Seit jeher gilt die Narzisse als Symbol für Schönheit und Selbstverliebtheit. Über viele Jahre hinweg haben Züchter an der Entwicklung neuer Sorten gearbeitet. Dabei erlangte jede neue Narzissensorte eine neue Form, Farbe und Schönheit.
Heutzutage wurden etwa zwölftausend Sorten der Narzisse gezüchtet. Die Gewinnung einer neuen Art dieser Blume erfordert mehrere Jahre. Zuerst bereitet man zwei Zwiebeln verschiedener Sorten vor, wobei man die gewünschte Farbe der zukünftigen Narzissensorte auswählt. Dann führt man eine künstliche Bestäubung durch, indem man den Blütenstaub von der Blüte der ersten Zwiebel nimmt und auf den Stempel der zweiten Zwiebel überträgt.
Um zu verhindern, dass anderer Pollen hinzugefügt wird, werden die bestäubten Narzissen mit speziellen Mullhäubchen oder -beuteln abgedeckt, die erst nach der Reifung der Samen entfernt werden.
Dann werden die fertigen Samen in eine vorbereitete Kiste mit Erde gepflanzt. Sobald aus den Samen junge Pflanzen erscheinen, wird empfohlen, sie in einzelne kleine Töpfe umzupflanzen, in denen sie zwei Jahre lang bleiben. In dieser Zeit bildet jede Narzisse eine winzige Zwiebel. Erst nach dem Umpflanzen ins Beet kann man nach drei oder sogar vier Jahren mit der Blüte rechnen.
Allerdings gelingt nicht in jedem Fall die gewünschte Narzissensorte. Daher muss dieser mehrjährige Prozess manchmal mehrmals wiederholt werden.
Trotz der großen Anzahl an Sorten unterscheidet man Narzissen nicht nur nach der Farbe, sondern auch nach der Stiellänge, Größe und Form der Nebenkrone. Auch gibt es wilde Narzissen und verschiedene Hybriden.
Im Freiland beginnt die Blüte der Narzissen erst im Mai und dauert etwa zwei Monate.