Besitzer von Gartengrundstücken schmücken ihr Gelände oft mit vertikaler Begrünung. Rankpflanzen, die wunderschön blühen, dekorieren hervorragend Pavillons, Zäune oder Dächer. Hierfür eignet sich ideal die Mandschurische Waldrebe. Inhalt:
- Beschreibung der Pflanze
- Pflanzung und Pflegehinweise
- Triebschnitt
- Krankheiten und Schädlinge
Inhaltsverzeichnis:
Pflanzenbeschreibung
Die Mandschurische Waldrebe ist eine mehrjährige Pflanze, die sich ideal an verschiedene Klimabedingungen anpasst. Sie verträgt Frost gut, bevorzugt aber sonnige Standorte. Sie gedeiht auch im Halbschatten, dennoch sind sonnige Plätze besser geeignet. Bei dieser Clematis-Sorte erscheinen die Blütenstände nur an den Trieben des laufenden Jahres. Daher werden vor der Überwinterung alle alten Triebe entfernt. Dies ist ein großer Vorteil, da dieser Schnitt für den Gärtner einfacher ist als bei anderen Clematis-Sorten, bei denen bestimmte Triebe ausgewählt werden müssen.
Die Pflanze blüht mit kleinen weißen Blüten. Besonders üppig erscheinen sie im Juni und Juli. Diese Clematis wächst buschig und verströmt während der Blütezeit einen angenehmen Duft, der selbst aus großer Entfernung wahrnehmbar ist. Diese Sorte ist anspruchslos und ihre Triebe können eine Länge von bis zu einem halben Meter erreichen. Sie wird zur Begrünung niedriger Objekte verwendet.
Pflanzung und Pflegehinweise
Zunächst sollte die Pflanze richtig gepflanzt werden. Der Boden muss im Voraus vorbereitet werden, da sie sich über einen langen Zeitraum an einem Ort entwickeln wird. Für die Pflanzung müssen mittelgroße Löcher gegraben werden. Zum Auffüllen wird folgende Bodenmischung verwendet:
- Sand
- Torf
- Mineralische Düngemittel
- Humus
- Superphosphat
- Asche
- Kalk
Alle diese Bestandteile werden gut vermischt, dann wird das Loch mit der Mischung gefüllt. Wenn der Boden aufgrund von hoch anstehendem Grundwasser zu feucht ist, wird auf den Boden des gegrabenen Lochs eine Drainage gelegt. Damit sich die Pflanze normal entwickelt, wird in ihrer Nähe eine Stütze errichtet. Manche Menschen installieren keine Stütze. In diesem Fall bildet die Pflanze einen Teppich, der mit schönen Blüten bedeckt ist. Beim Pflanzen der Clematis ist darauf zu achten, dass sich keine Hindernisse in der Nähe befinden. Dies können Betonwände oder Steine sein. Diese behindern die Entwicklung der Pflanze. Solche Hindernisse führen dazu, dass sich der Boden schnell erwärmt, was sich negativ auf die Clematis auswirkt. Die Pflanze kann auf folgende Weise vermehrt werden:
- Durch Stecklinge
- Durch Absenker
- Teilung des Busches
Die Pflanze liebt Licht. Wenn sie im Schatten wächst, bilden sich keine Blüten. Aus diesem Grund empfehlen erfahrene Gärtner, Clematis an gut sonnigen Standorten zu pflanzen. Leichter Schatten ist in Ordnung. Wenn jemand im Süden lebt, wo der Boden oft überhitzt, sollte er die Clematis besser im Halbschatten pflanzen. Die Pflanze reagiert schlecht auf windiges Wetter, da der Wind die Zweige bricht und die Blütenstände abträgt. Das sollte man bei der Standortwahl ebenfalls berücksichtigen. Viermal pro Saison müssen Mineraldünger in den Boden eingebracht werden. Dies sollte nach dem Gießen erfolgen. Die Pflanze liebt lockeren, humusreichen Boden. Die Düngung sollte ab dem zweiten Lebensjahr erfolgen. Video über Clematis: Um Wurzelfäule zu vermeiden, empfiehlt es sich, einjährige Pflanzen in der Nähe zu setzen. Vor Winterbeginn sollte ein Rückschnitt erfolgen und alte Blätter sollten entfernt werden. Die Pflanze liebt feuchten Boden, daher sollte sie reichlich gegossen werden. Besonders bei Hitze darf das Gießen nicht vernachlässigt werden. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht stagniert. Wenn die Pflanze drei Jahre alt ist, sollte sie zweimal pro Woche gegossen werden. Pro Strauch sollten bis zu 3 Liter Wasser gegeben werden. Damit die Feuchtigkeit nicht schnell verdunstet, wird der Boden mit Sägespänen, Kiefernrinde oder Humus gemulcht. Dies sollte den ganzen Sommer über erfolgen. Besonders üppig blüht die Clematis, wenn sie bereits 5-6 Jahre alt ist. Davor bringt die Pflanze nur wenige Blüten hervor. Wenn die Clematis drei Jahre alt wird, beginnt sie stark zu wachsen. Unkraut sollte systematisch entfernt und gejätet werden, da die Clematis unter Wurzelschäden leiden kann. In einem solchen Fall müsste die Pflanze vernichtet werden. Danach sollte an dieser Stelle einige Jahre lang nichts gepflanzt werden.
Rückschnitt der Triebe
Damit sich die Pflanze gut entwickelt und blüht, ist ein Rückschnitt erforderlich. Dazu empfiehlt es sich, vertrocknete oder beschädigte Zweige zu schneiden. Ein Rückschnitt erfolgt auch direkt nach dem Pflanzen einer jungen Pflanze. Neben der Pflege während der gesamten Saison sollten die Triebe vor dem Winter geschnitten werden. Bei der Mandschurischen Clematis werden alle alten Triebe entfernt. Denn Blüten erscheinen nur an jungen Zweigen.
Krankheiten und Schädlinge

Die Pflanze kann von Schädlingen befallen werden oder an bestimmten Krankheiten leiden. Häufig treten folgende Probleme auf:
- Befall mit Grauschimmel. Dies tritt auf, wenn der Boden zu nass und feucht ist. Um dieses Problem zu beheben, sollte die Ursache beseitigt und die Pflanze mit einem Antiseptikum behandelt werden.
- Befall mit Mehltau. In diesem Fall erscheint ein weißer Belag auf den jungen Trieben.
Die Clematis hört auf zu wachsen und zu blühen. Diese Krankheit kann bekämpft werden. Dazu werden beschädigte Zweige entfernt und der Strauch mit Natron oder einem anderen Mittel besprüht. Auftreten von Rost. Dieses Problem tritt häufig im Frühjahr auf. Auf den Teilen der Clematis erscheinen braune Flecken mit Sporen. Dies führt zur Verformung der Pflanze, und sie vertrocknet. Zur Bekämpfung des Problems müssen chemische Präparate eingesetzt werden. Die Clematis kann auch von Schädlingen befallen werden. Besonders zu fürchten ist der Wurzelgallennematode. Dieser Schädling befällt das Rhizom. Dann kann dem Strauch nicht mehr geholfen werden, sodass er vernichtet werden muss. Daher sollte das Wurzelsystem beim Kauf der Pflanze sorgfältig untersucht werden.
Auch Blattläuse, Milben oder Schnecken sind zu fürchten. Sie stellen jedoch keine besondere Gefahr für die Pflanze dar, da sie leicht zu bekämpfen sind. Zur Vorbeugung sollten regelmäßig Unkräuter entfernt werden.
Wenn solche Schädlinge auftreten, sollte die Clematis mit speziellen Mitteln behandelt werden. Auch Hausmittel wie Knoblauchaufguss oder Zwiebelschalensud werden verwendet. Die Mandschurische Clematis verträgt Frost problemlos. Dennoch schützen viele Gärtner die Pflanze vor dem Winter. Dazu werden Kästen, Blätter, Nadeln verwendet. Die Mandschurische Clematis ist also eine schöne Pflanze, mit der man ein Gartengrundstück verschönern kann. Damit der Strauch mit seinen Blüten erfreut, sollten einige Pflegetipps beachtet werden.