Wie zieht man eine Kirsche aus einem Kern?

Gartenbäume aus Kernen oder Steinen ihrer eigenen Früchte zu ziehen, ist zweifellos eine fesselnde und interessante Beschäftigung. Doch damit befassen sich keineswegs viele Hobbygärtner. Der Grund ist einfach: Man muss viel Mühe investieren, und das Ergebnis ist fraglich. Es gibt natürlich auch gewisse Vorteile, aber überwiegen sie die offensichtlichen Nachteile?

Der Agronom Pjotr Sinkowski antwortet:

— Die Technologie, Kirschen aus Steinen zu ziehen, ist über Jahre hinweg erprobt, und wenn Sie sich für dieses Experiment entschieden haben, ist es sinnvoll, sich strikt daran zu halten.

Die Herbstpflanzung erfolgt am besten bis Mitte November — natürlich unter der Voraussetzung, dass Sie bereits Pflanzmaterial besorgt haben.

Der erste und obligatorische Schritt, den man keinesfalls ignorieren sollte, ist die Stratifizierung der Kirschkerne. Die Kerne werden in einen Stoffbeutel gegeben und mit feuchtem Substrat (Sand, Sägemehl, Moos usw.) geschichtet. Dabei sollte das Substrat dreimal so viel sein wie das Pflanzmaterial. Dann wird der Beutel für 5–7 Tage an einen Ort mit einer Temperatur von 1 bis 5 °C gebracht. 

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Als Nächstes folgt die eigentliche Pflanzung. Sie können jedes beliebige Gefäß verwenden, aber eine Drainage ist unbedingt erforderlich. Füllen Sie es mit einer Erdmischung, machen Sie Vertiefungen von nicht mehr als 3 cm und legen Sie die Kirschkerne hinein. Bedecken Sie die Erde und drücken Sie sie an. Es bleibt nur noch das Gießen — jedoch ohne Überwässerung. Stellen Sie das Gefäß auf eine gut beleuchtete Fensterbank. Die ersten Keimlinge sollten nach etwa 3–5 Wochen erscheinen.

Als Nächstes steht das Ausdünnen an — schwache Keimlinge sollten entfernt werden. Die verbleibenden müssen in einzelne Gefäße umgepflanzt werden. Sie können 2–3 Düngungen mit Mehrnährstoffdünger vornehmen. Im Frühjahr pflanzen Sie die jungen Kirschpflanzen in Ihren Garten um.

Beachten Sie: Auf eine Ernte müssen Sie ganze 5 oder sogar 7 Jahre warten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Erträge unregelmäßig und keineswegs reichlich ausfallen. Es ist nicht garantiert, dass die aus einem Kern gezogene Kirsche die Sortenqualitäten der Mutterpflanze exakt reproduziert.

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