In den ersten Jahren nach dem Pflanzen des Apfelbaums muss die Krone richtig geformt werden. Es gibt keine strenge Ordnung bei der Anordnung der Hauptäste, daher sollte man die Anordnung der Krone des Apfelbaumsetzlings maximal nutzen.
Inhaltsverzeichnis:
Wie formt man die Krone des Apfelbaums richtig?
Beim Beschneiden des Apfelbaums sollten einige Regeln beachtet werden. Beispielsweise sollten die Skelettäste in ihrem Wachstum den Mitteltrieb nicht übertreffen, daher sollten sie gekürzt werden.
Als Mitteltrieb sollte der am stärksten entwickelte senkrechte Ast dienen, an ihm orientiert man sich beim Rückschnitt der anderen. Sollte der Mitteltrieb im Laufe der Zeit schwächer werden oder absterben, wird er durch einen anderen, am besten entwickelten senkrechten Ast ersetzt.
Die Hauptäste sollten einen Winkel von 40-60 Grad zum Stamm haben. Äste mit einem spitzen Winkel können mit der Zeit brechen, während ein stumpfer Winkel zum Herabhängen der Äste führt. Bei der Kronenformung sollte man die Richtung der Äste in die gewünschte Seite ändern.
Eine der Hauptbedingungen bei der Kronenformung ist ihre Belichtung. Jeder Zweig sollte Raum für die Entwicklung haben. Wenn also im Raum für einen Zweig zwei wachsen, wird einer von ihnen – der schwächere – entfernt.
In den ersten Lebensjahren
In den ersten Lebensjahren wird der Rückschnitt des Apfelbaums im Frühjahr jedes Jahr durchgeführt, dabei werden die Triebe leicht eingekürzt oder schwache Zweige entfernt. Dieser Rückschnitt stört die geformte Krone nicht, das Wachstum des Apfelbaums wird nicht verzögert.
Bei Nichteinhaltung dieser Regel muss man dem Apfelbaum Schaden zufügen, indem man gleichzeitig eine große Anzahl von Ästen entfernt und die Pflanze dadurch schwächt. Beim Beschneiden der Hauptäste wählt man deren Richtung und die Richtung der Äste erster und zweiter Ordnung.
Die Formung des Apfelbaums erfolgt im zeitigen Frühjahr. Im Sommer wachsen viele neue Zweige, daher wird auch zu dieser Zeit die Formung des Baumes überwacht, indem neue Triebe rechtzeitig abgekniffen und geknickt werden. Im Sommer werden Konkurrenten des Mitteltriebs und Äste, die zu einer Verdichtung der Krone führen können, beschnitten.
Im 4. bis 6. Lebensjahr des Apfelbaums
In der 4. Saison nach dem Pflanzen wird die Krone einiger Apfelsorten merklich dichter, daher muss jedes Jahr der innere Raum der Krone ausgelichtet werden, indem Wasserschosse und nach unten wachsende Triebe beschnitten werden. Junge Äste des Baumes sollten nicht stark gekürzt werden. Ein Kürzen erfolgt nur bei untergeordneten Ästen und um die Bildung zusätzlicher Verzweigungen bei einigen Apfelsorten zu fördern.
Bis zum 6. Jahr ist die Formierung des Apfelbaums fast abgeschlossen, obwohl das Auftreten von Wasserschossen massiv ist. Bei einer richtig geformten Krone können gute Apfelernten erzielt werden. Den Mitteltrieb lässt man bis zum Abschluss der Formierung aller Gerüstäste stehen. Nach Abschluss der Baumformierung wird der Mitteltrieb zurückgeschnitten oder vollständig entfernt, indem man ihn über einem Gerüstast abschneidet.
Dadurch entsteht in der Kronenmitte ein freier Raum, der eine gute Belichtung der gesamten Krone fördert.
Einige Tipps
Die Kronen vieler Apfelsorten verdicken sich von Natur aus jedes Jahr, besonders wenn der Baum erfroren oder durch Hasen beschädigt wurde – vergessen Sie nicht den Schutz der Apfelbäume vor Nagetieren. In solchen Fällen formt man die Krone jedes Jahr, indem man gebrochene oder kranke Äste entfernt, die in die falsche Richtung wachsen.
Beim jährlichen Schnitt haben die Wunden der Pflanze einen kleinen Durchmesser und heilen daher schnell. Der jährliche Schnitt wirkt sich günstig auf die Entwicklung des Baumes aus und verbessert die Qualität der Äpfel.
Beim Eintritt des Apfelbaums in die Fruchtbarkeit sollten die Reserve-Halbgerüstäste entfernt werden, zunächst werden sie zurückgeschnitten und in der nächsten Saison vollständig entfernt. In der Endphase der Kronenformierung sollte die Pflanze mindestens 5 Gerüstäste erster Ordnung haben.