Warum werden die Blätter des Pflaumenbaums im Sommer gelb?
Die Pflaume gilt als Lieblingspflanze vieler Gärtner, nur Apfel- und Birnbäume sind möglicherweise beliebter. Diese Pflanze benötigt keine besonderen Bedingungen für Entwicklung und Wachstum und widersteht vielen Krankheiten gut.
Inhaltsverzeichnis:
Warum werden die Blätter der Pflaume gelb?
Es kommt vor, dass die Pflaume ihre Blattfarbe von Grün auf Gelb ändert, obwohl es noch lange bis zum Herbst ist. In diesem Artikel erfahren wir, warum die Blätter der Pflaume gelb werden, was dieses Phänomen verursacht und wie man dagegen vorgeht.
Pflanzort
Ein Grund kann in einer Beschädigung des Wurzelsystems beim Pflanzen eines jungen Bäumchens liegen, oder die Pflanze wurde an einem ungeeigneten Standort gepflanzt. Zu solchen Standorten zählen Senken mit hohem Grundwasserspiegel oder sumpfige Stellen. Durch die große Feuchtigkeit sterben die kleinen Wurzeln ab, und der Baum kann Nährstoffe nicht in vollem Umfang aufnehmen.
In diesem Fall leiden zuerst die Blätter der mittleren Schicht, dann die übrigen. Um ein Absterben der Pflanze zu verhindern, sollte sie besser an einen anderen Standort umgepflanzt werden.
Chlorose
Ein zweiter Grund für die Gelbfärbung der Pflaumenblätter ist ein Befall des Baumes mit Chlorose. Diese Krankheit tritt am häufigsten in kalkhaltigen Böden auf. In diesem Fall werden die Blätter fast vollständig gelb, nur dünne grüne Adern bleiben übrig.
Diese Krankheit kann mit Präparaten wie Antichlorosin und Chelat bekämpft werden, indem die Blattoberfläche besprüht und die Lösung direkt in den Boden eingebracht wird.
Erfrierung
Ein weiterer Grund für dieses Phänomen kann das Erfrieren von Zweigen, Stämmen oder des Wurzelsystems sein. Wenn Zweige beschädigt sind, müssen sie einfach entfernt werden; bei den Wurzeln ist es schwieriger. Eine Erfrierung der Wurzeln ist schwer festzustellen, und der Baum erholt sich nur sehr langsam.
Verticillium-Welke
Auch eine Pilzkrankheit wie die Verticillium-Welke kann die Blattverfärbung der Pflaume verursachen. Die Pilzsporen dringen durch kleine Risse in das Gewebe ein und entwickeln sich schnell, wobei sie die Leitungsbahnen der Pflanze von unten nach oben befallen. Durch die Aktivität des Pilzes werden die Bahnen, in denen Wasser und Nährstoffe transportiert werden, blockiert, sodass die Blätter gelb werden und die Pflanze abstirbt. Wenn die Krankheit in einem frühen Stadium bekämpft wird, kann die Pflaume gerettet werden.
Beim Auftreten der ersten Symptome dieser Krankheit sollte die Pflaume mit Vitaros, Previcur oder Topsin-M besprüht werden (Aufwandmenge gemäß Anleitung).
Verticillium-Welke kann durch Nachtschattengewächse und Tabak verbreitet werden, daher ist ihr Vorhandensein im Garten unerwünscht.
Blattläuse
Neben Krankheiten können Pflaumenblätter auch von Blattläusen befallen werden, wodurch sie ebenfalls gelb werden. Blattläuse sind sehr kleine, blassgrüne Schädlinge. Wenn sie auf der Blattoberfläche erscheinen, bilden sie Kolonien und beginnen, sich aktiv von Baumsäften zu ernähren.
Aufgrund der Aktivität dieser Schädlinge werden die Pflaumenblätter gelb und rollen sich ein, ihre Ränder sind mit einem schwarzen Belag bedeckt, da die Schädlinge Schleim absondern, der einen guten Nährboden für die Entwicklung von Rußtaupilzen darstellt.
Zur Bekämpfung dieses Schädlings wird eine Seifenlösung mit Senfpulver verwendet. Auch chemische Präparate wie Decis, Iskra und andere können eingesetzt werden.