Pflege von Erdbeeren

Die Pflege von Erdbeeren beginnt im Frühjahr. Die Frühjahrsarbeiten auf dem Beet beginnen mit der Ableitung von Schmelzwasser, da Erdbeeren negativ auf langanhaltende Staunässe reagieren. Nach der Schneeschmelze und sobald der Boden auftaut, werden die Winterabdeckungen entfernt.

Bei jungen Pflanzungen richtet man die überwinterten Pflanzen: Man bedeckt die durch Frosthub freigelegten Wurzeln und befreit die verschlammten Wachstumspunkte von Erde. Nachdem der Boden auf dem Beet der fruchttragenden Erdbeeren abgetrocknet ist, entfernt man bei trockenem Wetter die alten, abgestorbenen Blätter; sie werden eingesammelt, vom Beet gebracht und verbrannt oder für den Kompost verwendet.

Sobald der Boden auf dem Erdbeerbeet abgetrocknet ist, kann man die erste Frühlingslockerung durchführen. Die weitere Bodenbearbeitung besteht darin, Lockerungen neben den Pflanzen nur bei Verdichtung vorzunehmen. Im August–September wachsen die Wurzeln der Erdbeeren aktiv, daher wird der Boden in dieser Zeit und bis zum Frost nur gejätet (gelockert – nur bei dringendem Bedarf). Bei der Lockerung achtet man darauf, dass Rhizome und Wurzeln nicht freigelegt werden. Daher wird die Erde an die Basis des Busches gezogen, aber die Pflanzen werden nicht angehäufelt, wie zum Beispiel Kartoffeln.

Ein sehr wirksames Verfahren beim Anbau von Erdbeeren ist das Mulchen. Als Mulchmaterial verwendet man Folie (vorzugsweise dunkle), Papier, Humus, Torf, Sägespäne, Waldstreu, Kiefernnadeln, trockenes Gras, Dachpappe und andere Materialien. Der Boden zwischen den Pflanzen in der Reihe wird gemulcht, und zwischen den Reihen kann man ab dem Frühjahr Streifen von Dachpappe in einer Breite von 30–40 cm auslegen und sie bis zum Ende der Erdbeerernte nicht entfernen – dies unterdrückt das Unkrautwachstum und verringert die Verdunstung von Feuchtigkeit von der Bodenoberfläche.

Düngung. Erdbeeren sind nach Ansicht von Wissenschaftlern im Vergleich zu anderen Beerenkulturen eine relativ anspruchslose Kultur in Bezug auf die Bodenfruchtbarkeit. (Das bedeutet jedoch nicht, dass man Erdbeererträge ohne die entsprechenden Düngergaben erzielen kann). Und man möchte Hobbygärtner davor warnen, zu viel Dünger unter diese Kultur zu geben, denn wie Beobachtungen zeigen, sind auf den Beeten vieler karelischer Gärtner die Erdbeerpflanzen überdüngt. Solche Pflanzen entwickeln kräftige Blätter, aber die Anzahl der Blütenstiele und damit der Beerenernte ist gering. Darüber hinaus verdichten die kräftigen Pflanzen den Bestand – das Licht- und Luftregime verschlechtert sich, es sammeln sich mehr Schädlinge und Krankheiten an.

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Auf den Erdbeerblättern sind Flecken aufgetreten, was tun?

Nachdem man solche kräftigen Pflanzen erhalten hat, beginnen die Gärtner, überflüssige (ihrer Meinung nach) Blätter zu entfernen, und manchmal mähen sie sie sogar ganz ab. Wozu war dann die übermäßige Düngung? Denn bei übermäßiger Düngung wird es keine Ertragssteigerung geben. Wozu unnötig Dünger verschwenden, vor allem organischen, den Hobbygärtner oft mit so viel Mühe beschaffen? Sinnvoller wäre es, diesen Überschuss für andere Kulturen zu verwenden, die ihn mehr benötigen.

Die Düngung von Erdbeeren auf Böden, die vor der Pflanzung gut mit Nährstoffen versorgt wurden, sollte anders erfolgen als auf Böden, die keine Düngung erhalten haben. Auf Flächen, die vor der Pflanzung gut mit organischen und mineralischen Düngemitteln versorgt wurden, wird in den folgenden 2–3 Jahren auf die Ausbringung von Mist und Kompost verzichtet. Auf Flächen im dritten und vierten Jahr nach der Pflanzung, bei guter Vordüngung, wird Mist als Mulch unter den Sträuchern ausgebracht oder ein Volldünger verwendet. Erdbeeren können im zeitigen Frühjahr und nach der Ernte gedüngt werden.

Auf armen, schwach kultivierten Böden, bei Neupflanzungen und auf Flächen im zweiten Jahr nach der Pflanzung werden im Frühjahr Stickstoffdünger in den oben genannten Mengen ausgebracht. Zusätzlich wird auf Flächen im zweiten Jahr nach der Pflanzung im Herbst organischer Dünger ausgebracht. Im dritten Jahr nach der Pflanzung wird nach der Ernte ein Volldünger ausgebracht. Im vierten Jahr werden im Frühjahr bei Bedarf Stickstoffdünger und nach der Ernte Mineraldünger ausgebracht. Erdbeeren im fünften Jahr werden nicht mehr gedüngt.

Das dargestellte Düngungssystem ist nicht starr, sondern gibt einen allgemeinen Überblick über die Düngung von Erdbeeren. Im Einzelfall hängt alles von der Bodenfruchtbarkeit und dem Zustand der Pflanzen ab.

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