Wie ziehen Sie kräftige Setzlinge von Paprika und Auberginen?

Die Technologie der Aufzucht von Setzlingen relativ wärmeliebender Kulturen scheint bereits ausgearbeitet zu sein, und nicht nur über Jahre, sondern sogar Jahrzehnte. Doch Missgeschicke — selbst bei erfahrenen Gärtnern — kommen mit beneidenswerter Regelmäßigkeit vor. Besonders betrifft dies Paprika und Auberginen. Wie kann man ärgerliche Fehler vermeiden?

Es erzählt der Agronom Pjotr Sinkowski:

— Viele Gärtner schenken zwar völlig zu Recht der Qualität der Samen und ihrer Vorbereitung vor der Aussaat größte Aufmerksamkeit, übersehen jedoch oft die Qualität der Erde, in die diese Samen gesät werden. Gerade Auberginen und Paprika sind sehr wählerisch, wenn es um die Nährstoffhaltigkeit des Bodens geht. Diese Kulturen (wie übrigens auch Tomaten) zeigen die höchsten Ergebnisse in fetten Böden mit hohem organischem Anteil. Daher ist es bei der Aussaat von Auberginen und Paprika für Setzlinge besser, fertige Erden zu verwenden. Falls Sie jedoch vorher Gartenerde vorbereitet haben, empfiehlt es sich, die Dosis an Humus zu erhöhen — das ist sicherer.

Des Weiteren: Die Feuchtigkeit des Bodens bei der Aussaat ist sehr wichtig. Er sollte gut, bis zum Boden des Anzuchtgefäßes, durchfeuchtet sein, aber dabei sollte kein Wasser vorhanden sein, nicht einmal in Form von kleinsten Tropfen. Das heißt — Anzuchtgefäße ohne Drainage eignen sich nicht für Setzlinge von Paprika und Auberginen. Überprüfen Sie dies unbedingt, sonst kann die ganze Mühe umsonst sein.

Dabei ist es besser, die Samen mit getrockneter Erde zu bedecken, die nicht klumpt. Die Aussaattiefe der Samen — mindestens 1, aber nicht mehr als 1,5 Zentimeter. Tiefer gesät — Verzögerung bei den Keimlingen. Flacher — beim Keimen kommen die Keimblätter der Pflanzen mit der Samenschale an die Oberfläche, die das Entfalten der Blätter behindert. Man muss sie entfernen, und das ist, ohne die Keimlinge zu beschädigen, sehr, sehr schwierig.

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Machen Sie den Abstand zwischen den Samen 2-2,5 Zentimeter, säen Sie nicht zu fein. Nach der Aussaat decken Sie die Gefäße mit Folie ab und stellen Sie sie an einen warmen Ort. Wie warm?

Die optimale Temperatur für das Keimen von Paprika und Auberginen ist höher als bei Tomaten: Sie benötigen mindestens +28 °C. Dabei ist ein Auflaufen der Keimlinge früher als nach 10 Tagen nicht sinnvoll. Manche Gärtner, besonders wenn sie gleichzeitig Tomaten ausgesät haben, sehen, dass diese bereits nach 5-6 Tagen keimen, die Paprika und Auberginen aber nicht, und beginnen, die Raumtemperatur zu erhöhen, was man nicht tun sollte, denn diese Pflanzen haben etwas unterschiedliche Lebenszyklen.

Die Folie von den Gefäßen muss beim Erscheinen der ersten Keimlinge entfernt werden, ohne darauf zu warten, dass alle gesäten Samen aufgegangen sind. Sonst — die zuerst aufgegangenen werden bald lang und spießig und verkümmern.

In der Phase von 1-2 echten Blättern müssen Auberginen und Paprika pikiert werden. Und zwar ohne Verzögerung: Wenn Sie zu spät kommen — riskieren Sie, die Hälfte der Setzlinge zu verlieren, da Paprika und Auberginen das Pikieren viel schlechter vertragen als Tomaten.

Bevor Sie mit dem Pikieren beginnen, sollten Sie für die Sämlinge einzelne Quartiere vorbereiten — Behälter mit ebenso nährstoffreicher Erde, mindestens 8×8 cm groß, besser 10×10 cm. Dann die Erde gut durchgießen, damit sich die Pflanzen leichter aus der Erde entnehmen lassen.

Pikierte Paprika und Auberginen müssen mindestens einmal täglich gegossen werden — bis sie angewachsen sind. Dann kann man mit dem Düngen beginnen. Am besten alle 10 Tage mit einem komplexen Mineraldünger.

Richtwert: Zum Zeitpunkt der Pflanzung am endgültigen Standort sollten die Setzlinge von Paprika und Auberginen mindestens 8-10 Blätter und die ersten Knospen haben.

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