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Welche Microgreens keimen am schnellsten?
Wenn Sie bereits nach 5–7 Tagen ein Ergebnis sehen möchten, achten Sie auf Radieschen, Kresse und Senf. Diese Kulturen gehören zur Familie der Kohlgewächse (Brassicaceae) und zeichnen sich durch eine hohe Keimgeschwindigkeit aus.
Radieschen liefert saftige, knackige Stiele mit einem leicht scharfen Geschmack. Es ist anspruchslos gegenüber der Temperatur und verzeiht kleine Fehler beim Gießen. Kresse — der absolute Rekordhalter in puncto Geschwindigkeit. Sie keimt buchstäblich am 2–3. Tag und ist nach einer Woche bereits schnittbereit. Zudem ist sie weniger lichtbedürftig als andere Arten. Senf erfreut mit schönen violetten oder grünen Blättern und einem intensiv würzigen Geschmack.
Welche Microgreens sollten Sie für maximalen Nutzen und ohne zusätzlichen Aufwand wählen?
Für diejenigen, die die Kombination aus hohem Nährwert und einfacher Anbautechnik schätzen, sind Sonnenblume, Erbse und Basilikum (grün) ideal:
- Sonnenblume liefert große, fleischige und süßliche Sprossen. Es ist eine der sättigendsten Microgreens-Arten. Allerdings sollte man bedenken, dass die Sonnenblumenkerne vorher eingeweicht werden müssen (für 6–8 Stunden), da sonst die Keimung ungleichmäßig verläuft.
- Erbse (Sorten 'Madras' oder 'Album') ist bekannt für ihre saftige Textur und süßlichen Geschmack, der an Schoten erinnert. Sie ist resistent gegen Pilzkrankheiten ('Schwarze Bein'), was oft das Hauptproblem von Anfängern ist.
- Grünes Basilikum wächst länger (bis zu 14–20 Tage), benötigt aber im Winter keine aufwendige Zusatzbeleuchtung, im Gegensatz zu violetten Sorten, und verleiht ein erlesenes Aroma.
Worin soll man Microgreens pflanzen?
Dies ist eine der häufigsten Fragen. Für den einfachen Einstieg verwendet man am besten spezielle Matten (Jute, Zellulose oder Kokos) oder normale gekaufte Erde.
- Erde ist die zuverlässigste Option. Sie hält Feuchtigkeit und enthält Nährstoffe, was besonders für 'schwere' Samen (Rote Bete, Mangold) wichtig ist.
- Jute- oder Leinenmatten sind bequem und sauber: Schmutz verteilt sich nicht auf der Fensterbank. Allerdings ist es schwieriger, auf ihnen Kulturen mit großen Samen anzubauen, die viel Nährstoffe benötigen (Sonnenblume, Erbse), da ihnen bis zum Schnitt möglicherweise die Mineralstoffe fehlen.
- Watte oder Mull sind nur für schnell wachsende Kulturen (Kresse, Radieschen) geeignet, erfordern aber eine sehr sorgfältige Kontrolle der Feuchtigkeit, da sie schnell austrocknen oder im Gegenteil bei Überwässerung zur Fäulnis der Wurzeln beitragen.
Welche Fehler verhindern am häufigsten eine Ernte?
Selbst bei den einfachsten Kulturen kann es zu Misserfolgen kommen. Hier sind die drei Hauptprobleme und ihre Lösungen:
- Fäulnis und ‚Schwarzbeinigkeit‘. Die Hauptursache ist übermäßiges Gießen und fehlende Drainage. Der Behälter muss unbedingt Löcher für den Wasserabfluss haben. Es wird empfohlen, nicht von oben zu gießen, sondern in den Untersetzer, damit die Wurzeln nach der Feuchtigkeit streben und die Oberfläche trocken bleibt.
- Schimmel auf den Samen. Entsteht oft, weil die Samen zu dicht aneinander liegen und schlecht belüftet werden. In den ersten 3–4 Tagen wird empfohlen, die Aussaat mit einem Deckel oder einer Folie abzudecken, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen, aber unbedingt mindestens einmal täglich für 15–20 Minuten zu lüften.
- Vergeilung und Blässe. Dies ist ein Zeichen von Lichtmangel. Im Winter an Nordfenstern ohne Zusatzbeleuchtung mit Pflanzenlampen werden Sonnenblumen und Erbsen schwach. Radieschen und Kresse können unter solchen Bedingungen noch angebaut werden, aber Basilikum und Rote Bete verlieren ohne Licht Geschmack und Farbe.
Wann sollte man die Ernte schneiden und wie lagert man sie?
Microgreens werden geschnitten, wenn das erste Paar echter Blätter erscheint (nicht mit den Keimblättern verwechseln). Normalerweise erreicht die Pflanze eine Höhe von 7–15 cm, je nach Kultur.
Die Ernte sollte am besten am Morgen geschnitten werden, im Moment des größten Turgors (Spannkraft) der Zellen. Die fertigen Grüns können in einem Behälter oder Beutel mit einem Papiertuch im Kühlschrank bis zu 5–7 Tage aufbewahrt werden. Vor dem Verzehr wird empfohlen, die Wurzeln abzuspülen, wenn die Grüns nicht ‚bis zum Boden‘ geschnitten wurden, oder die Stiele selbst zu waschen, wenn das Produkt zusammen mit dem Substrat geschnitten wurde.