Herbstpflanzung (und übrigens auch das Umpflanzen) von Gartenbäumen und Sträuchern kann im Prinzip fast den gesamten Herbst über andauern. Aber es gibt durchaus berechenbare Zeitpunkte, an denen sie optimal ist.
Der Agronom antwortet:
— Der Pflanz- und Umpflanzprozess kann von September bis Anfang November beginnen, aber das ist ein rein theoretischer Aspekt. In der Praxis sollte man sich an ein wichtiges Prinzip halten. Und zwar — Obstbäume und Sträucher müssen in der biologischen Ruhephase gepflanzt und umgepflanzt werden. Dann sind die Erfolgschancen hoch.
Wie bestimmt man diesen Zeitraum? Er beginnt mit dem Ende des Laubfalls. Allerdings muss der Baum nach dem Pflanzen Zeit zum Einwurzeln haben. Und das Wurzelwachstum dauert an, solange die Bodentemperatur nicht unter +4 Grad fällt. Daher sollte man sich nicht nach dem Kalender richten, sondern nach dem tatsächlichen Wetter in Ihrer Region — unter Berücksichtigung der oben genannten Daten.
Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass es besser ist, im Herbst Sorten zu pflanzen, die in Ihrer Region heimisch sind. Die Setzlinge sollten ebenfalls aus Ihrer Region oder einer raueren Gegend stammen. Das heißt, Setzlinge aus südlichen Gebieten sollten in kälteren Regionen nicht verwendet werden, aber «Nordländer» in einem wärmeren Klima durchaus.
In der mittleren Zone Russlands ist es im Herbst am ratsamsten, Apfelbäume, Birnen, frostharte Kirsch- und Pflaumensorten zu pflanzen und umzupflanzen.
Die Herbstpflanzung hat eine Reihe von Vorteilen gegenüber der Frühjahrspflanzung. Erstens ist die Auswahl an Setzlingen viel größer, und vor allem kommen sie jetzt in einem Zustand auf den Markt, dass selbst ein unerfahrener Gärtner ihren Zustand beurteilen kann. Zweitens sparen Sie Zeit und Mühe beim Gießen: Ein im Herbst gepflanztes Baum muss nur einmal gegossen werden, die restliche Feuchtigkeit liefern die Herbstkühle und Regen. Drittens treibt ein im Herbst eingewurzeltes Baum im Frühjahr früher aus als andere und tritt entsprechend schneller in die Fruchtperiode ein.