Minze im Beet. Hilft die Pflanze tatsächlich gegen Schädlinge?

In der Gartenwelt kursiert die Meinung: Minze sei in der Lage, den Gemüsegarten vor Schädlingen zu schützen. Aber kann die duftende Pflanze die Ernte tatsächlich vor einem Befall von Blattläusen, Weißen Fliegen oder Stachelbeerzünslern retten? Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Moskauer Gärtnerverbandes, Agronom Andrei Tumanow klären wir, wo die Ratschläge aus dem Volk enden und die Realität beginnt.

Was wird versprochen?

Im Internet wird geschrieben, dass der scharfe Geruch der Pflanze die Schädlinge verwirrt und den Duft ihrer bevorzugten Kulturen überdeckt. Der Kohlerdfloh soll angeblich Kohl meiden, der neben Minze gepflanzt ist. Blattläuse können nicht nur durch lebende Büsche, sondern auch durch einen Aufguss vertrieben werden. Und wenn man getrocknete Minzblätter um einen Ameisenhaufen verteilt, sollen seine Bewohner an einen neuen Ort umziehen. Auch Mäuse und Maulwürfe, die empfindlich auf starke Gerüche reagieren, meiden Grundstücke mit Minzbeständen. Stimmt das?

Minze — ein Verbündeter, aber kein Retter

Duftpflanzen haben tatsächlich einen Nutzen. Allerdings ist die Hoffnung, dass Minze alle Probleme löst, ein Fehler.

«Minze ist kein Zauberstab. Aber als Teil eines Maßnahmenpakets, warum nicht», — sagt der Agronom. — «Ihr Geruch kann den Duft von Gemüse überdecken, auf den Schädlinge fliegen. Zum Beispiel orientiert sich die Möhrenfliege am Geruch von Möhren. Ist dieser überdeckt, sind die Chancen auf einen Befall etwas geringer.»

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Es ist wichtig zu verstehen: Das ist kein Schutz im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Verwirrung für die Insekten. Minze verwirrt, erschwert die Suche, vernichtet aber keine Schädlinge. Die Wirksamkeit der Methode ist schwer nachzuverfolgen. Dennoch kann die Anwendung von Minzaufgüssen in Form von Spritzungen eine kleine Rolle spielen.

Wie verwendet man Minze richtig?

Wenn Sie sich dennoch dafür entscheiden, es zu versuchen, sollten Sie:

— Pflanzen Sie entlang der Beete;

— Achten Sie auf die Ausbreitung. Minze ist aggressiv. Die Wurzeln breiten sich schnell aus. Die Pflanze wird leicht zum Unkraut, das andere Kulturen verdrängt;

— Begrenzen Sie die Wachstumszone. Verwenden Sie Randsteine, Behälter, pflanzen Sie in separate Kisten oder begrenzte Bereiche;

— Verwenden Sie Aufgüsse. Brühen Sie die Minze auf, lassen Sie sie abkühlen, sieben Sie sie ab und besprühen Sie die Pflanzen.

Positive Nebeneffekte

Sie sollten nicht vergessen, dass Minze eine ausgezeichnete Nektarquelle ist. Blühende Pflanzen locken Bienen, Hummeln und andere Bestäuberinsekten an. Darüber hinaus können die duftenden Blüten auch nützliche Entomophagen anlocken — räuberische Insekten, die Schädlinge jagen oder sie parasitieren.

«Deshalb sind zusätzliche Blumen im Garten nicht nur schön oder für den Honig, sondern auch zur Anlockung Ihrer „Freunde“», — erzählt der Experte.

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