüht. Wir haben zwei Artendie Grau- und die Schwarzerle. Sie werden eingeholt, manchmal sogar überholt von der Hasel. Das ist eine völlig unscheinbare Blüte. Manche bemerken noch die Kätzchen, aber die weiblichen Blüten sieht fast niemand: 2-3 kleine rötliche Zungen von 3-5 Millimetern».

Erle

Hasel (Haselnuss)

Als nächstes, mit einem Abstand von 2-4 Tagen, blüht die Espe, und dicht dahinter — die Mistel.

Mistel

Von der Mistel gibt es in Belarus zwei Arten, und beide kommen südlich von Minsk vor: eine im äußersten Südwesten, die zweite hat praktisch schon die Hauptstadt erreicht.

«Beide dieser Arten werden von den ersten Insekten bestäubt, — sagt der Botaniker. — Gleich danach entfalten sich die Weiden. Diese Kätzchen, die wir oft sehen, wenn wir vorbeigehen, hören wir das Summen der Bienen neben ihnen, — zeigt er auf das Foto. — Allerdings gibt es bei uns über 20 Arten, und einige blühen erst im Juni».

Salweide

Diese Kätzchen haben keinen Nektar, im Gegensatz zu vielen Frühlingsblühern.

«Es fragt sich: Was machen die Bienen darauf?» — fährt der Wissenschaftler fort. — «Nach der Winterperiode müssen die Bienen ihre Larven füttern, und sie füttern sie nicht mit Honig, sondern mit Bienenbrot. Das ist Pollen, der von den Bienen mit Honig vermischt wird. Weiden liefern genau diesen Pollen, und deshalb werden sie „Perga-Träger“ genannt.»

Eine solche enge Verbindung besteht zwischen der Vermehrung der Bienen und den Sträuchern. Diese Verbindung ist für beide Seiten vorteilhaft: Die Weide füttert die Bienen, die Bienen bestäuben die Weide.

Als Nächstes kommt ein schöner Strauch — Seidelbast.

«Was ist an ihm interessant? In meiner Kindheit haben sich Kinder ziemlich oft damit vergiftet, ohne es überhaupt zu ahnen» — sagt Arkadi Skuratowitsch. — «Diesen Strauch nennt man auch Wolfsbast. Er ist 1–1,2 Meter hoch, seine Blüten haben einen herrlichen Duft, sind groß, rosa, sitzen direkt am Stängel und ziehen „Pioniere“ an. Aber man beginnt, ihn abzubrechen, und der Strauch bricht nicht ab. Die Zähne kommen zum Einsatz. Aber die Pflanze ist giftig. Und während der ein bis zwei Wochen der Blüte können durchaus Lebensmittelvergiftungen bei Kindern auftreten.»

Seidelbast

Seidelbast

Außerdem kann Seidelbast im Zimmer, genau wie die Traubenkirsche, Kopfschmerzen verursachen. Er hat giftige Beeren: orange, sie locken Vögel an und wecken das Interesse von 2–3-jährigen Kindern. Laut dem Gesprächspartner darf man diese Frühblüher auf keinen Fall pflücken oder Sträuße daraus binden.

Das ist auch nicht nötig. Bald darauf beginnen die bodennahen Gräser zu blühen. Fast gleichzeitig eröffnen die Saison Finger-Segge und Haar-Hainsimse.

Finger-Segge

«Weder der Name noch das Aussehen sagen etwas aus, weil sie fast niemand bemerkt» — sagt Arkadi Skuratowitsch. — «Zu ihnen gesellt sich das bei einem Teil der männlichen Bevölkerung sehr beliebte Südliche Mariengras. Völlig unscheinbar.»

Haar-Hainsimse

Sie blüht fast gleichzeitig mit den beiden vorherigen Gräsern, gehört aber nicht zu den Seggen, sondern zu den Süßgräsern.

Gleich danach blühen die Lungenkräuter. In Belarus gibt es auch geschützte Arten: das Schmalblättrige und das Weiche Lungenkraut.

Lungenkraut

Die kleinen roten Blüten des Lungenkrauts kann man an der Krone herausziehen und den Nektar heraussaugen. Die Blüten beginnen sich blau zu färben, wenn der Nektar bereits verschwunden ist.

Dann blüht das Edle Leberblümchen, es wird gewöhnlich Schneeglöckchen genannt. Diese Blume ist interessant, weil sie sich mit Hilfe von Ameisen vermehrt. Sie tragen die Samen in ihre Behausung, die ein nahrhaftes Stück Fett haben, um die Larve zu füttern, und dann entfernen sie sie aus dem Ameisenhaufen. So kommt es, dass Ameisenhaufen in Fichtenwäldern fast immer im Verbreitungsgebiet des Leberblümchens liegen.

Das Leberblümchen wächst vorwiegend dort, wo Fichten stehen. Daher ist es in der Oblast Gomel, wo die Fichte nur im nördlichen Teil vorkommt, seltener. An seiner Stelle als Schneeglöckchen tritt das Sumpf-Veilchen auf, über das wir etwas später sprechen werden. In vielen Regionen der Ukraine und Russlands, im Süden und Osten, steht das Leberblümchen unter Schutz.

Windröschen

Etwas später schließen sich die Anemonen der Blüte an, und im Süden, besonders im Gebiet Gomel, kommt eine geschützte Art hinzu – das Sumpf-Veilchen.

„Von diesem Zeitpunkt an beginnt die Massenblüte, und es ist unmöglich nachzuvollziehen, wer wann kommt“, – sagt der Wissenschaftler.

Sumpf-Veilchen

Wie man keinen Strauß aus Roten-Liste-Arten kauft

Die Gefahr lauert auf Liebhaber, die Sträuße in Unterführungen verkaufen und kaufen. In diesem Jahr, so sagt Arkadi Nikolajewitsch, wurde der Schutz der Frühlingsblüher noch verstärkt, sodass diejenigen, die Leberblümchen und Veilchen verwechseln, gute Chancen haben, ein Bußgeld zu erhalten.

Schneeglöckchen, die in der Unterführung verkauft werden, sind meistens das Edle Leberblümchen. Aber südlich des Pripjet gibt es wenig davon, da es weiter nördlich verbreitet ist. Und in Gomel wird stattdessen regelmäßig das Sumpf-Veilchen verkauft – eine geschützte Art.

„Im Süden von Belarus wird das Sumpf-Veilchen für ein Schneeglöckchen gehalten. Und das ist schlecht. Denn bis zu 40 % seiner Population befinden sich in Belarus, und wir tragen dafür nicht nur in der Republik, sondern auch weltweit Verantwortung. Leider weiß das bisher fast niemand“, – schüttelt der Wissenschaftler den Kopf.

Echte Schlüsselblume und echtes Schneeglöckchen

Neben all diesen Pflanzen gibt es noch die, die die echte Schlüsselblume ist – Primula veris, oder Frühlings-Schlüsselblume.

Als Schneeglöckchen bezeichnet man üblicherweise Leberblümchen, Anemonen und Veilchen. Aber tatsächlich ist auch das eine ganz bestimmte Blume, nicht irgendeine, die sofort nach der Schneeschmelze erblüht. Ihr Name ist Galanthus nivalis, oder Schnee-Glöckchen.

„Bis vor Kurzem waren Experten sicher, dass es in Belarus keine wild wachsenden Galanthus gibt. Doch vor etwa 6–8 Jahren fanden unsere jungen Kollegen sie erstmals in freier Wildbahn nahe der ukrainischen Grenze“, – erzählt Arkadi Nikolajewitsch. Allerdings sind die Wissenschaftler nicht hundertprozentig sicher, ob die Blumen wild wachsen oder vor vielen Jahren von jemandem weggeworfen wurden. Das nächste Dorf ist drei Kilometer von diesem Ort entfernt, und ringsherum ist ein Schwarzerlenwald, der etwa 80 Jahre alt ist. So ähnelt der Ort kaum einem ehemaligen Hof.

Galanthus

Ball der kultivierten Pflanzen

„Und nebenbei erwähnen wir die Pflanzen, die kultiviert werden“, – bemerkt Arkadi Nikolajewitsch und bezeichnet sie als eine eigene Welt, die von Menschen nachgeschaffen wird, die sich im Winter nach Düften und leuchtenden Farben gesehnt haben.

Die erste Blume ist der Galanthus, der in Belarus hauptsächlich in Kultur wächst. Und der früheste Strauch ist die Hamamelis. Sie wurde vor nicht allzu langer Zeit aus dem Fernen Osten und Zentralasien ins Land gebracht. Der Hamamelis macht nichts aus, dass Schnee liegt.

Danach beginnt der „Ball der kleinzwiebeligen Pflanzen“. Es ist die Reihe der Krokusse und ähnlicher.

Kleinzwiebelig, weil sie aus einer kleinen Zwiebel zu wachsen beginnen. In ihr sind Stoffe gespeichert, die ausreichen, um die Blüte wachsen und verblühen zu lassen, bis die Fruchtreife beginnt. Bis die Frucht reif ist, ernährt sich die Pflanze über die Wurzeln, und dann verschwindet sie bis zum nächsten Frühling.

Hamamelis

Material erstellt in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe «Wildtierschutz Weißrussland».

Fotos bereitgestellt von A. N. Skuratowitsch und D. W. Dubowik, Mitarbeiter des Instituts für experimentelle Botanik der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Weißrussland.

Welche Frühlingsblumen blühen als erste auf?

Nach dem Winter reichen oft schon ein paar sonnige Tage, um die ersten Frühlingsblumen unter dem Schnee hervorzubringen. In der Regel sind solche Pflanzen anspruchslos, widerstandsfähig gegen Wetter und Krankheiten. Die Frühlingsboten verschönern die noch triste Landschaft, wenn in den Gärten noch nichts blüht, und schaffen Frühlingsstimmung. In diesem Artikel erfahren Sie die Namen und wichtigsten Eigenschaften der Blumen, die im Frühling erblühen.

Die frühesten: Schneeglöckchen, Krokusse, Blausterne

Sie bilden keine üppigen Büsche, breiten sich nicht in die Breite aus, wirken im Strauß aber lieblich und bescheiden. Dennoch sind sie Vorboten und Symbole des Frühlings und für viele Frauen ein begehrtes Geschenk zum Internationalen Frauentag am 8. März. Um nicht in den Wald oder auf die Wiese nach den ersten Frühlingsblumen suchen zu müssen, kann man sie im eigenen Garten pflanzen. Alle Pflanzen dieser Gruppe vermehren sich durch kleine Zwiebeln, die Blausterne zusätzlich durch Selbstaussaat. Das Umsetzen und Einwurzeln der Zwiebel-Frühlingsblüher sollte im Sommer oder Herbst erfolgen. Der Boden muss locker und feucht sein, ohne Staunässe.

Zarte Blumen machen sich gut in Steingärten, auf Alpenbeeten oder im Rasen. Sie sind wie geschaffen für Gruppenpflanzungen. Mit diesen Pflanzen lässt sich der Frühlingsgarten originell gestalten. Schneeglöckchen blühen mit weißen Glöckchen. Aus Krokussen kann man eine bunte Komposition zaubern. Blausterne gibt es ebenfalls in verschiedenen Farbtönen, obwohl die blaue Sibirische Variante am weitesten verbreitet ist.

Achtung! Krokusse und Schneeglöckchen sind «Bewohner» nicht nur von Waldrändern oder Gartengrundstücken, sondern auch von Seiten des Roten Buches.

«Sprechende» Namen: Winterling, Nieswurz, Primel

Vom Blühzeitpunkt her kann der Eranthis (auch Winterling genannt) durchaus mit Schneeglöckchen konkurrieren. Sein Name setzt sich aus den Wörtern «Frühling» und «Blüte» zusammen. Die einzelnen gelben Blütenknospen mit einem Durchmesser von etwa 3 cm können eine Schneeschicht durchbrechen und ganz zu Beginn des Frühlings zwei Wochen lang blühen. Die Eranthis-Pflänzchen können mit anderen Frühlingsblühern zusammen gepflanzt werden.

Die Blüten der Nieswurz gibt es in Weiß, Gelbgrün, Pfirsich, Bordeaux, Dunkelrot und anderen Farben. Die mehrjährige Pflanze gedeiht hervorragend an einem Standort etwa 10 Jahre lang und verträgt Fröste bis -6 °C. Häufiges Umpflanzen ist nicht empfehlenswert. Die Blüten gelten als heilkräftig, besonders die kaukasische Varietät.

Zu den Frühlingsblumen gehört auch die Primel, deren Name das lateinische Wort «erster» enthält. Botaniker haben mehr als 500 Arten dieser schönen Pflanze klassifiziert. Die Beschreibung der Sorten hilft bei der Auswahl eines Exemplars für die frühe Blüte. In der Regel sind dies die Primula vulgaris (Gemeine Primel) und die Primula veris (Frühlingsprimel). Im Garten werden sie oft unter Bäumen gepflanzt. In der prallen Sonne verblühen die Blüten und das Grün welkt.

Tipp. Alle 3–4 Jahre wird das Pflänzchen umgepflanzt.

Traditionelle Tulpen, Narzissen, Hyazinthen

Ein seltener Garten kommt ohne diese Pflanzen aus. Und obwohl sie im Freiland meist etwas später als andere Frühlingsblumen blühen, zählt man sie ebenfalls zu den Erstblühern. Dank der Züchter gibt es heute eine große Vielzahl von Tulpenhybriden. Es gibt einfache und gefüllte Sorten. Von den Farbtönen her: rosa, rot, violett, bunt. Ein Foto kann die ganze Schönheit der Blumen nicht wiedergeben, hilft aber bei der Entscheidungsfindung.

Narzissen sind ebenfalls häufige „Bewohner“ von Gartengrundstücken. Ihre Besonderheiten:

  • je nach Art können sie eine Höhe von 5–50 cm erreichen;
  • bilden weiße oder gelbe Blütenknospen;
  • anspruchslos gegenüber Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnissen;
  • im Schatten blühen sie länger;
  • vermehren sich durch Zwiebeln.

Etwa im April beginnen andere Zwiebelstauden zu blühen – Hyazinthen. Nach der Blütezeit unterscheidet man frühe, mittlere und späte Sorten. Der Abstand zwischen ihnen ist gering, und das ermöglicht, ein schönes und buntes Hyazinthenbeet zu gestalten:

  • zuerst öffnen sich die blauen Blüten;
  • danach die rosa, schneeweißen, roten;
  • zuletzt blühen die sonnengelben und orangen.

Übrigens. Je kühler der Frühling, desto länger werden die blühenden Hyazinthen Ihren Garten schmücken.

Anemone, Lungenkraut und andere Erstblüher

Das Frühlingsbeet kann man auch mit anderen Pflanzen dekorieren, die früh genug blühen. Darunter:

  1. Iridodictyum. Es sieht optisch wie eine traditionelle Iris aus, ist aber kleiner, bis zu 10 cm. Aufgrund der frühen Blütezeit erhielt die Blume den Spitznamen Iris-Schneeglöckchen. Die Blütenblätter der Pflanzen sind mit einem kunstvollen Ornament aus Flecken und Streifen verziert. Die Farbpalette ist vielfältig: purpur, blau, rot, orange und andere.
  2. Muscari. Die Blüten in Weiß- oder Blautönen sind auch als Traubenhyazinthe bekannt. Eine schöne, aber recht aggressive Pflanze. Sie breitet sich schnell aus, nimmt einen großen Teil des Geländes ein und erfordert keine besonderen Pflegebedingungen.
  3. Lungenkraut. Bei dieser Pflanze sind nicht nur die Blüten dekorativ, sondern auch die Blättchen, die mit Punkten und Sprenkeln bedeckt sind. Lungenkraut wächst über 20 Jahre an einem Ort. Während der gesamten Zeit müssen die Blüten ausgedünnt werden.
  4. Anemone. Der zweite Name ist Windröschen. Zu den frühen Arten gehören die Hahnenfuß-Anemone und das Buschwindröschen. Sie kommt in verschiedenen Farbtönen vor.

Übrigens. Zu den Erstblühern zählen auch das Lerchensporn, das Tränende Herz, die Schachblume, das Vergissmeinnicht und andere.

In der Zeit, wenn die Natur erst aus dem langen Winterschlaf erwacht, bleiben der Garten oder das Wochenendgrundstück dennoch nicht ohne leuchtende Farben. Wenn man die Zeiten richtig berechnet und gelungene Blumenkombinationen auswählt, wird das Beet den ganzen Frühling über blühen.

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