Orchidee: richtiges Umpflanzen und Vermehrung der Pflanze

Im Haus jedes Gärtners kann man eine ungewöhnliche und erstaunliche Pflanze finden – die Orchidee. Es ist eine mehrjährige krautige Pflanze, von der es etwa 100.000 Arten gibt. Nicht jede von ihnen kann sich unter Zimmerbedingungen ansiedeln. Die Pflanze ist anspruchslos an die Wachstumsbedingungen, jedoch sollten beim Umpflanzen einige Besonderheiten beachtet werden. Inhalt:

  • Beschreibung der Orchidee
  • Wie und wann die Orchidee umgepflanzt werden sollte
  • Wie die Orchidee richtig vermehrt wird

Beschreibung der Orchidee

Die Orchidee gehört zur Familie der Orchideengewächse. Alle Orchideen werden in 2 Gruppen eingeteilt: Bodenorchideen. Sie werden in Töpfen gezogen und wurzeln in der Erde. Die Erdmischung kann aus Humus, Sand, verrottetem Laub, Torf und anderem bestehen. Epiphytische Orchideen. Sie werden auf Bäumen mit Rinde kultiviert und heften sich mit Hilfe von Luftwurzeln an ihnen fest. Für die häuslichen Bedingungen sind epiphytische Orchideen besser geeignet. Die zahlreichste Gruppe sind die Luftorchideen, die sogenannten Epiphyten. Unter normalen Bedingungen sind sie eng mit anderen Pflanzen verbunden, von deren Rinde sie kontinuierlich mit notwendigen Nährstoffen versorgt werden. Um die Vorräte an notwendigen Nährstoffen zu erneuern, ist es wichtig, die Orchidee rechtzeitig umzupflanzen. Diese Blume hat einfache und ganze grüne Blätter, die an einem dicken, geraden, zwiebelartigen Stiel an der Basis befestigt sind. Die Blüten der Pflanze sind einzeln und in trauben- und ährenförmigen Blütenständen angeordnet. Die Blütenhülle der Orchidee besteht aus 6 Blütenblättern – drei unteren und drei oberen. Sie sind in zwei Kreisen angeordnet. Die Frucht der Pflanze ähnelt einer Kapsel, in der staubfeine Samen gesammelt sind.

Wie und wann die Orchidee umgepflanzt werden sollte

Nach dem Kauf benötigt die Orchidee kein Umpflanzen, es gibt jedoch einige Gründe, bei denen ein Umpflanzen unvermeidlich ist. Damit die Orchidee ein schönes Aussehen hat, wird sie im Blumenladen mit Stimulanzien besprüht, die ihre Blüte fördern. Beim Kauf ist es wichtig, auf das Wurzelsystem zu achten. Wenn die Wurzeln der Pflanze schrumpelig und blass erscheinen, sollte sofort umgepflanzt werden.

Orchidee: richtiges Umpflanzen und Vermehrung der Pflanze

Die Hauptgründe für das Umpflanzen der Pflanze:

  1. Wenn seit dem Kauf der Pflanze mehr als ein Jahr vergangen ist, beginnt die Erde sich zu zersetzen und zu verrotten. Dies zeigt sich an der Feuchtigkeit der Erde, die länger als eine Woche anhalten kann.
  2. Ein Umpflanzen sollte bei einer Schädigung des Wurzelsystems erfolgen. Darauf können folgende Anzeichen hinweisen: Es sind Flecken und Gelbfärbung auf den Blättern zu beobachten, die Wurzeln beginnen schwarz zu werden.
  3. Wenn die Orchidee länger als 3 Monate nicht blüht, die Wurzeln nicht in den Behälter passen und die Blätter den Topf überragen, benötigt die Pflanze ebenfalls eine Umtopfung.

Die beste Zeit zum Umtopfen der Pflanze ist nach der Blüte. Da die Orchidee mehrere Monate hintereinander blühen kann, hat das Umtopfen keinen Einfluss auf die weitere Blüte und kann sie in manchen Fällen sogar verlängern. Das Umtopfen sollte am besten zu Beginn der Vegetationsperiode im Frühling oder Herbst erfolgen.

Der Behälter zum Umtopfen sollte aus Kunststoff oder Metall sein. Wenn im Raum nicht genügend Licht vorhanden ist, sollte ein durchsichtiger Topf gewählt werden.

Das Umtopfen der Pflanze in einen neuen Topf erfolgt wie folgt. Zunächst sollte der Wurzelballen freigelegt werden. Dazu den Orchideenbusch vorsichtig zusammendrücken und die Pflanze samt Erde herausziehen. Falls dies schwierig ist, kann der Topf in zwei Teile geteilt werden. Anschließend werden Rindenstücke und andere Partikel des alten Substrats aus dem Wurzelsystem entfernt. Dazu den Ballen in warmes Wasser tauchen. Danach die Wurzeln unter der Dusche abspülen. Nun die Orchideenwurzeln sorgfältig untersuchen. Bei beschädigten, faulen oder runzligen Wurzeln sollten diese entfernt werden. Die Schnittstellen mit gemahlener Holzkohle bestreuen. Die Wurzeln der Pflanze müssen vollständig trocknen. Dazu die Pflanze auf ein Papiertuch legen. Während die Wurzeln trocknen, einen neuen Topf für die Orchidee vorbereiten. Der Topf muss desinfiziert werden: Den Behälter in eine starke Kaliumpermanganatlösung tauchen und eine Weile warten. Dann eine 2 cm dicke Drainageschicht auf den Topfboden legen. Geeignet ist Blähton. Das Substrat für die Pflanze kann in einem Fachgeschäft gekauft oder selbst hergestellt werden. Es kann aus Rinde, Vermiculit, Perlit, Kokosnüssen, Farnwurzeln, Moos usw. bestehen. Das vorbereitete Substrat in den Topf füllen und die Orchidee darin platzieren. Dann nach und nach Erde in den Behälter einfüllen. Wenn hängende Stängel vorhanden sind, einen Stab zum Anbinden daneben stellen. Der Stab wird mit Klammern am Stängel befestigt.

Siehe auch:
Rudbeckia: Anbau aus Samen, Aussaat und Pflege der Setzlinge

Wie vermehrt man eine Orchidee richtig?

Orchidee: richtiges Umpflanzen und Vermehrung der Pflanze

Die Vermehrung von Orchideen erfolgt auf eine von drei Arten: durch Stecklinge, Teilung des Busches oder Aussaat von Samen. Die einfachste Methode, eine Orchidee zu züchten, ist die Vermehrung durch Stängelausläufer. Zur Bildung neuer Sorten können an den Seitentrieben kleine Pflanzen – sogenannte 'Kindel' – beobachtet werden. Sie erscheinen an Orchideen mit erhöhtem Stickstoffgehalt. Wenn die Ausläufer an den Seitentrieben erscheinen, benötigt die Pflanze häufiges Besprühen. Bereits nach wenigen Tagen bilden sie Wurzeln aus. Diese müssen vorsichtig vom Stängel getrennt, dann mit Kohle behandelt und in ein separates Gefäß gepflanzt werden. Eine andere Vermehrungsmethode ist die Stecklingsvermehrung. Sie wird wie folgt durchgeführt: Von der Seite des Orchideenstängels wird vorsichtig ein Trieb abgeschnitten. Es können auch bereits verblühte Blütenstiele verwendet werden. Anschließend werden Stecklinge von 10–15 cm Länge geschnitten. Dann legt man sie unter eine Folie, um Gewächshausbedingungen zu schaffen, auf die Erdoberfläche. Zuvor sollte die Erde angefeuchtet werden. Für die Erde kann Moos oder Sand verwendet werden. Es ist zu beachten, dass jeder Steckling mindestens zwei Knoten mit Achselknospen aufweisen muss. Die Vermehrung von Orchideen durch Samen ist recht schwierig, daher wird diese Methode nicht angewendet. Video zur richtigen Vermehrung der Blume:

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