Kalanchoe ist eine weit verbreitete Zimmerpflanze aus der Familie der Dickblattgewächse. Das natürliche Verbreitungsgebiet ist Südamerika und Südostasien. In der Natur gibt es über 200 Pflanzenarten.
Inhaltsverzeichnis:
Botanische Beschreibung und Hauptarten
Alle Kalanchoe-Arten — sind sukkulente Pflanzen mit fleischigen Blättern. Ihre Höhe liegt zwischen 20 und 50 cm. Als Zimmerpflanzen werden am häufigsten die folgenden Arten verwendet:
- Blossfeldiana. Eine schön blühende Art aus Madagaskar, deren Höhe in der Regel 30 cm nicht überschreitet. Sie zeichnet sich durch runde Blätter mit leicht gewelltem Rand aus. Je nach Sorte können die Blüten weiß, rot, rosa oder gelb sein.
- Daigremontiana. Eine vivipare Art mit einer Höhe von etwa 50 cm. Sie zeichnet sich durch längliche Blätter aus, an deren Rändern sich Brutknospen (Kindel) befinden.
- Laciniata. Eine mehrjährige Pflanze mit stark eingeschnittenen Blättern. Im Volksmund auch als „Hirschgeweih“ bekannt.
- Pinnata. Eine ziemlich hohe Art. Die Höhe ihrer Stängel kann leicht 80 cm überschreiten.
- Tomentosa. Zeichnet sich durch stark behaarte Blätter in silbrig-grüner Farbe aus.
Wachstumsbedingungen
Alle Kalanchoe-Arten sind absolut anspruchslose Pflanzen. Selbst ein Anfänger kann sie ohne große Probleme pflegen.
Für eine erfolgreiche Entwicklung und erst recht für die Blüte benötigt Kalanchoe eine große Menge an hellem Sonnenlicht. Daher eignen sich am besten Fenster mit südlicher und südöstlicher Ausrichtung für den Anbau dieser Pflanze.
Im Sommer verträgt Kalanchoe Hitze sehr gut. Im Winter hingegen ist es am besten, es kühl zu halten. Dies hilft ihm, Blütenknospen zu bilden. Die Luftfeuchtigkeit hat praktisch keinen Einfluss auf Kalanchoe. Diese Blume wächst sowohl bei trockener als auch bei hoher Luftfeuchtigkeit gleich gut. Ein leichtes Besprühen oder eine warme Dusche tun ihm jedoch nur gut.
Erde
Kalanchoe stellt keine besonderen Anforderungen an die Zusammensetzung der Erde. Für den Anbau kann man fertige Sukkulentenerde verwenden. Wenn diese nicht erhältlich ist, kann man die Erde selbst aus gleichen Teilen Rasenerde, Torf und Sand mischen. Für mehr Lockerheit kann man dieser Mischung Perlit hinzufügen.
Pflege zu Hause
Die Kalanchoe-Pflanze ist zwar anspruchslos, aber ohne die richtige Pflege wird sie nicht lange überleben. Wie alle Sukkulenten benötigt auch die Aloe während der intensiven Wachstumsperioden mäßiges Gießen und im Winter nur wenig Wasser. Diese Pflanze verträgt langanhaltende Trockenheit besser als einmaliges Überwässern. Das Gießwasser muss unbedingt weich und abgestanden sein. Wenn Sie zum Gießen Leitungswasser verwenden, versalzt der Boden sehr schnell, was sich negativ auf die Entwicklung der Pflanze auswirkt.
Düngen und Umtopfen
Bei richtig zusammengesetzter Erde benötigen nicht blühende Aloe-Arten keine Düngung. Die schön blühenden Arten müssen Sie jedoch während der intensiven Wachstumsperiode düngen. Dies fördert eine reichlichere Anlage von Blütenknospen. Hierfür können Sie jeden beliebigen mineralischen Volldünger für Zimmerpflanzen verwenden. Sie sollten ihn gemäß der beigefügten Anleitung verdünnen.
Intensiv wachsende Exemplare der Kalanchoe sollten Sie jährlich umtopfen. Am besten geschieht dies im Frühjahr. Der neue Topf muss dabei unbedingt etwas größer sein als der vorherige. Außerdem muss darin unbedingt eine Drainage eingerichtet sein.
Formgebender Schnitt und Vermehrung
Mit zunehmendem Alter beginnen alle Kalanchoe-Arten zu verkahlen. Dies kann auch bei einer zu warmen Überwinterung beobachtet werden. Um die Pflanzen dekorativ zu erhalten, können Sie einen formgebenden Schnitt durchführen. Dabei entfernen Sie alle alten und kahlen Triebe. Wenn junge Triebe nachwachsen, können Sie sie zusätzlich stutzen. Diese Methode fördert eine bessere Verzweigung.
Alle Kalanchoe-Arten können Sie zu Hause vegetativ vermehren. Dazu schneiden Sie von erwachsenen Exemplaren kräftige Stecklinge mit mehreren Blattpaaren. Je nach Ihren Vorlieben können Sie sie dann in Wasser oder Erde bewurzeln.
Video mit Beschreibung einer originellen Methode zur Vermehrung von Kalanchoe:
Zur Bewurzelung in Erde pflanzen Sie die Stecklinge in ein lockeres und wasserspeicherndes Substrat, nicht tiefer als 1 cm. Um einen Treibhauseffekt zu erzeugen, können Sie sie zusätzlich von oben mit einer Plastiktüte abdecken. Unter günstigen Bedingungen erscheinen nach 10 Tagen die ersten Wurzeln an den Stecklingen. Bei der Bewurzelung in Wasser geben Sie die Stecklinge in einen Behälter mit abgekochtem Wasser.
Auf den Boden des Behälters legen Sie am besten eine Tablette Aktivkohle. Dies verhindert Fäulnisprozesse. Sobald an den Stecklingen Wurzelansätze erscheinen, pflanzen Sie sie in die Erde. Lebendgebärende Arten können Sie mithilfe von Brutknospen vermehren. Dazu sammeln Sie diese vom Blattrand und legen sie dann auf die Oberfläche eines feuchten und lockeren Substrats.
Für ihre Bewurzelung reicht in der Regel 1 Woche. Einige Kalanchoe-Arten, wie beispielsweise Kalanchoe blossfeldiana, können Sie durch Samen vermehren.
Dazu müssen Sie Aussaatschalen mit lockerer, nährstoffreicher und ausreichend wasserspeichernder Erde vorbereiten. Die Samen müssen Sie vor der Aussaat einen Monat lang stratifizieren. Dazu mischen Sie sie mit feuchtem Sand und legen sie in den Kühlschrank.
Die Aussaat erfolgt oberflächlich, danach wird das Saatgefäß mit einer Zellophanfolie abgedeckt. Die optimale Keimtemperatur liegt zwischen 20 und 22 °C. Sobald die Pflanzen fünf oder sechs echte Blätter gebildet haben, werden sie in einzelne Behälter umgetopft. Wenn dies nicht geschieht, wird die Entwicklung der Pflanzen stark verzögert.
Die häufigsten Schädlinge
Kalanchoe wird zwar selten, aber dennoch von Schädlingen befallen. Am häufigsten sind die folgenden Arten anzutreffen.

Blattläuse. Ein recht kleiner Schädling, der sich vom Pflanzensaft ernährt. Es ist sehr einfach, sie zu beseitigen. In den meisten Fällen reicht ein einmaliges Abwaschen der Pflanzenblätter mit einer Lösung aus Kernseife aus. Wenn es zu viele Schädlinge gibt, kann man jedes beliebige Insektizid verwenden.
Weiße Fliege. Ein recht gefährlicher Schädling von Blumen- und Gemüsekulturen. Zu seiner Bekämpfung sollten systemische Insektizide eingesetzt werden. Diese haben die Fähigkeit, sich in allen Pflanzenteilen anzureichern, und weisen daher eine lange Schutzwirkung auf.