Im Frühherbst fahren die Hobbygärtner fort, die Tomatenernte einzubringen. Viele Pflanzen können jedoch absterben, da sie an der Kraut- und Braunfäule erkranken.
Stellen Sie sich den Boden als eine lebendige, von Mikroorganismen wimmelnde Stadt vor. Dort, unter vielen friedlichen Bewohnern, lauert die tückische Phytophthora — ein pilzähnlicher Schädling, der Ihre Ernte vernichten kann.
Aber so schlimm ist es nicht. In dieser mikroskopischen Welt gibt es auch ihre Beschützer — nützliche Pilze, zum Beispiel Trichoderma. Sie verhindern, dass sich die Phytophthora unkontrolliert vermehrt.
Wie in jeder Stadt gibt es im Boden ein empfindliches Gleichgewicht zwischen «Gut und Böse». Je mehr nützliche Mikroorganismen vorhanden sind, desto weniger Chancen haben die Schädlinge. Der Boden kann, wie eine Wohnung, nicht steril sein. Er wird immer von Mikroorganismen besiedelt sein, die Frage ist nur, welche von ihnen überwiegen.
Wie im Kampf gegen den Staub muss man sich anstrengen, um im Boden ein günstiges Umfeld für nützliche Mikroorganismen zu schaffen. Es ist notwendig, ihn mit nützlichen Bakterien und Pilzen zu «besiedeln» und dann ideale Bedingungen für sie zu schaffen: richtiges Gießen, Düngen, Lockern. Dann wird Ihre «Mikrostadt» florieren und die Ernte — reichhaltig sein.
Agronom Igor Zjabnew hat für sich drei Hauptregeln zur Bekämpfung der Kraut- und Braunfäule aufgestellt, die man nicht vernachlässigen darf.
1. Anwendung von Biopräparaten (Biofungiziden).
Die Mittel sollten rechtzeitig angewendet werden, nicht erst wenn die Flecken bereits aufgetreten sind. Am besten beginnt man schon in der Setzlingsphase und wiederholt die Anwendung im Laufe des Sommers noch dreimal im Abstand von etwa einem bis anderthalb Monaten. Dann wird es Wirkung zeigen.
Wir werden keine Namen nennen, wählen Sie beliebige im Geschäft und verwenden Sie sie gemäß der Anleitung.
2. Mulchen.
Alle Mikroorganismen leben in den oberen Bodenschichten. Damit die Bodenfeuchtigkeit für das Wachstum der Tomaten annehmbar ist, muss der Boden gemulcht werden. Das heißt, die Erde unter den Tomatenpflanzen sollte nicht nackt sein.
3. Lüften des Gewächshauses.
Im Herbst gibt es draußen — Temperaturschwankungen. Dadurch sammelt sich im Gewächshaus Kondenswasser. Daher sollten die Türen zum Lüften jeden Tag spätestens um sieben Uhr morgens geöffnet werden.