Mücken sind seit Langem und fest in die Liste der schlimmsten Feinde des Gärtners aufgenommen. Aber auch seit Langem und fest versuchen Gärtner, mit verschiedenen Pflanzen zu experimentieren, wobei sie ein einziges Ziel vor Augen haben — die Mücken ein für alle Mal aus ihrem Gartengrundstück zu vertreiben. Und dabei erzielen sie einige Erfolge (im Gegensatz beispielsweise zu Anglern und Jägern). Diese Erfolge sind jedoch recht bescheiden. Gibt es eine Chance, eine solche Flora auszuwählen, die den langjährigen Gartentraum verwirklicht?
Es antwortet Agronom Wassili Jakowlew:
— Der Konflikt zwischen Gärtner und Mücke erinnert teilweise an das Aufeinandertreffen von Projektil und Panzerung. Nur wenn man die Panzerung dicker und «zäher» macht — findet sich dennoch sofort ein Projektil und ein Mittel, das es abschießt, die diese Panzerung leicht durchbrechen.
So ist es auch mit den verschiedenen Repellentien auf verschiedenen Grundlagen: Wie viele man auch erfindet, sie scheinen zunächst eine gewisse Wirkung zu zeigen, aber dann passen sich die hinterhältigen Insekten an alle Neuerungen an, werden für sie unverwundbar und dadurch noch dreister.
Man muss eine Sache verstehen: Eine Mücke wirklich von einem beliebten Platz zu vertreiben, vermag nur eine gewisse globale Verschiebung, die aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Zusammenbruch des bisherigen ökologischen Systems verbunden sein wird. Und es ist noch ungewiss, welche Folgen dieser Zusammenbruch haben wird — positive oder rein negative. Daher sollte man die Existenz von Mücken als solche als eine Gegebenheit hinnehmen, mit einer gewissen Resignation. Aber sie zu vertreiben, ihre Anwesenheit auf einem bestimmten, einzelnen Grundstück deutlich zu reduzieren, ist durchaus mit rein pflanzlichen Mitteln möglich.
Selbstverständlich besitzen Mücken einen Geruchssinn, und bei weitem nicht alle Gerüche und Düfte nehmen sie gleichgültig hin. Manches versetzt sie in Ekstase, anderes bewirkt, dass sie diesen Ort ohne zwingenden Grund meiden.
Von allen den Gärtnern gut bekannten Pflanzen ist dies zum Beispiel das Ageratum. Es produziert Cumarin — eine Substanz, die Mücken absolut nicht ausstehen können und die in fast allen Mückenschutzmitteln enthalten ist. Ähnlich wirken auf Mücken Lavendel, Pfefferminze, Zitronenmelisse, Katzenminze, Salbei, Basilikum, Wermut, Eisenkraut, Tagetes und Rainfarn. Dabei kann man sie in natürlicher — wachsender — Form und in getrockneter Form verwenden.