Petunien: Pflege und Anbau zu Hause

Die richtige Pflege und der Anbau von Petunien im Haus

Die Petunie ist eine sehr beliebte und dekorative Kulturpflanze, die in den Gärten vieler Blumenliebhaber zu finden ist. In Russland wird diese Kultur als einjährig angebaut, obwohl es sich in der Natur um eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse handelt. Betrachten wir den Anbauprozess der Petunie und welche Pflege sie im Haus benötigt.

Anbau von Petunien aus Samen

Petunien werden erfolgreich aus Samen gezogen. Allerdings muss dieser Vorgang unter Einhaltung aller Bedingungen durchgeführt werden, damit eine schön blühende und gesunde Pflanze heranwächst.

Auswahl der Samen

Beim Kauf von Petuniensamen ist es sehr wichtig, alle Regeln zu beachten:

  1. Kaufen Sie Tütchen mit nicht mehr als fünf Samen. Jedes Samenkorn sollte granuliert sein. Qualitativ hochwertige Samen werden nicht in 100er-Packungen abgepackt;
  2. Es ist wünschenswert, dass sich die Samen in einem speziell dafür vorgesehenen Kolben befinden. Kolben schützen sie während des Transports;
  3. Der Preis sollte nicht zu niedrig sein – nicht weniger als 0,20 € pro Samenbeutel;
  4. Es wird empfohlen, Samen in vertrauenswürdigen Geschäften oder Online-Shops zu kaufen. Im Supermarkt lassen sich kaum qualitativ hochwertige Samen erwerben.

Aussaat und Anpflanzung

Bei der Aussaat ist es sehr wichtig, keine Fehler zu machen und alles richtig zu machen.

  1. Für die Aussaat empfiehlt es sich, flache Behälter zu wählen;
  2. Behälter mit leichtem und lockerem Substrat füllen;
  3. Die Samen müssen nicht eingegraben werden, es reicht, sie auf die Erde zu streuen und leicht mit Erde zu bestäuben;
  4. Die Aussaat reichlich besprühen;
  5. Die Aussaat von oben mit Glas oder Plastikfolie abdecken, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen;
  6. Die Sämlinge sollten täglich gelüftet und bei Bedarf gegossen werden.
  7. Beim Erscheinen der Sämlinge sollte die Folie häufiger und für längere Zeit entfernt werden.
  8. Wenn die Blätter erscheinen, müssen Düngemittel ausgebracht und die Sämlinge gegossen werden.

Die Folie ist eine zuverlässige Methode, um ein Minigewächshaus zu schaffen und die erforderliche Temperatur zu halten.

Pikieren

Wenn zwei gesunde echte Blätter erscheinen, wird empfohlen, zu pikieren, d.h. die Sämlinge in einzelne Behälter zu setzen.

Die Sämlinge müssen mit einem Erdballen umgepflanzt werden, wobei das Wurzelsystem bis zu den Blättern eingegraben wird.

Erfahrene Gärtner empfehlen, die Hauptwurzel zu kürzen. Dieser Vorgang ermöglicht es dem Wurzelsystem, kräftiger zu wachsen und sich in die Breite auszudehnen.

Pflege der Sämlinge

Nach dem Pikieren müssen die Sämlinge abgehärtet werden. Dazu werden sie zunächst für 10 Minuten an einen kühlen Ort gestellt, an dem die Temperatur 15 Grad nicht überschreitet. Dann wird die Zeit schrittweise verlängert.

Die Abhärtung ermöglicht es den Sämlingen, kräftiger und kompakter zu wachsen.

Um die Sämlinge abzuhärten, kann man sie auf den Balkon bringen oder das Fenster im Raum öffnen, in dem sich die Sämlinge befinden.

Es ist auch wichtig, für die Beleuchtung der Sämlinge zu sorgen. Wenn wenig natürliches Licht vorhanden ist, muss zusätzliche Beleuchtung verwendet werden, insbesondere wenn die Sämlinge an einem Nordfenster stehen und früh gepflanzt wurden.

Was tun nach der Blüte?

Da Petunien als einjährige Kulturpflanze gezogen werden, blüht die Pflanze nach ihrer ersten Blüte im nächsten Jahr nicht mehr.

Bei Bedarf kann man die Pflanze ausgraben und auf die Fensterbank stellen. Dort wird sie bei Wärme, ausreichendem Licht und Düngung weiterhin mit ihrer Blüte erfreuen.

Pflege zu Hause

Diese Pflanze gilt als anspruchslos, selbst bei nicht der aufmerksamsten Pflege. Damit die Pflanze jedoch gesund wächst und üppig und intensiv blüht, ist ein gewisser Aufwand erforderlich. Idealerweise sollte man sie so pflegen wie bei der Pflanzung im Garten im Freiland.

Bewässerung zu verschiedenen Jahreszeiten

Obwohl diese Pflanze trockenheitsresistent ist, benötigt sie regelmäßiges Gießen, besonders in den heißen Sommermonaten.

Es ist erforderlich, zu gießen, wenn die Erde abgetrocknet ist.

Da die Pflanze einjährig ist, muss sie im Winter nicht gegossen werden. Wenn sie jedoch ausgegraben und für den Winter ins Haus gebracht wurde, muss sie im Winter bei vollständiger Austrocknung der Erde gegossen werden (höchstens 3-mal im Monat), und während der Blütezeit reichlich und regelmäßig.

Das Gießen erfolgt am Wurzelansatz, um die Petunienblüten nicht zu schädigen.

Vergessen Sie beim Gießen nicht, die Saisonalität zu berücksichtigen!

Temperatur und Beleuchtung

Es wird empfohlen, Petunien an sonnigen, gut beleuchteten Standorten auszuwählen. Wenn die Pflanze im Schatten wächst, wird sie stark in die Länge gezogen, die Blätter wachsen üppig, aber die Blüte ist weniger üppig.

Petunien sind wärmeliebende Pflanzen, vertragen jedoch zu heiße Perioden schlecht. In dieser Zeit besteht die Gefahr eines Schädlingsbefalls durch Spinnmilben. Trockenheit verträgt die Pflanze schlecht, aber auch Staunässe im Boden ist unbedingt zu vermeiden.

Dies ist gefährlich, da es zu Wurzelfäule führen kann. Bei Hitze ist es empfehlenswert, die Pflanze zu besprühen. Wind mögen diese Pflanzen nicht.

Erde und Dünger

Für die Pflanzung von Petunien wird empfohlen, eine Erdmischung aus folgenden Zutaten vorzubereiten:

Rasenerde 2 Teile (33%)
Blatterde 2 Teile (33%)
Torf 1 Teil (16,5%)
Sand 1 Teil (16,5%)

Die Düngung sollte ab dem Zeitpunkt der Pflanzung im Freiland bis Ende August alle zwei Wochen erfolgen. Als Dünger wird empfohlen, einen Volldünger mit hohem Kaliumgehalt zu verwenden. Auch organische Dünger sollten regelmäßig ausgebracht werden.

Krankheiten und Schädlinge

Zu den häufigsten Krankheiten gehören:

  1. Schwarzbeinigkeit. Sie breitet sich von den Wurzeln auf die ganze Pflanze aus. Diese Pilzkrankheit wird mit Präparaten wie 'Profit' und 'Ridomil' behandelt;
  2. Grauschimmel. Die Krankheit ist an braunen Flecken auf Blättern und Stängeln zu erkennen. Bald beginnen die befallenen Stellen zu faulen. Behandelt wird die Krankheit mit den Präparaten 'Maxim', 'Skor';
  3. Braunfleckigkeit. Dies ist eine Infektion, die rostige Flecken auf den Blättern hinterlässt und zu allmählicher Vergilbung der Pflanze führt.

Zu den Schädlingen zählen:

  • Blattläuse;
  • Spinnmilben.

Sie werden durch Abreiben der Pflanze mit Seifenlauge sowie durch den Einsatz von Insektiziden wie 'Actellic', 'Aktara' und anderen bekämpft.

4>Welcher Topf wird benötigt?

Für Petunien wird empfohlen, einen nicht zu tiefen, aber ausreichend breiten Topf oder Pflanzgefäß zu wählen. Für hängende Petunien wird die Verwendung eines Hängekorbes empfohlen.

Rückschnitt

  • Erstens wird empfohlen, verwelkte Blütenstiele zu entfernen.
  • Zweitens sollte der Rückschnitt monatlich erfolgen, wobei alte Stängel entfernt werden.

Der Rückschnitt fördert das Wachstum neuer Triebe und eine üppige Blüte. Dieses Verfahren ist für viele Pflanzen nützlich. So haben wir zum Beispiel gesehen, wie der Rückschnitt hilft, einen Geranienbusch zu formen.

Vermehrung

  • Durch Stecklinge;
  • Durch Samen.

Über die Vermehrung durch Samen wurde bereits früher gesprochen.

Wie vermehrt man die Pflanze durch Stecklinge?

  1. Schneiden Sie von den Trieben die Spitzen mit einer Länge von etwa 10 cm ab;
  2. Die oberen beiden Blätter müssen halbiert werden, die restlichen werden vollständig entfernt;
  3. Pflanzen Sie die Stecklinge in ein feuchtes, lockeres Substrat oder Sand, und setzen Sie sie nicht tiefer als 5 cm ein;
  4. Der Abstand zwischen den Stecklingen sollte etwa 2 cm betragen;
  5. Bedecken Sie die Setzlinge oben mit einer Plastikfolie oder Glas;
  6. Stellen Sie die Setzlinge an einen hellen Ort und halten Sie sie bei einer Temperatur von etwa 22 Grad;
  7. Es wird empfohlen, täglich zu gießen;
  8. Die Setzlinge bewurzeln sich nach einer Woche oder etwas mehr.
  9. Nach der Bildung eines Blattpaares müssen sie in einzelne Gefäße umgetopft werden.

Die Stecklingsvermehrung ist eine zuverlässige Methode, die auch Anfängern im Blumenanbau gelingt.

Umpflanzung

Grundregeln für das Umtopfen:

Schritt 1 Einen sonnigen, windgeschützten Standort wählen.
Schritt 2 Ein Pflanzloch graben und Dünger hineingeben. Das kann ein Volldünger sein, aber auch Torf und Sand, da Petunien sandigen Boden mögen.
Schritt 3 In neue Pflanzlöcher setzen und reichlich gießen.
WICHTIG Das Umpflanzen sollte besser am Abend oder bei bewölktem Wetter erfolgen.

Sorten der Petunie

Es ist eine Vielzahl der unterschiedlichsten Arten und Sorten von Petunien gezüchtet worden, sodass jeder nach seinem Geschmack wählen kann: buschige, ampelige, niedrigwüchsige.

Zweitens ist die Petunie eine anspruchslose Kulturpflanze, mit deren Anbau selbst ein Anfänger zurechtkommt.

In Russland wird diese Pflanze als einjährig kultiviert, obwohl es sich in der Natur um eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse handelt.

Beschreibung

Bei falscher Pflege können eine Reihe von Problemen auftreten: ausbleibende Blüte, schwache Blüte, Krankheiten (Wurzelfäule, Schwarzbeinigkeit), Schädlingsbefall (Blattläuse, Spinnmilben).

>Dies kann durch die Haltung der Pflanze bei niedrigen Temperaturen, an dunklen Standorten, bei direkter Sonneneinstrahlung sowie durch Überwässerung verursacht werden.

Die Petunie ist eine mehrjährige Zierpflanze, die als einjährig kultiviert wird. Die Blätter sind grün, oval, länglich und zugespitzt. Die Blüten können je nach Sorte einfach oder gefüllt sein.

Die Farben sind vielfältig. Es gibt hängende, buschige, halbhängende, mehrblütige, großblütige und niedrigwüchsige Sorten.

Im Haus wird die Petunie praktisch nicht kultiviert. Für den Anbau müssen Bedingungen ähnlich denen im Garten geschaffen werden. Das bedeutet maximale Wärme und Licht, und die Luftfeuchtigkeit muss auf dem richtigen Niveau gehalten werden.

Zu den beliebtesten Petuniensorten gehören:

  • Burgundi;
  • Tscherri Pikoti;
  • Blau Star;
  • Purpur Star;
  • Ramblin;
  • Violett;
  • Donna Star (Hybride);
  • Sommerkarneval (Hybride);
  • Aphrodite (Hybride).

Somit ist die Petunie eine sehr verbreitete Kulturpflanze im Blumenanbau aufgrund ihrer effektvollen dekorativen Eigenschaften und ihrer Anspruchslosigkeit in der Pflege. Es gibt eine große Vielfalt an Sorten mit unterschiedlichen Blütenformen und -farben. Die Petunie vermehrt sich durch Samen und Stecklinge.

Petunie

Die Petunie (Petunia) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). In der Natur kommen die meisten Arten dieser Blume in Ländern Lateinamerikas vor, besonders viele gibt es in Brasilien. Zur Gattung Petunia zählen 15 bis 40 Arten von Kräutern oder Halbsträuchern, von denen die moderne Klassifikation einige der verwandten Gattung Calibrachoa zuordnet. Der Name Petunie leitet sich vom brasilianischen Wort für 'Tabak' ab – mit diesem ist die Blume ebenfalls eng verwandt.

Heute ist die Petunie eine der beliebtesten Gartenblumen. In Kultur wurde sie bereits im 18. Jahrhundert verwendet. Auf der Grundlage natürlicher Arten wurde eine unglaubliche Vielfalt an Hybridsorten mit hohem Zierwert gezüchtet. Mit Petunien lassen sich Gärten, Vasen und Balkone schmücken. Das Besondere an der Blume ist ihre leuchtende, üppige und lang anhaltende Blüte sowie ihre ausreichende Anspruchslosigkeit. Sogar ein Anfänger kann Petunien aus Samen ziehen.

Die Petunie ist eine Blume, die oft Stadtbeete, Pflanzungen und bunte Blumenarrangements schmückt und daher immer beliebter wird. Es ist schwer, eine ebenso wetter- und stressresistente Blume mit sehr großen und vielfältigen Blütenständen zu finden, die vom Sommer bis zum Herbst blüht. Darüber hinaus kann die Petunie als eigenständige Dekoration, als Monosortenkomposition, nur mit Blüten verschiedener Farben dienen.

Beschreibung der Petunie

Die Petunie ist in der Regel ein bis zu 70 cm hoher Busch, obwohl es auch kleinere (etwa 15 cm) Sorten gibt. Ihre Triebe verzweigen sich gut und können aufrecht oder kriechend sein – in diesem Fall werden die Pflanzen als Hängepetunien verwendet. Das ovale Laub sitzt wechselständig an den Zweigen. Es kann dunkel- oder hellgrün gefärbt sein und ist, ebenso wie die Triebe, mit feinen Härchen bedeckt.

Die Blüten haben eine trichterförmige Gestalt und einen kurzen Blütenstiel. Sie können an den Triebspitzen oder in den Blattachseln erscheinen. Größe, Farbe und die Besonderheiten des Blütenaufbaus hängen von der Art und Sorte ab. Die Farbpalette ist sehr breit und umfasst Weiß, Rot, Pink, Purpur, Blau und Violett. Die Blütenblätter können ein kontrastierendes Muster, einen hellen Rand oder einen Stern aufweisen sowie einen gefransten oder gewellten Rand haben. Die Blüten können sowohl einfach als auch gefüllt sein. Jede Blüte bleibt etwa 1–2 Wochen an der Pflanze, danach bildet sich an ihrer Stelle eine Kapsel mit vielen kleinen Samen.

Obwohl die Petunie eine mehrjährige Pflanze ist, überwintert sie als wärmeliebende Art im Freiland nicht und wird als einjährige Pflanze kultiviert. Im Gartenbau werden meist verschiedene Sorten der Hybridpetunie verwendet, die auf Basis der achselblütigen und der violetten Art gezüchtet wurden. Die Blüte dieser Pflanzen beginnt in der ersten Sommerhälfte (der genaue Beginn hängt stark vom Aussaatzeitpunkt ab) und dauert bis zu den Herbstfrösten an.

Anbau der Petunie aus Samen

Aussaat der Samen

Die Aussaat von Petuniensamen für die Anzucht kann bereits im Februar erfolgen, jedoch ist zu beachten, dass die Keimlinge in dieser Zeit viel Sonnenlicht benötigen. Ein Mangel daran kann durch künstliche Beleuchtung ausgeglichen werden. Der Aussaatzeitpunkt hängt auch von der jeweiligen Petunienart, der Größe ihrer Blüten und Triebe ab. In der Regel wird das Aussaatdatum anhand der Blütezeit berechnet. Am frühesten werden Ampel-Sorten ausgesät – sie benötigen mehr Zeit, um ausreichend lange Stängel zu entwickeln. Am spätesten (Anfang März) können kleinere Büsche mit kleinen Blüten gesät werden. Da die Keimfähigkeit der Samen stark variieren kann, empfiehlt es sich, sie mit einem kleinen zeitlichen Puffer auszusäen, falls eine Nachsaat nötig wird.

Für Petunien eignen sich leichte und nährstoffreiche Böden. Es kann universelle Blumenerde für die Anzucht verwendet werden oder eine selbst gemischte Mischung aus Torf, verrottetem Kompost, Rasen- (oder Laub-) Erde und der Hälfte Sand. Die vorbereitete Erde wird vorher mit kochendem Wasser oder einer Kaliumpermanganatlösung übergossen. Der oberste Zentimeter der Erde sollte gesiebt werden, und einen Tag vor der Aussaat wird die Erde im Behälter gründlich angefeuchtet.

Petuniensamen können sowohl in gewöhnlicher Form als auch in einer Dragee-Ummantelung verkauft werden. Aufgrund der geringen Größe normaler Samen können sie zur einfacheren Aussaat mit Sand vermischt werden. Die Samen werden möglichst gleichmäßig auf dem Substrat verteilt, leicht mit einer Sprühflasche besprüht und anschließend mit Folie abgedeckt. Um die Verteilung der Samen ohne Sand zu erleichtern, können sie auf Schnee ausgesät werden. Auf hellem Hintergrund sind die dunklen Samen viel besser sichtbar, und es ist einfacher, sie gleichmäßig zu verteilen.

Drageesamen werden normalerweise in kleineren Mengen verkauft, haben eine größere Größe und sind viel bequemer zu säen. Aber solches Saatgut verliert schneller seine Keimfähigkeit – man sollte nur frische Samen von geprüften Firmen kaufen. Außerdem sollte man vor der Aussaat die Hülle jedes Dragees gut anfeuchten oder sogar leicht mit einem Zahnstocher anritzen – wenn sie nicht nass wird und nicht reißt, kann der Samen nicht keimen. Es ist wichtig zu bedenken, dass alle Samen nur in feuchte Erde gesät werden. Spätere Bewässerungen können die winzigen Samen durch den Wasserstrahl zu tief eingraben. Zur Befeuchtung des Bodens wird zunächst ein Zerstäuber verwendet.

In Wärme und Licht erscheinen die ersten Keimlinge bereits innerhalb einer Woche. Als maximale Wartezeit gelten zwei Wochen – Sämlinge, die nach dieser Zeit erscheinen, werden höchstwahrscheinlich zu schwach sein. Die Keimlinge benötigen regelmäßiges Lüften (bis zu 2 Mal täglich) und regelmäßige Befeuchtung. Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Mini-Gewächshaus wirkt sich positiv auf das Wachstum der kleinen Setzlinge aus, aber solche Sämlinge müssen vor der 'Schwarzbeinigkeit' geschützt werden. Um deren Entwicklung zu vermeiden, wird regelmäßig Kondenswasser von der Abdeckung entfernt. Zur Vorbeugung wird empfohlen, die Sämlinge regelmäßig mit einer hellen Kaliumpermanganatlösung zu besprühen. Die Abdeckung wird entfernt, sobald die ersten echten Blätter erscheinen. Danach wird die Bewässerung etwas reduziert. Die Bodenoberfläche kann leicht mit Sand bestreut werden. Die oberflächliche Aussaat führt oft dazu, dass die Wurzeln der Sämlinge nicht vollständig in der Erde eingegraben sind. Solche Sämlinge versucht man vorsichtig zu bestreuen oder in die erforderliche Position einzugraben.

Aufzucht der Setzlinge

Nach der Bildung von 3-4 echten Blättern können die Sämlinge pikiert werden. Petunien vertragen diesen Vorgang gut, aber er muss richtig durchgeführt werden. Die Erde im Behälter mit den Pflanzen wird angefeuchtet, dann wird der ausgewählte Sämling mit einem Stäbchen oder Löffel angehoben, am Blatt gefasst und vorsichtig aus dem Behälter genommen. Es ist wünschenswert, den Erdballen um die Wurzeln nicht zu zerstören. Die Pflanzen werden in einzelne Töpfe gesetzt – aus Plastik oder Torf. Bei Bedarf kann erneut ein gemeinsamer Behälter verwendet werden, aber der Abstand zwischen den Sämlingen sollte größer sein. Wenn die Sämlinge vorher in die Länge geschossen sind, können sie bis zu den ersten Blättern in die Erde eingegraben werden. So können die Sämlinge zusätzliche Wurzeln bilden und das Wachstum beschleunigen. Nach dem Pikieren werden die Sämlinge gegossen und einige Tage im Halbschatten gehalten. Wenn die Sämlinge in Torftabletten gezogen wurden, werden sie nicht pikiert, sondern direkt mit diesen in neue Töpfe gesetzt.

Die weitere Pflege der Petunienbüsche hängt von den Haltungsbedingungen ab. Die Erde in den Töpfen sollte stets feucht bleiben, aber das Substrat sollte nicht zu nass sein. Gelegentlich sollte die Erde um die Pflanzungen herum leicht gelockert werden. Eine Woche nach dem Pikieren beginnen die Sämlinge gedüngt zu werden. Die Düngung erfolgt wöchentlich, die Blattdüngung wechselt sich mit der normalen Düngung ab. Für Petunien eignen sich alle löslichen komplexen Dünger für Blumen.

Die Zeit des Erscheinens der Knospen hängt von der Pflanzensorte ab. Grandiflora blüht etwa 3 Monate nach der Aussaat, Multiflora einige Wochen früher. Für eine stärkere Bestockung können buschige Petuniensorten pinziert werden, obwohl viele moderne Sorten von selbst gut buschig wachsen. Das Pinzieren von ampelartigen Sorten führt in der Regel nicht zum gewünschten Ergebnis. Um buschigere Pflanzen zu erhalten, werden solche später einfach mehrere Stück in einen Behälter gepflanzt. Der Pinziervorgang verzögert die Knospenbildung leicht, hilft aber später, einen effektvolleren Busch zu formen.

Vor dem Auspflanzen ins Freiland benötigen die Setzlinge eine Abhärtung. Dazu werden sie zwei Wochen vor dem Pflanzen täglich für kurze Zeit nach draußen gebracht oder für einige Tage an einen kühleren Ort gestellt.

Pflanzung der Petunie im Freiland

Beste Zeit für die Pflanzung

Für Petunien ist sandiger Lehmboden oder Lehm optimal. Vor dem Pflanzen kann man zusätzlich Dünger wie Kompost oder Humus ins Beet einbringen. Mist sollte nicht verwendet werden – solche Zusätze erhöhen das Risiko von Pilzkrankheiten. Zum Pflanzen wählt man einen offenen, ausreichend sonnigen Standort. Die Petunien können dorthin umgesetzt werden, nachdem mögliche Fröste vorüber sind – etwa Ende Mai. Am besten eignet sich bewölktes (regnerisches) Wetter oder die Abendstunde – die frisch umgepflanzten Blüten sollten keiner Sonne ausgesetzt sein.

Pflanzregeln

Der Standort für Petunien in gemischten Blumenbeeten wird je nach Größe der Büsche gewählt. In der Regel eignet sich für die Blume am besten die untere, seltener die mittlere Ebene des Beetes. Vor dem Pflanzen werden die Setzlinge in Töpfen gut gewässert, jeder Sämling wird mit einem Erdballen umgesetzt und in ein vorbereitetes Pflanzloch gesetzt.

Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte etwa 30 cm betragen, genauere Zahlen hängen von der Größe der Büsche ab, obwohl Petunien im Allgemeinen enge Pflanzung gut vertragen. Nach dem Pflanzen werden die Büsche reichlich gegossen, und nach einem Tag wird der Bereich um sie herum mit Torf oder Humus gemulcht. Die Blüte dieser Petunien sollte bis zur Mitte oder sogar bis zum Ende des Herbstes anhalten.

Pflege der Petunie im Garten

Für den Anbau von Petunien sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich. Sie gehört zu den dürreresistenten Pflanzen, aber bei Sommerhitze müssen die Blüten regelmäßig gegossen werden. Es ist wünschenswert, dass beim Gießen kein Wasser auf die Blütenblätter gelangt.

Als anspruchsloseste gelten die kleinblütigen Petuniensorten. Großblütige Sorten mögen weder Nässe noch Halbschatten; besonders schädlich sind für sie Wind und starker Regen. Dies ist leicht durch die große Angriffsfläche der Pflanzen und die Zartheit der Blättchen erklärbar. Bei einer Änderung der Bedingungen blüht die Petunie jedoch wieder.

Petunien benötigen eine sehr intensive Sonneneinstrahlung – das ist die wichtigste Voraussetzung für einen guten Buschwuchs und die Bildung großer, schöner Blütenstiele. Darüber hinaus legen sie Wert auf Feuchtigkeit und Belüftung des Bodens, daher eignet sich am besten sandiger Lehm oder Lehmboden. Der Boden in Erdbeeten sollte gut gedüngt und regelmäßig gelockert werden.

Anzucht von Petunien aus Samen zu Hause

In unserem Land wird die Petunie als einjährige Zierpflanze gezogen. Dabei ist dieser Vertreter der Nachtschattengewächse eigentlich mehrjährig. Aufgrund des rauen Klimas in weiten Teilen unseres Landes denkt jedoch niemand daran, die Petunie über den Winter zu erhalten. Diese Aufgabe ist mühsam und bei russischen Gärtnern unbeliebt. Dabei haben Züchter längst Hybridsorten von Petunien gezüchtet, die mehrmals im Jahr üppig blühen können.

Beschreibung der Petunienblüten

Die Blume gelangte aus Südamerika nach Europa. In ihrer Heimat – in Brasilien und Paraguay – werden Petunien bis zu einem Meter hoch. Die im Zierpflanzenbau verwendeten Petunien sind Pflanzen, die die Form eines kleinen Busches haben..

Seine Höhe hängt von Art und Sorte ab. Niedrigwüchsige Petunien werden 20–30 cm hoch, größere bilden einen Busch von bis zu 60 cm. Petunien unterscheiden sich auch in der Stängelstellung:

  • aufrecht;
  • kriechend.

Züchter erweitern ständig das Sortiment dieser vielseitigen Zierde für jeden Garten oder jedes Blumenbeet. Meistens werden Petunien in zwei große Gruppen unterteilt:

  1. Buschartige.
  2. Hängepetunien.

Die Sorten der letzteren Art eignen sich gut für das Pflanzen in Hängeampeln, da durch flexible, kurze Triebe und viele kleine Blüten eine bunte Kugel entsteht, die von weitem sichtbar ist.

Nach Blütengröße werden Petunien in großblütige und mehrblütige unterteilt. Die erste Gruppe zeichnet sich durch Blüten mit über 10 cm Größe aus. Mit einzelnen Trichtern schmücken sie kräftige Zweige. Solche Petunien sehen sehr elegant aus.

Bei Pflanzen der zweiten Gruppe sind die Blüten viel kleiner, etwas größer als eine 5-Cent-Münze, aber dafür gibt es viele davon. Die Büsche wirken festlich und sogar fröhlich.

Die Petunie ist bei Gärtnern auf der ganzen Welt äußerst beliebt wegen der Vielfalt an Farben, langer und üppiger Blütezeit bei richtiger Pflege. Viele versuchen, Petunien-Setzlinge mit eigenen Händen zu Hause zu ziehen.

Wie und wann sollte man sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe widmen? Wie zieht man Petunien-Setzlinge zu Hause? Im ersten Schritt muss man qualitativ hochwertiges Saatgut erwerben.

3>Regeln für den Anbau von Petunien aus Samen

Die Aussaat erfolgt Ende Februar, Anfang März. Man kann sich auch zu einem späteren Zeitpunkt mit der Aufzucht der Setzlinge befassen, aber dann besteht die Gefahr, die Blüte nicht zu sehen.

Beachten Sie, dass es mindestens 10 Wochen dauert, bis diese Schönheit Sie mit ihren farbenfrohen Gewändern erfreut. Die Petunie bringt sehr kleine, kleiner als ein Mohnsamen, Samen hervor.

Allerdings sind in den Regalen von Blumenläden auch granulierte Formen zu sehen. Diese sind viel größer und teurer als die gewöhnlichen. Der Clou liegt in der speziellen Nährschutzschicht, die das Samenkorn umgibt.

Manchmal werden Granulate einzeln verkauft. Das Aussehen der Samen in der Verpackung ist nicht erkennbar, da sie in undurchsichtigen Tütchen verkauft werden. Man muss der Information auf der Verpackung vertrauen. Lesen Sie diese genau. Auf dem Etikett sollte angegeben sein:

  • Hersteller der Samen.
  • Haltbarkeitsdatum.
  • Sortenbezeichnung.
  • Blütezeit.
  • Höhe des Busches im ausgewachsenen Zustand.
Siehe auch:
Canna: Pflege, Anbau und Lagerung

Beachten Sie, dass Samen in Papierverpackung bis zu einem Jahr keimfähig bleiben. Eine längere Haltbarkeit bietet die Verpackung aus Folie oder Polyethylen – bis zu zwei Jahre. Wie ziehen Sie Petunien aus Samen?

Wie wählen Sie Behälter für Setzlinge aus?

Für ein selbstgemachtes „Gewächshaus“, in dem die Samen keimen und die jungen Setzlinge die ersten Blätter entwickeln, eignen sich Behälter von Keksen, Biskuit oder Eis. Sie können Kunststoffbehälter im Haushaltswarengeschäft.

Eine kostengünstige und praktische Variante ist die Verwendung einer leeren Fünf-Liter-Wasserflasche. Mit einem scharfen Messer schneiden Sie an der Längsseite einen Einschnitt auf drei Seiten und biegen Sie den Kunststoff leicht nach oben. So entsteht ein „Gewächshaus“ mit Deckel, leicht und praktisch.

Egal, wofür Sie sich bei der Anzucht von Petunien aus Samen zu Hause entscheiden, vergessen Sie nicht, mit einem heißen Nagel Drainagelöcher in den Boden des Behälters zu bohren. Dann staut sich das Wasser nicht im Boden und die Wurzeln werden nicht von Fäulnis befallen.

Vorbereitung des Bodens

Sie können eine fertige Mischung im Blumenladen kaufen. Solche Mischungen werden auf Torfbasis hergestellt. Es gibt sogar spezielle Erden für Petunien.

Ein hochwertiges Substrat wird industriell von Schädlingen befreit.

Sie können die erforderliche Erdmischung aber auch selbst herstellen, wenn Sie die notwendigen Zutaten, Zeit und Lust dazu haben.

  • Torf;
  • Gartenerde;
  • Humus;
  • Fügen Sie dieser Mischung 1 Teil Sand hinzu.

Alles vermischen – die notwendige Nährstoffbasis für die Samenkeimung ist fertig. Füllen Sie auf den Boden des Behälters eine Schicht Blähton oder kleinen Flusskies. Auf dieses Drainagebett geben Sie die Erde, mit einer Schichtdicke von etwa 3–5 cm.

Aber bevor Sie das tun, treffen Sie Vorsichtsmaßnahmen gegen Schädlinge. Erhitzen Sie die gekaufte oder selbstgemachte Mischung 15–20 Minuten im Ofen oder übergießen Sie sie mit kochendem Wasser.

Manche Gärtner empfehlen, dem Wasser Kaliumpermanganat-Kristalle zuzufügen, um eine farbintensive Lösung zu erhalten. In diesem Fall hängen Sie den Behälter mit der Erde über eine Schüssel, in die das Wasser abfließen kann. Nachdem die Erde nach der Desinfektion abgekühlt ist, befeuchten Sie sie gut mit einem Sprühgerät und beginnen Sie mit der Aussaat.

Aussaat der Petuniensamen

Deshalb werden die Samen nur auf die Oberfläche der feuchten Erde gelegt, aber nicht mit Erde bedeckt.

Um die Durchführung zu erleichtern, befeuchten Sie ein Streichholz oder einen Zahnstocher mit Wasser und heben Sie damit jedes Samenkorn an. Die Abstände zwischen ihnen sollten gleichmäßig sein, mindestens 10–15 cm.

Nachdem Sie fertig sind, drücken Sie die Samen an die Erde, um den Kontakt zu verbessern. Schließen Sie das selbstgemachte Gewächshaus mit einem Deckel, Glas oder einer Plastikfolie und stellen Sie es an einen warmen Ort, am einfachsten an eine Heizung.

Zusätzliche Beleuchtung ist in diesem Stadium nicht erforderlich, aber Wärme für das Keimen der Sämlinge ist lebensnotwendig. Die Petuniensamen sollten bei einer Temperatur von +25 Grad keimen.

Öffnen Sie einmal täglich den Deckel des Behälters zum Lüften. Die Keimlinge erscheinen am dritten bis vierten Tag. Wenn die Samen jedoch abgelaufen sind, keimen sie länger, etwa zehn Tage.

3>Pflege der Setzlinge: Beleuchtung und Gießen

Um zu Hause gesunde und kräftige Setzlinge zu erhalten, beachten Sie einige Besonderheiten der Petunienentwicklung. Wenn die Keimlinge nicht genug Licht bekommen, strecken sie sich zur Sonne, werden hoch, aber schwach.

Verschieben Sie daher die Kisten nach dem Keimen der Samen weiter weg von der Heizung, aber näher zum Fenster. In diesem Stadium spielt der zweite Faktor – Licht – die Hauptrolle. Verlassen Sie sich nicht auf das Fensterlicht, sondern verwenden Sie zusätzliche Beleuchtung.

Zu diesem Zweck verwendet man Leuchtstofflampen oder Pflanzenleuchten für Setzlinge. Schalten Sie die zusätzliche Beleuchtung ein, sobald die Samen keimen. Die Lampen sollten mindestens 12 Stunden über den Setzlingen brennen. Dies fördert später die schnellere Bildung von Blütenknospen. Die Temperatur an dem Ort, an dem die Kisten mit den Keimlingen stehen, sollte +18−20 Grad betragen.

In diesem Stadium, wenn die Sämlinge empfindlich sind und leicht absterben können, ist es äußerst wichtig, eine richtige Bewässerung durchzuführen. Erfahrene Gärtner empfehlen, dies am Abend zu tun, wenn das Pflanzenwachstum intensiver ist.

Das Wasser sollte weich, chlorfrei und warm sein. Lassen Sie dazu das Leitungswasser mindestens einen Tag lang auf der Fensterbank oder an einem anderen warmen Ort stehen. Drücken Sie vor dem Gießen ein paar Tropfen Zitronensaft hinein.

Lüften Sie das Gewächshaus ab dem ersten Tag, an dem die Keimlinge erscheinen, indem Sie den Deckel verschieben. Beginnen Sie mit zwei bis drei Minuten und verlängern Sie die Lüftungszeit allmählich. Diese einfache Methode hilft, die Feuchtigkeit auf dem richtigen Niveau zu halten und schützt die Setzlinge vor einer Krankheit namens „Schwarzbeinigkeit“.

3>Pikieren – wie man es richtig macht

Es kommt der Moment, in dem die Keimlinge im Kasten zu eng werden und jeder Keimling seinen eigenen Platz benötigt. Zu diesem Zweck wird eine Umpflanzung durchgeführt. Damit Sie nicht verwirrt werden, schauen wir uns an, welche Blätter die Pflanzen haben.

Beim Keimen entlässt der Samen zwei Keimblätter. Sie haben eine längliche Form und sind viel größer als die später erscheinenden Blätter. Die Keimblätter sind eine Art Milchflasche, aus der der Keimling sich ernährt. Aber nun sind er und seine Artgenossen im Kasten gewachsen und beginnen wie Kinder im Kindergarten, sich zu stoßen und zu stören.

Also ist es Zeit zum Pikieren. Dieser Vorgang umfasst das Umpflanzen und das Abkneifen der Wurzelspitze. Jeder Keimling wird in einen separaten durchsichtigen Becher gesetzt. Der Keimling wird bis zu den Keimblättern in die Erde eingegraben.

Solange die Pflanzen sehr empfindlich sind, hat sich das Wurzelsystem noch nicht gebildet und besteht nur aus einem einzigen, haarfeinen Wurzelchen. Um sie nicht zu beschädigen, nimmt man den Keimling zusammen mit einem Erdballen und setzt ihn an einen neuen Standort. Die Erde wird wie vor der Aussaat sterilisiert – mit kochendem Wasser oder durch Erhitzen im Ofen.

Nach dem ersten Umtopfen der Petuniensämlinge beginnt die Pflanze, wenn Sie alles richtig gemacht haben, sich aktiver zu entwickeln und das Wurzelsystem auszubilden. Etwa anderthalb Monate nach der Aussaat ist ein zweites Umtopfen in größere Töpfe erforderlich. Hier bleibt die Petunie, bis sie ins Freiland im Garten oder in ein Balkonkästchen gepflanzt wird.

Streng genommen gehört zum Pikieren auch das Kürzen der Wurzel. Dies geschieht, damit sich Seitenwurzeln entwickeln und das gesamte System kräftiger und verzweigter wird. Dann erhält die Pflanze mehr Nährstoffe aus dem Boden.

In letzter Zeit sind Gärtner jedoch von dieser Praxis abgekommen, da sie sie als zu riskant ansehen. Manche Experten für die Aufzucht von Setzlingen zu Hause führen das zweite Umtopfen nicht durch.

Sie wählen für das Pikieren Behälter mit Vorrat, ‚zum Heranwachsen‘. Sie erklären dies damit, dass es nicht nötig sei, die Pflanzen unnötig zu verletzen. Sie können anhand eigener Erfahrung die optimale Methode wählen.

4>Temperaturregime und Düngung

Nachdem die Setzlinge nach dem Pikieren eine eigene Unterkunft erhalten haben, beginnen sie kräftig zu wachsen. Jetzt sollten Sie die jungen Petunien zu ihrem eigenen Vorteil allmählich an niedrigere Temperaturen bis zu +10° gewöhnen. Gärtner verwenden in diesem Fall den Begriff ‚Abhärtung‘.

Die Töpfchen mit den Setzlingen werden auf den verglasten Balkon gebracht oder im Zimmer wird das Fenster geöffnet. Beginnen Sie mit 15 Minuten und steigern Sie die Zeit allmählich.

Nach ein paar Wochen solcher Wiederholungen und unter der Voraussetzung, dass die Außentemperatur nicht unter den Normalwert sinkt, kann man die Setzlinge sogar an einem kühlen Ort stehen lassen, bis sie an ihren endgültigen Standort umgepflanzt werden.

Gute Setzlinge können nicht ohne Pflege und rechtzeitige, regelmäßige Düngung herangezogen werden. Beginnen Sie zwei Wochen nach dem ersten Umtopfen der Sämlinge mit dem Düngen. Tun Sie dies anschließend auch für ausgewachsene Pflanzen alle zwei Wochen.

Fachgeschäfte bieten Gärtnern Komplexdünger an, die viel Kalium enthalten. Gut sind auch flüssige konzentrierte Nährstoffmischungen, die zu Hause mit Wasser verdünnt werden müssen.

Vergessen Sie nach dem zweiten Umtopfen und auch später nicht, die Erde zu lockern. Die Wurzeln brauchen Sauerstoff. Auf diese Pflege reagieren die Petunien mit einer lang anhaltenden Blüte bis in den späten Herbst.

Das Pinzieren der Setzlinge

Beim Anblick der leuchtend dichten ‚Kugel‘ aus bunten Petunien freut sich das Herz. Wie erreicht man zu Hause die ideale Form? Das Geheimnis ist einfach. Es kommt auf das Pinzieren der Triebspitze an.

Beginnen Sie mit diesem Vorgang, sobald der Keimling vier bis fünf Blätter hat, ohne die beiden zu zählen, die aus dem gekeimten Samen (Keimblätter) wachsen. Das erste Abkneifen erfolgt also, wenn die Petunie sieben Blätter hat.

Indem Sie das Höhenwachstum einschränken, fördern Sie die Entwicklung von Seitentrieben. So entsteht eine runde Buschform. Beachten Sie jedoch, dass das Abkneifen den Blühbeginn verzögert. Lassen Sie die Pflanze daher ein paar Wochen davor in Ruhe.

3>Anzucht von Setzlingen in Torfquelltabletten

Neben der oben beschriebenen Methode zur Aufzucht von Setzlingen gibt es eine andere, die zeitsparender ist. Die Industrie stellt her Torftabletten, die sich hervorragend für die Gewinnung kräftigen Pflanzmaterials zu Hause eignen.

Sie werden in ein tiefes Plastikgefäß gelegt und mit Wasser übergossen. Innerhalb von 10 Minuten quellen die Tabletten auf und vergrößern ihr Volumen um ein Vielfaches. Gießen Sie das überschüssige Wasser ab und machen Sie mit einem Streichholz oder Zahnstocher eine kleine Vertiefung im oberen Teil des Torfzylinders.

Legen Sie das Petunien-Samen hinein. Die Aussaat ist abgeschlossen. Pflegen Sie die Keimlinge anschließend wie oben beschrieben. Der Vorteil ist, dass bei Torftabletten kein Pikieren erforderlich ist.

Die herangewachsenen Setzlinge werden zusammen mit der Tablette direkt ins Freiland gepflanzt. Im Boden zerfällt sie ohne Ihr Zutun. Gut ist auch, dass der Torf die notwendige Nährstoffversorgung für die sich entwickelnden Wurzeln der Petunie bietet.

Aus all dem oben Beschriebenen lässt sich schließen, dass selbst ein Anfänger in der Lage ist, Petuniensetzlinge zu Hause zu ziehen.

Eigenständige Aufzucht von Petunien zu Hause

Methoden zur Aufzucht von Petunien aus Samen

Um Petuniensetzlinge zu erhalten, müssen die Samen bereits im Februar oder Anfang März ausgesät werden. Dazu können Sie Anzuchtbehälter verwenden oder die Technik der Petunienaufzucht mit Torftabletten anwenden.

  • Am häufigsten werden dafür Anzuchtkästen verwendet. Die Samen der Blume sind Lichtkeimer, das heißt, sie benötigen Licht zum Keimen. Daher erfolgt die Aussaat oberflächlich, sie dürfen nicht mit Erde bedeckt werden; für einen besseren Bodenkontakt reicht es, sie leicht anzudrücken.
  • Die Samen keimen bei einer recht hohen Temperatur von etwa +25 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 98%.
    Diese Bedingungen können Sie erreichen, indem Sie die Anzuchtkästen an einen hellen, warmen Ort stellen und mit einem hellen Vlies abdecken. Sie können dazu auch Glas oder transparente Folie verwenden, jedoch bietet das Vlies den Samen ein günstigeres Umfeld, da die Feuchtigkeit besser erhalten bleibt und die Keimlinge atmen können.
    Das Vlies wird entfernt, wenn die Keimlinge etwas gewachsen sind.
  • Die Aussaat der Samen in Torftabletten ist wesentlich effektiver. Die Praxis hat gezeigt, dass der Anbau von Pflanzen in Torftabletten kein nachträgliches Pikieren erfordert und die herangewachsenen Keimlinge direkt ins Freiland gepflanzt werden können.

Der Vorteil der Tabletten sind die natürlichen Eigenschaften des Torfs, seine Wasser- und Luftdurchlässigkeit, außerdem enthalten sie ausreichend Nährstoffe, die für die Entwicklung und das Wachstum der Setzlinge notwendig sind.

Die Verwendung dieser Tabletten zur Aufzucht von Petunien aus Samen ist sehr praktisch. Man gibt sie in einen Behälter – einen Plastikbehälter mit Deckel – und übergießt sie mit Wasser.
Innerhalb von 10 Minuten quellen die Tabletten auf, wobei sie an Höhe zunehmen, aber den Durchmesser beibehalten. Nach weiteren 5 Minuten wird das überschüssige Wasser abgegossen und mit einer Pinzette oder einem Zahnstocher wird in die Vertiefung, die sich im oberen Teil der Tablette befindet, ein einzelnes Samenkorn gelegt. Anschließend wird der Behälter mit dem Deckel verschlossen und auf die Fensterbank gestellt.
Die weitere Aufzucht und Pflege der Petunie besteht darin, die für die Keimung und das Wachstum der Samen erforderliche Temperatur und Feuchtigkeit aufrechtzuerhalten.
Um zu verhindern, dass Kondenswasser auf die Keimlinge tropft, muss der Behälter regelmäßig gelüftet und überschüssige Feuchtigkeit von den Wänden und dem Deckel entfernt werden.

Nicht jeder hat die Möglichkeit, Petuniensetzlinge in der Wohnung zu ziehen. Es ist durchaus möglich, Petunien im Gewächshaus zu vermehren, allerdings sind die Setzlinge dann etwas später als die heimischen für das Auspflanzen ins Freiland bereit.

Das Wichtigste ist, das Gewächshaus so vorzubereiten, dass die Pflanze das erforderliche Temperatur- und Feuchtigkeitsniveau erhält.

Besonderheiten der Petunienzucht

Der Anbau von Petunien im Haus ist zwar aufwändig, aber eine sehr spannende Angelegenheit.
Das Wichtigste ist die Sicherstellung des Lichtregimes und die Einhaltung der erforderlichen Temperatur.
Die Keimlinge erscheinen etwa zwei Wochen nach der Aussaat. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Temperatur für die Setzlinge gesenkt werden muss: Tagsüber sollte sie 20 °C und nachts 16 °C nicht überschreiten.
Damit die entstandenen Keimlinge nicht vergeilen und gut wachsen, wird eine Zusatzbeleuchtung mit verschiedenen Pflanzenlampen durchgeführt.

Mit der zusätzlichen Beleuchtung sollte begonnen werden, sobald die Keimlinge erscheinen. Es ist wünschenswert, dass die Pflanzen etwa 16 Stunden am Tag beleuchtet werden. Dies hilft den Setzlingen, kräftig und gesund zu wachsen, und beschleunigt später die Bildung von Blütenknospen.

Pikieren von Petuniensetzlingen und deren Pflege

Die Setzlinge werden pikiert, wenn die ersten vollwertigen Blätter erscheinen.
In der Anbautechnik von Petunien ist dies wohl der kritischste Moment. Die Keimlinge sind sehr zart und zerbrechlich, für das Vereinzeln benötigt man ein Höchstmaß an Geduld und Sorgfalt, um sie nicht zu verletzen.

Für das Umpflanzen verwendet man Töpfchen aus transparentem Material, gefüllt mit sterilisiertem Substrat. Darin setzt man die Keimlinge um, die mitsamt einem Erdballen um die Wurzel ausgegraben werden.

Die Setzlinge sind in der Keimungsphase recht anspruchsvoll.
Etwa einen Monat nach dem Erscheinen der Keimlinge verläuft ihre Entwicklung sehr langsam, da sie in diesem Stadium ihr Wurzelsystem ausbilden. Ein aktiveres Wachstum setzt ab einem Alter der Setzlinge von anderthalb Monaten ein.
Wenn die Erde im durchsichtigen Töpfchen stark von Wurzeln durchzogen ist, werden die Keimlinge in größere Töpfe (bis zu 2 l) umgesetzt und dort bis zum Auspflanzen am endgültigen Standort belassen.

Die Aufzucht von Ampelpetunien aus Samen sowie der Anbau von Kaskadenblumen erfolgt nach der gleichen Technologie wie für andere Sorten.
Die Ampelpetunie ist die beste Wahl für Hängeampeln.

Zur Gruppe der Ampelsorten gehören auch die Kaskadensorten. Sie haben flexible, aber dickere und kürzere Stiele als die idealen Ampelformen.

Der Anbau von gefüllten Petunien und Surfinien hat seine Besonderheiten. Sie bilden nämlich keine Samen, daher werden sie durch Stecklinge der Triebe vermehrt.

Dazu schneidet man von einem blühenden Busch einen Trieb mit zwei Internodien ab. Entfernen Sie Blüten und Knospen. Die Spitze des Stecklings wird mit Bewurzelungspulver bestäubt und in einen kleinen Becher gesetzt, den man in den Schatten stellt. Nach 3 Wochen erscheinen Wurzeln. Die Pflanzen überwintern im Haus bei einer Temperatur von 16 °C.

Wie und mit welchem Wasser gießt man Petunien-Setzlinge?

Es ist sehr wichtig, das Gießen der Petunien-Sämlinge zu erlernen. Dies sollte mäßig und rechtzeitig erfolgen, unter Beachtung einiger Regeln:

  • Das Gießen mit der Gießkanne ist völlig ausgeschlossen. Zum Befeuchten des Substrats eignet sich am besten ein feiner Zerstäuber. Übermäßige Feuchtigkeit des Bodens ist gefährlich, da sie die „Schwarzbeinigkeit“ hervorrufen kann – eine Krankheit, bei der die Keimlinge von unten faulen und absterben. Auch Austrocknung ist für die winzigen Keimlinge schädlich.
  • Die zuverlässigste Methode, die erforderliche Bodenfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten, ist, die Setzlinge von unten aus der Unterschale zu gießen, nicht von oben.
  • Verwenden Sie zum Gießen weiches, chlorfreies Wasser. Lassen Sie das Leitungswasser daher unbedingt mindestens einen Tag lang stehen und geben Sie kurz vor dem Gießen etwas Zitronensaft hinzu.
  • Wasser und Substrat sollten die gleiche Temperatur haben.

Wichtig! Bei sonnigem Wetter sollten die Sämlinge abends gegossen werden, da ihr Wachstum in der Nacht am intensivsten ist und der Wasserverbrauch höher ist, während tagsüber viel Wasser verdunstet.

Wenn man diese kleinen Geheimnisse der Petunienaufzucht beachtet, erhält man kräftige Setzlinge.

Welche Erde ist für Petunien erforderlich?

Für die Aussaat der Samen können verschiedene Erdmischungen auf Torfbasis verwendet werden, mit Ausnahme von alkalischen und stark sauren.

Die selbstständige Herstellung einer Erdmischung erfordert bestimmte Fähigkeiten, und die Bestandteile müssen irgendwo beschafft werden, daher ist der optimale Weg der Kauf eines Substrats im Blumenladen.
Es enthält alle notwendigen Nährstoffe für die Pflanzenernährung und ihr Wachstum in einem optimalen Verhältnis.

Um die Pflanze vor Krankheiten zu schützen, sollte die gekaufte Mischung vor dem Pflanzen mit einem Fungizid gegossen werden.

Düngemittel für Petunien

Die Pflanze kann ohne die Verwendung von Düngemitteln während der gesamten Entwicklung nicht vollständig wachsen. Die Petunie reagiert unglaublich auf die Gabe von Düngemitteln und hat einen hohen Bedarf daran. Nur wenn sie ausreichend die nötigen Nährstoffe erhält, wird sie bis zum Frost üppig blühen.

Versuchen Sie, nur spezielle Düngemittel zu verwenden, da es sonst sehr schwierig ist, die Konzentration einzuhalten. Für die Düngung eignen sich auch hervorragend komplexe Düngemittel mit hohem Kaliumgehalt.

Im Haushalt ist es am einfachsten, flüssige Düngemittel zu verwenden, die vor dem Gießen mit Wasser verdünnt werden. Die Auswahl ist recht groß.
Beginnen Sie mit der Düngung einige Wochen nach dem Umtopfen. Während der gesamten Saison sollten Sie weiterhin alle zwei Wochen düngen.

Neben der Düngung umfasst die Pflege von Petunien das regelmäßige Auflockern des Bodens, um die Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln zu gewährleisten, sowie das Gießen.
Viele, die erwachsene Petunien pflegen, wissen nicht, dass man zur Bildung buschiger Pflanzen die Spitzen der ausgewachsenen Triebe abklemmen, also entfernen muss. Dies sollte in der aktiven Wachstumsphase erfolgen, wenn sich 4-5 Blätter gebildet haben.

Petunien blühen üppig und lange. Sie werden in Beete, Vasen und Container gepflanzt und zur Gestaltung von Blumenbeeten verwendet. Mit ein wenig Aufwand und Zeit für die Aufzucht der Setzlinge können Sie die ganze Saison über die Schönheit dieser bezaubernden Blume genießen.

Pflege von Petunien

Haltungsbedingungen und Pflege von Petunien

Die Gartenpetunie (Petunia) — eine üppig blühende einjährige Pflanze, zeichnet sich durch sehr große Blüten in den unterschiedlichsten Farben, eine lange und reiche Blüte sowie eine anspruchslose Pflege aus. Die Blüte kann von Anfang Juni bis zum Frost dauern.

Petunien (insbesondere ihre großblütigen Sorten) zählen zu den wärmeliebenden Pflanzen. Die Pflanzen werden nach dem Ende der Kälteperiode ins Freiland gesetzt. Da das Wurzelsystem von Petunien sehr kräftig ist, benötigen sie auch relativ viel Erde — etwa 5 Liter pro Pflanze.

Eine ins Freiland gepflanzte Petunie hört bei nassem und kaltem Wetter auf zu blühen. Petunien gedeihen gut an windstillen, sonnigen Standorten, vertragen aber auch leichte Schattierung.

Die Pflanze verträgt kurzfristige Trockenheit des Bodens, aber keine Staunässe. Bei übermäßigem Gießen kommt es zu Wurzelfäule, und die Petuniensämlinge sind sehr anfällig für die Schwarzbeinigkeit. Zum Gießen verwenden Sie am besten weder kaltes noch hartes Wasser; gießen Sie direkt an der Wurzel, ohne die Blätter und Blüten zu benetzen.

Petunien sind nicht besonders anspruchsvoll an die Bodenbeschaffenheit, mit Ausnahme von stark sauren oder alkalischen Böden. Die Böden sollten nährstoffreich, locker, gut wasserspeichernd, aber gleichzeitig durchlässig für überschüssiges Wasser und nicht staunass sein. Gartensorten bevorzugen sandige Lehm- oder Lehmböden und reagieren gut auf Zusätze von Kompost oder Humus. Von frischem Mist sollte man absehen, da er die Entwicklung von Pilzkrankheiten fördert. Flächen mit sauren Böden (bei pH unter 5,5) müssen vorher mit Kalk behandelt werden (200-300 g/m²).

Informationen zum Anbau von Petunien aus Samen, zur Stecklingsvermehrung sowie zum Auspflanzen der Jungpflanzen ins Freiland finden Sie auf einer separaten Seite.

Petunie und die Pflege im Winter.

Sie können eine schöne Petunienpflanze im Winter in einem kühlen und hellen Raum aufbewahren und sie im April durch Stecklinge vermehren. Gefüllte und ampelartige Hybridsorten von Petunien bilden keine Samen, daher werden sie vegetativ vermehrt — durch Stecklinge.

Dazu graben Sie im Herbst, noch vor dem ersten Frost (Oktober), die ausgewachsenen Petunienpflanzen aus, schneiden die langen Stiele leicht zurück, pflanzen sie in einen Topf und halten sie zu Hause an einem kühlen Ort. Im Winter halten Sie sie bei 10-15 Grad, intensiver Belüftung und mäßiger Luftfeuchtigkeit; Sie gießen nur sehr wenig, damit der Wurzelballen nicht austrocknet.

Im Februar stellen Sie den Topf mit der Petunie auf eine warme, helle Fensterbank, nehmen das regelmäßige Gießen wieder auf und düngen sie. Junge Petunientriebe mit 2-3 Blattpaaren schneiden Sie mit einem «Ferschen» ab, pflanzen sie in einen Topf mit fruchtbarer Erde und einer Sandschicht an der Oberfläche, gießen sie, bauen im Topf ein «Mini-Gewächshaus», und beschatten sie. Die Stecklinge werden regelmäßig gelüftet, gegossen und besprüht, bis sie bewurzelt sind (ca. 3 Wochen), dann werden sie vereinzelt.

Anbau von Petunien in Pflanzgefäßen und Hängekörben.

Strengere Pflegeanforderungen stellen die Petunienarten, die in Hängekörben oder Pflanzgefäßen gepflanzt werden. Das ideale Erdgemisch für sie besteht aus 1 Teil Sand und jeweils 2 Teilen Torf, Humus und Laub- (Rasen-) Erde. Eine nützliche Zutat ist Hydrogel, das ein schnelles Austrocknen der Erde verhindert. Und um Staunässe zu vermeiden, ist eine gute Drainage aus Kies, Ziegelbruch oder Blähton unerlässlich.

Buschige Petuniensorten sollten Sie radikal auf 10-12 cm Höhe zurückschneiden, 2-3 Mal pro Saison. Diese Prozedur, begleitet von einer Düngung mit einem komplexen stickstoffhaltigen Dünger, vertragen die Pflanzen recht gut: Danach verzweigen sie sich besser und blühen üppig. Gefüllte und großblumige Petunien sollten Sie nicht zu kurz schneiden. Ampelartige Arten werden im zeitigen Frühjahr geknipst und später werden die Triebe nur leicht zurückgeschnitten, um die gewünschte Form zu geben.

Für die Kultur im Innenbereich ist es besser, eine zusätzliche Beleuchtung zu schaffen. Die optimale Temperatur beträgt im Winter 10-15 Grad, im Sommer 18-25 Grad. Die Bewässerung sollte im Sommer reichlich sein, im Winter — mäßig.

Wie sammeln Sie Petuniensamen richtig?

An der Stelle der vertrockneten und abgefallenen Blüten beginnen die Samen zu reifen. Sie sollten jedoch bedenken, dass die Reifung der Früchte (Samenkapseln) die Blüte behindert. Das Entfernen der Fruchtknoten hingegen regt die Bildung neuer Blütenknospen an.

Wenn Sie anstelle der Blüte eine kleine Kapsel sehen, die Samen enthält, werden diese daraus entnommen. Zuerst muss man warten, bis sie sich etwas öffnet. Dann kann man sicher sein, dass die Samen gereift sind. Wenn man sie nicht rechtzeitig sammelt, fallen die Samen auf die Blätter und den Ansatz der ehemaligen Blüte. Mit einer leichten Bewegung eines Pinsels sollten die Samen in eine kleine Schachtel gekehrt werden. Danach müssen die Samen ausgebreitet und 1-2 Tage getrocknet werden. Anschließend in eine geeignete Schachtel geben und bis zum Frühjahr für die Aussaat in die Erde aufbewahren. Vermehrung von Petunien durch Samen und Stecklinge. (Wie man sie vermehrt, siehe separate Seite)

Düngung von Petunien-Setzlingen und blühenden Pflanzen

Düngung und regelmäßiges Entfernen verwelkter Blüten — sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine lange und üppige Blüte. «Füttern» Sie die Petunien regelmäßig: bereits in der zweiten Woche nach dem Auspflanzen, dann im Abstand von 7-10 Tagen — bis zum Ende der Blütezeit.

Im Frühjahr, um das Wachstum der Petunien zu beschleunigen, beginnt man mit der Düngung stickstoffhaltiger Düngemittel, z. B. Nitroammophoska, und für die Knospenbildung werden komplexe Düngemittel mit erhöhtem Phosphor- und Kaliumgehalt empfohlen.

Ein wichtiger Nährstoffbestandteil ist Eisen: Bei Eisenmangel entwickeln Petunien Chlorose, die sich durch Vergilbung der Blätter äußert. Dieses Syndrom kann mit Eisenchelat oder flüssigem «Ferovit» behoben werden, mit dem die Pflanzen 3-4 Mal im Abstand von einigen Tagen behandelt werden.

Gute Ergebnisse liefern Humin- und organische Düngemittel, darunter auch Rinderdungaufguss. Erwachsene Pflanzen werden alle 5 Tage gedüngt, wobei Wurzel- und Blattbehandlungen abwechseln. Für die Entwicklung und Blüte von Zimmerpflanzen, die in Behältern oder Ampeln kultiviert werden, wird eine große Menge an Nährstoffen benötigt, die in komplexen Düngemitteln enthalten sind.

Krankheiten und Schädlinge
Die Gartenpetunie lockt fast keine schädlichen Insekten an. Sie leidet jedoch recht häufig unter Pilz- und Bakterienkrankheiten. Bei Befall mit Schwarzbeinigkeit, Grau- oder Weißfäule werden die erkrankten Pflanzen vernichtet, und die gesunden, daneben wachsenden, werden mit einer einprozentigen Bordeaux-Brühe besprüht.

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