Die mehrjährige Kosmee gehört zur Familie der Korbblütler, und ihr Name ist mit dem griechischen Wort «kosmeo» – «schmücken» verbunden. Das Volk, bei dem sie beliebt ist, nennt sie liebevoll «Schönheit». Derzeit sind etwa 25 Sorten dieser Pflanze bekannt. In unserem Land kommt am häufigsten die schwefelgelbe Kosmee und die doppelt gefiederte Kosmee vor.
Die Kosmee hat niedrige, kompakte Büsche, die mit leuchtenden, margeritenähnlichen, einfachen oder gefüllten Blüten bedeckt sind, mit gefiederten Blättern.
Inhaltsverzeichnis:
Lebensbedingungen der Kosmee: Boden und Dünger
In der Regel wird die Kosmee als einjährige Pflanze betrachtet, aber es gibt die knollenbildende mehrjährige Kosmee, die sich durch Stecklinge vermehrt und bis zum Frost blüht. Sie überwintert gut in Regionen mit warmem Klima; in kälteren Klimazonen benötigt die Pflanze einen Winterschutz aus Stroh oder Laub. Dies schützt die Blüten vor dem Erfrieren, die Pflanze stirbt nicht ab und überwintert erfolgreich.
Insgesamt ist die Kosmee nicht wählerisch, was die Lebensbedingungen angeht. Sie kann sommerliche Trockenheit und leichte Fröste überstehen. Die Pflanze fühlt sich sowohl in der Sonne als auch im Schatten wohl. Es wurde beobachtet, dass die Kosmee an sonnigen Standorten gut blüht: Sie ist dann förmlich mit Blüten bedeckt, die einen durchgehenden, schönen Teppich bilden. Im Schatten dagegen zeichnet sich die Pflanze durch flauschige Stängel in sattem Grün aus, die Anzahl der Blüten nimmt deutlich ab.
Daher bevorzugt die mehrjährige Kosmee sonnige Standorte und ausreichende Bewässerung. Sie ist anspruchslos an den Boden, hört aber bei reichlicher Düngung auf zu blühen. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die Pflanze völlig ohne organische und mineralische Dünger auskommt.
Die Hauptsache ist, das richtige Maß zu finden und es nicht zu übertreiben. Diese Regel sollte man besonders beachten, wenn der Boden am Pflanzort von Natur aus fruchtbar ist. Insgesamt ist für die Kosmee ein lockerer, durchlässiger Boden ideal. Während der Knospenreife kann man bei Nährstoffmangel im Boden doppeltes Superphosphat ausbringen und beim nächsten Gießen der Pflanze Rinderjauche verwenden.
Wie pflegt man die Kosmee: Bewässerung und Schädlingsbekämpfung
Für die Pflege ist eine regelmäßige, rechtzeitige Bewässerung erforderlich. Bereits verwelkte Blütenstände werden sofort entfernt, um die Bildung neuer Knospen anzuregen. Auch kann man die größeren Blütenstände für die Samenreife aufbewahren.
Hochwüchsige Kosmee-Sorten werden mit in den Boden gesteckten Pfählen gestützt. Neben der dekorativen Wirkung bietet dies zusätzlichen Schutz für die langen Stiele vor Bruch und Umknicken bei starkem Regen und Wind. Um die Büsche üppig und widerstandsfähig zu halten, sollte man regelmäßiges Lockern und Jäten nicht vernachlässigen.

Es wurde festgestellt, dass Kosmee gegen viele Schädlinge resistent ist, ihre Blüten werden fast nie befallen. Jedoch kann ein Befall mit schwarzen Blattläusen vorkommen, zu deren Bekämpfung spezielle Präparate eingesetzt werden. Oder man kann selbst eine Seifenlösung herstellen und die Pflanzen damit besprühen. Während anhaltender Regenfälle können Schnecken und Nacktschnecken die Kosmee-Blüten belästigen.
Im Spätherbst, nach den ersten Frösten, wird empfohlen, die Stängel der Pflanze vollständig zurückzuschneiden oder einen kleinen oberirdischen Teil (jedoch nicht mehr als 10–15 cm) zu belassen.
Wie man Kosmee richtig vermehrt
Kosmee wird durch Samen vermehrt, die im April in Kalträume (Kaltbeete) oder ins Freiland ausgesät werden. Die Samen sollten nicht zu tief in die Erde eingebracht werden: Man verteilt sie gleichmäßig auf der Oberfläche und drückt sie leicht mit der Handfläche an. Man kann auch versuchen, die Samen vor dem Winter, vor den ersten Frösten und dem Schneefall, zu säen.
Für die Anzucht werden die Samen von März bis Mitte April ausgesät, indem man sie in das Substrat drückt, aber nicht mit Erde bedeckt, da sie zum Keimen Licht benötigen. Danach müssen die Samen gegossen und mit Folie abgedeckt werden. Es ist ratsam, die Anzucht an einen hellen Ort zu stellen; die Raumtemperatur sollte nicht unter 18 Grad fallen. Innerhalb von 10–14 Tagen erscheinen die ersten Keimlinge. Bei einer Höhe von 10 cm sollten sie vereinzelt werden. Die Jungpflanzen werden im Mai an ihren endgültigen Standort gepflanzt.

Kosmee verträgt das Umpflanzen gut. Nach der ersten Pflanzung erscheinen die jährlichen Austriebe noch 3–5 Jahre lang.
Die Pflanze wird empfohlen für die Verwendung an Zäunen, Mauern, selten als Schnittblume. Hauptsächlich wird Kosmee gerne in Beete gepflanzt, da sie jeden tristen und öden Bereich verschönern und beleben kann. Soll eine üppigere Blüte erzielt werden, sollten die Samen möglichst dicht gesät werden. Umgekehrt gilt: Je spärlicher die Aussaat, desto mehr grüne Masse entsteht. Aufgrund ihrer kleinen Blüten wird sie nicht als eigenständiger Blumenstrauß für die Vase verwendet, aber in einzelne Blumenarrangements (insbesondere bodenständige) können ein paar Zweige eingefügt werden.
Kosmee harmoniert mit bunten einjährigen Pflanzen, die farblich passen (Phlox, Verbene, Türkische Nelke), mit Tagetes, Kamille und Dimorphotheca. Hervorragend ist das silber-weiße Duett aus weißblühender Kosmee und Riesen-Eryngium.