In der Bauernwelt glaubte man seit jeher, dass man Winterknoblauch genau am Fest des Schutzes der Allheiligen Gottesmutter pflanzen sollte. Es gab sogar den Glauben: «vor dem Mittagessen — Herbst, nach dem Mittagessen — Winter». Deshalb bemühten sich die Gärtner, alle Pflanzarbeiten genau in dieser Zeit dringend abzuschließen.
Im Jahr 2024 fällt das Schutzfest (14. Oktober) auf einen Montag. Natürlich werden die Vorgesetzten der berufstätigen Hobbygärtner kaum freigeben, um für den Knoblauch auf die Gartenparzellen zu gehen, aber auch der Sonntag, der 13. Oktober, wäre ideal geeignet.
Unsere Vorfahren glaubten, dass die Ernte wirklich groß und schmackhaft wird, wenn man sich an diese Daten hält. Außerdem ist solcher Knoblauch in der Regel lange haltbar — ob das ein Zufall ist oder nicht, aber eine Tatsache ist eine Tatsache.
«Was, wussten Sie nicht, dass man Knoblauch am Schutzfest pflanzen muss? Dann werden Sie immer eine Ernte haben! Ach, die Jungen», — klagte meine 86-jährige Nachbarin aus der Datscha, eine Hobbygärtnerin.
Versuchen Sie es daher dieses Jahr so zu machen, schlimmer wird es bestimmt nicht. Gleichzeitig prüfen Sie — ob die Regel funktioniert oder nicht.
Was kann man am Schutzfest noch tun?
Das Schutzfest — ist ein christlicher Feiertag, daher ist es üblich, an diesem Tag Leckereien zuzubereiten und Gäste einzuladen. Man glaubte, dass ein umso freundlicherer und gastfreundlicherer Mensch umso mehr Wohlstand in der Zukunft haben wird.
Unsere Vorfahren glaubten, dass man am Schutzfest auch den Hausgeist bewirten musste. In eine Ecke stellte man eine Schüssel mit Leckereien, um den Hausgeist auf diese Weise zu besänftigen und seine Unterstützung zu erhalten.
Christen glaubten auch, dass der Winter in der Hütte warm und gemütlich wird, wenn man am 14. Oktober den Ofen mit Zweigen von Obstbäumen heizt.
Und was darf man nicht?
Es gibt Tätigkeiten, die man am Fest des Schutzes auf keinen Fall tun durfte. Zum Beispiel das Haus putzen und Wäsche waschen.
Schimpfworte und Skandale am 14. Oktober galten ebenfalls als große Sünde. Und Alkohol auf dem Tisch konnte auf ein nahendes Unglück hindeuten.