Da die Schönheit der Pfingstrosen an der Größe der Blüte gemessen wird (je größer, je voluminöser — desto besser), ist ihre individuelle Ernährung genau auf das Erreichen dieses so wichtigen Parameters ausgerichtet. Natürlich bestreitet niemand die allgemeinen gesundheitlichen Aspekte, denn von einem schwachen, hungrigen Strauch das gewünschte Ergebnis zu verlangen, käme niemandem in den Sinn. Wie also kann man diese Ernährung richtig zusammenstellen?
Es antwortet Agronom Wassili Jakowlew:
— Die Düngung der Pfingstrosen hängt derzeit von dem Stadium ab, in dem sie sich bei Ihnen befinden. Die gerade vergangenen Fröste konnten ihnen kaum besonders schaden, da Pfingstrosen keineswegs empfindlich sind und eine Abkühlung auf bis zu minus 6 oder sogar 8 Grad unbeschadet überstehen können. Allerdings geht es jetzt nicht darum.
Wenn die Pfingstrosen noch keine Knospen haben, ist es für sie sehr vorteilhaft, eine stimulierende Stickstoffdosis zu erhalten. Sie können zwei Esslöffel Harnstoff oder Ammoniumnitrat unter jeden Strauch gießen, aber Pfingstrosen reagieren viel besser auf Geflügelmist. In granulierter Form wird er im Verhältnis 1:100 mit Wasser verdünnt, in normaler Form — verdünnen Sie ein halbes Literglas Mist in 10 Litern Wasser. Dann muss er zwei bis drei Tage ziehen — das ist zwingend erforderlich — und unmittelbar vor dem Ausbringen im Verhältnis 1:3 mit Wasser verdünnen. Mit dieser Lösung gießen Sie jeden Strauch im Kreis. Pro Strauch werden etwa 2–2,5 Liter Dünger benötigt.
Wenn Ihre Pfingstrosen bereits Knospen haben, geben Sie ihnen eine Düngung aus zwei Komponenten. Die erste — Kaliumsulfat (nicht mehr als 15 g pro Strauch), die zweite — nicht mehr als 20 g pro Strauch Superphosphat.
Diese Dünger können Sie in trockener Form ausbringen (verteilen Sie sie ringsherum und bedecken Sie sie leicht mit Erde), aber es ist besser, sie vorher in Wasser aufzulösen — und zwar in heißem Wasser, gefolgt (wenn sich die Stoffe gelöst haben) von kaltem Wasser. In dieser Form wird der Dünger schneller und besser aufgenommen.
In beiden Fällen schadet es nicht, den Boden um die Pfingstrosen mit gewöhnlicher Asche zu bestäuben. Ein Glas pro Strauch ist völlig ausreichend. Die Asche hilft, die Nährstoffe besser aufzunehmen, was äußerst nützlich ist.